Die Sicherheit von Einrichtungen zu gewährleisten ist eine große Verantwortung. Jedes Jahr gefährden Tausende von Bränden am Arbeitsplatz Menschenleben und verursachen erhebliche Schäden.
Glücklicherweise lassen sich die meisten dieser Vorfälle verhindern. Echter Brandschutz am Arbeitsplatz (Brandschutz) geht über das Anbringen einiger Ausgangsschilder hinaus.
Es bedeutet, die spezifischen Risiken zu kennen und sicherzustellen, dass das Team ohne Panik reagieren kann. Dieser Leitfaden behandelt die notwendigen Schritte, um Ihren Arbeitsplatz zu schützen.
Identifizierung häufiger Gefahren zur Verbesserung des Brandschutzes am Arbeitsplatz
Wenn Sie Brände verhindern wollen, müssen Sie wissen, wo sie entstehen. Man könnte erwarten, dass Industriemaschinen die Hauptursache sind, aber auch normale Büroumgebungen bergen überraschend hohe Risiken.
In Deutschland ist Elektrizität die häufigste Ursache für Brandschäden. Dabei handelt es sich um defekte Geräte, überlastete Mehrfachsteckdosen oder alte Kaffeemaschinen in der Kaffeeküche.
Menschliches Versagen und Nachlässigkeit sind ebenfalls wichtige Faktoren. Die unsachgemäße Verwendung von Geräten oder das Blockieren von Lüftungsschlitzen kann leicht zu Überhitzung führen.
Wenn Sie ein Lager oder einen Industriestandort leiten, konzentrieren Sie sich auf heiße Arbeiten (Schweißen/Löten) und brennbare Abfälle. Diese sind Brennstoff, der nur auf einen Funken wartet.
Achten Sie auf Warnzeichen wie warme Kabel, flackernde Lichter oder Brandgeruch. Nachdem Sie nun wissen, worauf Sie achten müssen, konzentrieren wir uns darauf, ein funktionierendes Programm zu entwickeln.
Entwicklung einer Strategie für den Brandschutz am Arbeitsplatz
Prävention ist immer besser als Notfallmaßnahmen, aber Sie brauchen beides. So erstellen Sie ein umfassendes Brandschutzprogramm.
Durchführung umfassender Brandrisikobewertungen
Gemäß dem Arbeitsschutzgesetz muss jeder Arbeitgeber eine Gefährdungsbeurteilung durchführen.
Beginnen Sie damit, Ihre Einrichtung zu durchlaufen, um Brandquellen zu identifizieren. Überprüfen Sie insbesondere elektrische Geräte, Heizungsanlagen, Bereiche mit heißen Arbeiten und Lagerorte für Chemikalien.
Notieren Sie Ihre Ergebnisse und erstellen Sie Aktionspläne, um jedes Problem anzugehen. Dadurch wird die Verantwortlichkeit festgelegt und sichergestellt, dass Gefahren nicht übersehen werden.
Achten Sie darauf, diese Bewertungen regelmäßig zu aktualisieren. Tun Sie dies immer dann, wenn Sie neue Geräte hinzufügen, Layouts ändern oder Abläufe modifizieren.
Sorgfältige Reinigung und Wartung
Eine sorgfältige Reinigung ist Ihre passive Verteidigung gegen Brände. Sie beginnt mit den Grundlagen, wie z. B. der vollständigen Freihaltung von Gehwegen und Fluchtwegen.
Sie müssen jedoch auch unsichtbare Risiken berücksichtigen. In Büros bedeutet dies die regelmäßige Entsorgung von Abfällen. In der Fertigung bedeutet dies strenge Zeitpläne zur Kontrolle von brennbarem Staub.
Stellen Sie sicher, dass Ihre Sicherheitssysteme einsatzbereit sind. Feuerlöscher müssen in der Regel alle zwei Jahre von einem Fachmann überprüft werden, um die Anforderungen der DIN 14406 oder der Herstellerstandards zu erfüllen.
Außerdem müssen Sie die DGUV Vorschrift 3 (ehemals BGV A3) einhalten, die eine regelmäßige Prüfung aller tragbaren elektrischen Geräte vorschreibt.
Schulung Ihres Teams für Notfallmaßnahmen
Selbst der beste Plan scheitert, wenn Ihre Mitarbeiter in Panik geraten. Deshalb geht es bei Schulungen weniger um die Einhaltung von Vorschriften als vielmehr um das Muskelgedächtnis.
Die deutschen Vorschriften (ASR A2.2) verlangen, dass alle Mitarbeiter mindestens einmal im Jahr eine Brandschutzunterweisung erhalten. Damit diese auch wirklich hängen bleibt, sind praktische Übungen erforderlich.
Wenn ein Mitarbeiter einen Feuerlöscher in der Hand hält oder den Fluchtweg abläuft, verdoppelt sich sein Selbstvertrauen. Er denkt nicht mehr darüber nach, was im Handbuch steht, sondern handelt einfach.
Grundlagen zum Umgang mit Feuerlöschern
Deutsche Feuerlöscher entsprechen der DIN EN 3. Sie sind mit Brandklassen (A, B, C, D, F) gekennzeichnet, die für bestimmte Materialien geeignet sind.
Die Bedienung erfolgt in der Regel nach diesen Standardschritten:
- Entriegeln Sie den Feuerlöscher, indem Sie den Sicherungsstift ziehen (Sicherungsstift ziehen).
- Richten Sie die Düse auf die Basis des Feuers (Auf den Brandherd richten).
- Drücken Sie den Hebel, um das Löschmittel freizugeben (Hebel betätigen).
- Bewegen Sie den Löschstrahl hin und her (Löschstrahl hin und her bewegen).
Denken Sie daran, dass Feuerlöscher nur bei kleinen, begrenzten Bränden funktionieren. Wenn die Flammen die Decke erreichen oder der Raum mit Rauch gefüllt ist, evakuieren Sie ihn sofort.
Regelmäßige Brandschutzübungen
Evakuierungsübungen (Räumungsübungen) sollten in der Regel mindestens einmal im Jahr durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass der Notfallplan funktioniert.
Regelmäßige Übungen verbessern die Reaktionszeiten erheblich. Setzen Sie sich nach jeder Übung mit Ihrem Team zusammen, um die Leistung zu bewerten.
Identifizieren Sie, was gut funktioniert hat und wo es zu Verwirrung gekommen ist. Diese Rückkopplungsschleife ist der Unterschied zwischen einer sicheren Evakuierung und einer Tragödie.
Erstellen eines umfassenden Notfallplans
Selbst mit starken Präventionsmaßnahmen benötigen Sie einen soliden Brandschutzplan (Brandschutzordnung). Klare Verfahren retten Leben, indem sie Verwirrung vermeiden.
Entwerfen Sie klare Evakuierungswege und -verfahren
Sie müssen die Evakuierungswege in Ihrer gesamten Einrichtung mit den standardmäßigen grünen Schildern (ISO 7010) deutlich kennzeichnen. Alle Ausgänge müssen auch bei Rauch sichtbar sein.
Es ist auch wichtig, Flucht- und Rettungspläne (Flucht- und Rettungspläne) anzubringen, die diese Orte im gesamten Gebäude zeigen.
Planen Sie immer Redundanz ein. Mehrere Ausgangsoptionen bieten den Mitarbeitern alternative Fluchtwege, falls die primären Wege blockiert sind.
Beauftragen Sie bestimmte Personen mit der Instandhaltung dieser Wege. Sie müssen sicherstellen, dass diese niemals zu Lagerflächen werden.
Einrichtung von Sammelplätzen und Brandschutzhelfern
Wählen Sie bestimmte Orte im Freien aus, an denen sich die Mitarbeiter nach der Evakuierung versammeln. In Deutschland ist dies der Sammelplatz, der durch ein grünes Schild mit Pfeilen und Zahlen gekennzeichnet ist.
Diese müssen weit genug entfernt sein, um alle vor Hitze und herabfallenden Trümmern zu schützen.
Sie müssen auch Brandschutzhelfer (Brandschutzhelfer) benennen. Eine gängige Faustregel lautet, dass 5 % der Belegschaft für diese Aufgabe geschult werden sollten.
Diese Führungskräfte erhalten eine spezielle Ausbildung. Sie sind dafür verantwortlich, erste Brände zu bekämpfen (sofern dies sicher ist) und bei der Evakuierung des Gebäudes zu helfen.
Abschließende Gedanken
Brandschutz erfordert kontinuierliches Engagement, aber der Einstieg ist einfach. Beginnen Sie damit, Ihre Einrichtung auf Gefahren zu überprüfen und Risiken zu identifizieren.
Erstellen oder aktualisieren Sie anschließend Ihren Brandschutzplan. Legen Sie Fluchtwege fest, weisen Sie klare Verantwortlichkeiten zu und führen Sie regelmäßige Schulungen durch.
Die Vorbereitungen, die Sie heute treffen, könnten morgen Leben retten.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die Hauptursachen für Brände am Arbeitsplatz in Deutschland?
Elektrizität ist die häufigste Ursache, oft aufgrund defekter Geräte oder überlasteter Steckdosen. Menschliches Versagen, Brandstiftung und überhitzte Geräte sind ebenfalls wichtige Faktoren.
Wie oft sollten Feuerübungen am Arbeitsplatz durchgeführt werden?
Im Allgemeinen sollten Evakuierungsübungen jährlich durchgeführt werden. Diese Häufigkeit trägt dazu bei, dass der Flucht- und Rettungsplan wirksam ist.
Wer ist für den Brandschutz am Arbeitsplatz verantwortlich?
Der Arbeitgeber ist gemäß dem Arbeitsschutzgesetz gesetzlich verantwortlich. Er muss sicherstellen, dass Risikobewertungen durchgeführt und die Mitarbeiter geschult werden.
Was sollte ein Brandschutzplan enthalten?
Eine Brandschutzordnung besteht in der Regel aus drei Teilen: Allgemeine Regeln für alle (Teil A), Regeln für bestimmte Personengruppen (Teil B) und Regeln für Personen mit besonderen Brandschutzaufgaben (Teil C). Sie enthält Alarmverfahren und Fluchtwege.
