Schwefelsäure Konzentration über 51%

SOLBAT S.r.l.

Überarbeitet am : 2018-02-27

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Gesundheitsrisikobewertung 1
Sicherheitsrisikobewertung 1
Umweltrisikobewertung 1

Allgemeine Information

Überarbeitet am

2018-02-27

Produktidentifikator

Schwefelsäure Konzentration über 51%

NOTRUFNUMMERN:

(VIZ) - Telefonische Beratung rund um die Uhr

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M008 M009 M010 M013 M017

Unternehmensinformationen

Unternehmen

SOLBAT S.r.l.

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segreteria@solmine.it

Abschnitt 2

Weitere Informationen

zu Dauer, Es kann zu sporadischen Kontakten kommen Häufigkeit und Verwendungsmenge Atemvolumen unter den 10 m3/Tag (Standardwert für 8 Arbeitsstunden pro Tag) Betriebsbedingungen Fläche des Hautkontakts mit dem 480 cm2 (Standardwert ECETOC4). Stoff bei den Gebrauchsbedingungen Es wird darauf verwiesen, dass angesichts der Korrosivität von Schwefelsäure die dermale Exposition als irrelevant zur Risikocharakterisierung gilt, da der Kontakt auf jeden Fall vermieden werden muss. Umgebungsluftvolumen und n.a. (irrelevant, da in kontrollierten Umgebungen ohne direkten Kontakt mit Belüftungsgeschwindigkeit den Geräten, in denen der Stoff verwendet wird, gearbeitet wird) Spezifische Maßnahmen für das Risikomanagement Eindämmungsmaßnahmen und Bei Produktion und Handhabung von Schwefelsäure kommt spezifische, hoch bewährte Methoden sind abdämmend wirkende Ausrüstung zum Einsatz. Die Anlagen für Erzeugung erforderlich und Verwendung von Schwefelsäure befinden sich zumeist im Freien. Lokale Absaugung, falls nötig Die aus den Behältern entnommenen Gase werden aufgefangen und über Schlauchleitungen zur Bearbeitung befördert (Waschen in Scrubbers und/oder Filterung) Persönliche Schutzausrüstung (PSA) Bei Produktion und Handhabung von Schwefelsäure kommt spezifische, hoch abdämmend wirkende Ausrüstung zum Einsatz. Anlagen für Erzeugung und 4 ECETOC: European Centre for Ecotoxicology and Toxicology of Chemicals Verwendung von Schwefelsäure befinden sich zumeist im Freien. Die für Probenahme und Umfüllen der Materialien in Tankfahrzeuge zuständigen Arbeitskräfte sind für die angewandten Verfahren geschult, und der Einsatz von Schutzvorrichtungen (Tragen von Helm, Handschuhen und Säureschutzstiefeln, PSA für Gesicht und Augen sowie Schutzanzug) dient zur Minimierung von Exposition und Worst-Case-Risiken. Sonstige Maßnahmen für das Eine Notdusche ist für den Fall versehentlicher Freisetzung des Produkts in Risikomanagement der Arbeitskräfte der Nähe des Auf-/Abladebereichs erforderlich. Abschnitt 2.2 Kontrolle der Umweltexposition Produktmerkmale Molekulargewicht 98,08 Dampfdruck bei 20°C (hPa) 0,1 Wasserlöslichkeit Mischbar n-Octanol/Wasser- -1 (logKow) Verteilungskoeffizient Verteilungskoeffizient KOC 1 Biologische Abbaubarkeit Nicht biologisch abbaubar (anorganische Säuren können nicht als biologisch abbaubar gelten) Verwendete Mengen Jährliche Tonnenmenge am Standort 1.200.000 t/Jahr Regionale Tonnenmenge (t/Jahr) 19.000.000 t/Jahr Häufigkeit und Dauer der Verwendung Kontinuierliche Freisetzung Emissionstage (Tage/Jahr) 365 Andere Betriebsbedingungen, die sich auf die Umweltexposition auswirken Abflussvolumen der Kläranlage 2000 m3/Tag (EUSES5-Standardwert für lokale STP6) Verfügbarer Durchsatz des empfangenden Gewässers, in 20.000 m3/Tag (ERC-Standardwert für den Durchsatz, der das die Abwässer des Standorts eingeleitet werden eine 10-fache Verdünnung im Empfängergewässer gestattet) Maßnahmen zur Risikoeindämmung für Emissionen von Industriestandorten Vorbehandlung der Abwässer am Standort Chemische Vorbehandlung und Übergabe an externe Kläranlage (Gemeinde oder Konsortium) oder Behandlung in interner Kläranlage (STP). In beiden Fällen werden die Abwässer einer Neutralisierungsbehandlung unterzogen, bevor sie zur biologischen Klärstufe übersandt werden. Stoffmenge in den Abwässern des Standorts, die in das Das Neutralisierungsverfahren ist extrem wirksam. Die externe Kanalisationssystem einfließen Überwachung des pH ermöglicht konstante Kontrolle der kompletten Neutralisierung und Entfernung der Substanz. Reduktion der Emissionen in die Umgebungsluft Wirksamkeit: es werden geeignete Maßnahmen getroffen. Die Abgase können anhand von Scrubbers behandelt werden. Auf jeden Fall werden die Emissionen entsprechend den einschlägigen Normen überwacht und kontrolliert. In die Luft freigesetzte Stoffmenge 33 kg/Tag (Messwert im Worst Case) 5 EUSES - EU-System für die Evaluation von Substanzen 6 STP – sewage treatment plant - Kläranlage Abfallbehandlung am Standort Das Neutralisierungsverfahren der Abwässer ist extrem wirksam. Die Überwachung des pH ermöglicht konstante Kontrolle der kompletten Neutralisierung und Entfernung der Substanz. Ablaufgeschwindigkeit der Abflüsse (aus den 2000 m3/Tag (Standardwert) Kläranlagen) Rückgewinnung der Schlämme zur Verwendung in der Nein Landwirtschaft Alle Schlämme werden gesammelt und zur Verbrennung oder Deponie befördert. Mengen der Substanz in Abfällen und Maßnahmen zur Risikoeindämmung bezüglich Abfällen Menge der Substanz in den Abwässern der in diesem 0 kg/Tag (Wert auf Grundlage spezifischer Szenario beschriebenen Verwendungen Abwasserbehandlungsverfahren) Menge der Substanz in den Abfällen, die von den n.a. Produkten stammen Abfallart (betreffende Codenummern) Entsprechende Codes aus dem Europäischen Abfallverzeichnis Art der externen Behandlung für Recycling oder Keine Rückgewinnung der Substanz Art der externen Behandlung zur Endentsorgung des Verbrennung oder Deponie Abfalls Fraktion der Substanz, die während der n.a. Abfallhandhabung in die Luft freigesetzt wird Fraktion der Substanz, die während der n.a. Abfallhandhabung in die Abwässer freigesetzt wird Fraktion der Substanz, die als Nebenabfall entsorgt wird n.a. Abschnitt 3 Expositionsbewertung 3.1 Gesundheit Beurteilung Stufe 1 (Tier 1): Die Beurteilung der inhalativen Exposition wurde unter Einsatz des Modells ECETOC TRA7 vorgenommen Input-Parameter für das Modell Parameter Molekulargewicht 98,08 g/ mol Dampfdruck 6 Pa Ist der Stoff fest? Nein: flüssig Staubigkeit n.a. Tätigkeitsdauer > 4 Stunden Belüftung Innenräume ohne lokale Abzugsbelüftung (LEV) Die Expositionsbewertung anhand des Modells ECETOC hat sich nicht als zufriedenstellend erwiesen und wurde als irrelevant für den Zweck der Risikocharakterisierung beurteilt. Beurteilung Stufe 2 (Tier 2): Die Beurteilung der inhalativen Exposition wurde unter Einsatz des Modells ART vorgenommen Input-Parameter für das Modell ART8 PROC Parameter Expositionsdauer Alle 480 Minuten Produktart Alle Flüssig (mittlere Viskosität – wie Öl) Prozesstemperatur 1, 2, 3, 4 Hohe Temperaturen (50-150°C) 8a, 8b, 9 Umgebungstemperatur (15-25°C) Dampfdruck Alle 6 Pa (der Stoff gilt als kaum flüchtig; es wurde die Exposition gegenüber Nebeln 7 ECETOC TRA: European Centre for Ecotoxicology and Toxicology of Chemicals - Targeted Risk Assessment 8 ART – Advanced REACH Tool beurteilt) Gewicht Flüssigfraktion Alle 0,98 Lokalisierung der primären 1, 2 Die primäre Emissionsquelle befindet sich Emissionsquelle nicht im Atmungsbereich der Arbeitskräfte (die Arbeitskräfte sind im Kontrollraum tätig) 3, 4, 8A, 8b, 9 Die primäre Emissionsquelle befindet sich im Atmungsbereich der Arbeitskräfte (binnen 1 m) Tätigkeitsklasse Alle Umfüllen des Flüssigprodukts Eindämmung 1, 2, 3, 9 Handhabung mit reduziertem Kontakt zwischen Produkt und Umgebungsluft 4 Offener Prozess, Unterspiegelabfüllung 8a, 8b n.a. Lokale Kontrollsysteme 1, 3,8b System zur Dampfrückgewinnung; lokale Abzugsbelüftung (LEV) 2, 4, 9 System zur Dampfrückgewinnung 8a Keine Trennung 1, 2 Komplette Trennung der Arbeitskräfte, die vom Kontrollraum aus tätig sind Quelle flüchtiger Emissionen 1, 3, 8b, 9 Vollkommen geschlossener Prozess – nicht offen für Probenahmetätigkeit 2, 4, 8a Nicht komplett geschlossen – wirksame bewährte Methoden werden angewendet Dispersion 1, 2, 8a, 8b Im Außenbereich, nicht in Gebäudenähe 3, 4 Im Außenbereich, in Gebäudenähe 9 Im Innenbereich, jegliche Raumgröße, gute natürliche Belüftung Die geschätzten, akut und chronisch einwirkenden, inhalativen Expositionen liegen bei allen Prozesskategorien unter den jeweiligen DNEL. 3.2 Umwelt Beurteilung Stufe 1 (Tier 1): Diese wurde unter Verwendung des EUSES-Modells und Eingabe der Standard- Inputdaten und ERC vorgenommen. Bei der ersten Beurteilungsstufe (Tier 1) ergab sich eine Exposition, die als nicht realistisch eingeschätzt wurde. Beurteilung Stufe 2 (Tier 2): Diese erfolgte anhand EUSES-Modell und Eingabe von Input-Daten, die genauer der Beschreibung von Produktion und Verwendung von Schwefelsäure entsprachen. Input-Parameter für EUSES-Modell Input-Parameter Wert Maßeinheit ERC-Standard (wo anwendbar) Molekulargewicht 98,08 g/mol Dampfdruck bei 20°C 0,1 hPa Wasserlöslichkeit mischbar mg/ml n-Octanol/Wasser-Verteilungskoeffizient -1 LogKow Verteilungskoeffizient KOC 1 Biologische Abbaubarkeit nicht biologisch abbaubar Phase des Lebenszyklus Produktion Umweltfreisetzungsklasse ERC1 Fraktion der regionalen Tonnenmenge (Tier 1) 1 STP Ja Emissionsereignisse pro Jahr 365 Tage 300 Freisetzung in Luft (Standardwert) 5 % 5 Freisetzung in Wasser (Standardwert) 6 % 6 Verdünnungsfaktor angewandt für Ableitung 10 (20.000 von PEC m3/Tag) Tonnenmenge Lokal: 1,2 Mio t/Jahr Regional: 19 Maßnahmen zur Risikoeindämmung und Messwerte, die für die zweite Beurteilungsstufe verwendet wurden (Tier 2). Beschreibung der Details Bei Eingabe in EUSES berücksichtigte

Bemerkungen

Maßnahmen Auswirkungen Keine Freisetzung in 0 mg/l Reduktion der Konzentration in den STP- Vollständige Abwässer Abflüssen auf 0 mg/l angesichts der hohen Neutralisierung auf Effizienz des Neutralisierungsprozesses ca. pH 7 Emissionstage 365 Emissions- Erhöhung der Emissionstage um 20% Kontinuierliche tage pro Jahr Produktion Entfernung der Schlämme Schlämme wer- Konzentration im Boden durch Schlämme Keine den entfernt und auf 0 eingestellt Kontamination von an Verbrennung Ackerböden und oder Deponie Wiesen übersandt Gemessene Freisetzung in Emissionen in Luft gleich 33,3 kg/Tag Emissionen im Gasemissionen Umgebungsluft Worst Case gleich 1,375 kg/h Die für alle Umweltbereiche geschätzten Emissionen liegen unterhalb der jeweiligen PNEC. Abschnitt 4 Anleitung zur Konformitätsprüfung anhand des Expositionsszenarios 4.1 Gesundheit Es ist abzusehen, dass die Expositionen die DNEL für lokale Wirkungen bei akut und chronisch einwirkender, inhalativer Aufnahme nicht übersteigen, wenn die in Abschnitt 3 erläuterten Maßnahmen bei Risikomanagement/ Betriebsbedingungen zur Anwendung kommen. Dort wo bei Risikomanagement/Betriebsbedingen andere Maßnahmen angewandt werden, haben die Verwender zu garantieren, dass die Risiken zumindest auf gleichwertigem Level gehandhabt werden. 4.2 Umwelt Es ist abzusehen, dass die Expositionen die PNEC nicht übersteigen, wenn die in Abschnitt 3 erläuterten Maßnahmen bei Risikomanagement/Betriebsbedingungen zur Anwendung kommen. Dort wo bei Risikomanagement/Betriebsbedingen andere Maßnahmen angewandt werden, haben die Verwender zu garantieren, dass die Risiken zumindest auf gleichwertigem Level gehandhabt werden. 2. Verwendung von Schwefelsäure als Zwischenprodukt in der Erzeugung von anorganischen und organischen Chemikalien, einschließlich Düngemittel Abschnitt 1: Titel des Expositionsszenarios Kurztitel: Verwendung von Schwefelsäure als Zwischenprodukt in der Erzeugung von anorganischen und organischen Chemikalien, einschließlich Düngemittel Systematischer Titel auf Grundlage der Verwendungsdeskriptoren Endverwendungssektoren (SU) 3, 4, 6b, 8, 9, 14 Chemikalienkategorien (PC) 19 Verfahrenskategorien (PROC) 1, 2, 3, 4, 8a, 8b, 9 Umweltfreisetzungskategorien (ERC) 6a Prozesse, Aufgaben, absolvierte Tätigkeiten Die Verwendung von Schwefelsäure als Zwischenprodukt bei der Erzeugung von anorganischen und organischen Chemikalien, einschließlich aber nicht ausschließlich Düngemittel, umfasst die Produktion von Ölen, die zur Lipolyse verwendet werden, Sulfaten, Düngemitteln auf Stickstoffbasis, Granulaten für Düngerkomplexe, Phosphorsäure (Feuchtverfahren), Titandioxid (über Sulfat), Fluorwasserstoffsäure sowie Produkten für Feinchemie und Spezial- chemie. Abgesehen von diesen Verwendungen, umfasst das Expositionsszenario für den Einsatz als Zwischenprodukt auch die Verwendung als Reagenz bei der Wasseraufbereitung, als Granulierungsmittel und Wirkstoff in der Ledergerberei, wobei die Schwefelsäure in einer chemischen Synthese zur Bildung von Sulfaten verbraucht wird. Beurteilungsmethode Siehe Abschnitt 3 Abschnitt 2 Betriebsbedingungen und Maßnahmen für das Risikomanagement Abschnitt 2.1 Expositionskontrolle der Arbeitskräfte Produktmerkmale Physikalischer Zustand Flüssig Dampfdruck (Pa) 6 Molekulargewicht 98,08 Konzentration des Stoffs in der n.a. (die Schwefelsäure wird während des Prozesses verbraucht) Chemikalie Betriebsbedingungen Täglich pro Arbeitskraft Der Kontakt mit den Arbeitskräften ist generell sehr gering, wenn berück- (Arbeitsplatz) verwendete Menge sichtigt wird, dass der Großteil der Vorgänge über Fernsteuerung kontrolliert wird und dass Tätigkeiten wie Probenahme/Analyse von kurzer Dauer sind. Verwendungshäufigkeit 220 Tage/Jahr Verwendungsdauer 8 Stunden/Tag Andere Angaben zu Dauer, Es kann zu sporadischen Kontakten kommen Häufigkeit und Verwendungsmenge Atemvolumen unter den 10 m3/Tag (Standardwert für 8 Arbeitsstunden pro Tag) Betriebsbedingungen Fläche des Hautkontakts mit dem 480 cm2 (Standardwert ECETOC). Stoff bei den Gebrauchsbedingungen Es wird darauf verwiesen, dass angesichts der Korrosivität von Schwefelsäure die dermale Exposition als irrelevant zur Risikocharakterisierung gilt, da der Kontakt auf jeden Fall vermieden werden muss. Umgebungsluftvolumen und n.a. (irrelevant, da in kontrollierten Umgebungen ohne direkten Kontakt mit Belüftungsgeschwindigkeit den Geräten, in denen der Stoff verwendet wird, gearbeitet wird) Spezifische Maßnahmen für das Risikomanagement Eindämmungsmaßnahmen und Für das Handling von Schwefelsäure ist der Einsatz spezifischer Ausrüstung bewährte Methoden sind und kontrollierter Systeme erforderlich, bei denen die Expositionspotentiale erforderlich äußerst gering bzw. inexistent sind. Die Anlagen für Erzeugung und Lokale Absaugung, falls nötig Verwendung von Schwefelsäure befinden sich zumeist im Freien. Das aus den Behältern entnommene Gas wird aufgefangen und über Schlauchleitungen zur Bearbeitung befördert (z.B. Waschen und/oder Filterung) Persönliche Schutzausrüstung (PSA) Für das Handling von Schwefelsäure ist der Einsatz spezifischer Ausrüstung und kontrollierter Systeme erforderlich, bei denen die Expositionspotentiale äußerst gering bzw. inexistent sind. Die Anlagen für Erzeugung und Verwendung von Schwefelsäure befinden sich zumeist im Freien. Das aus den Behältern entnommene Gas wird aufgefangen und über Schlauchleitungen zur Bearbeitung befördert (z.B. Waschen und/oder Filterung). Die für Probenahme und Umfüllen der Materialien in Tankfahrzeuge zuständigen Arbeitskräfte sind für die angewandten Verfahren geschult, und der Einsatz von Schutzvorrichtungen (Tragen von Helm, Handschuhen und Säureschutzstiefeln, PSA für Gesicht und Augen sowie Schutzanzug) dient zur Minimierung von Exposition und Worst-Case-Risiken. Sonstige Maßnahmen für das Eine Notdusche ist für den Fall versehentlicher Freisetzung des Produkts in Risikomanagement der Arbeitskräfte der Nähe des Auf-/Abladebereichs erforderlich. Abschnitt 2.2 Kontrolle der Umweltexposition Produktmerkmale Molekulargewicht 98,08 Dampfdruck bei 20°C (hPa) 0,1 Wasserlöslichkeit Mischbar n-Octanol/Wasser- -1 (logKow) Verteilungskoeffizient Verteilungskoeffizient KOC 1 Biologische Abbaubarkeit Nicht biologisch abbaubar (anorganische Säuren können nicht als biologisch abbaubar gelten) Verwendete Mengen Jährliche Tonnenmenge am Standort 300.000 t/Jahr Häufigkeit und Dauer der Verwendung Kontinuierliche Freisetzung Emissionstage (Tage/Jahr) 365 Andere Betriebsbedingungen, die sich auf die Umweltexposition auswirken Abflussvolumen der Kläranlage 2000 m3/Tag (EUSES-Standardwert für lokale STP) Verfügbarer Durchsatz des empfangenden Gewässers, in 20.000 m3/Tag (ERC-Standardwert für den Durchsatz, der das die Abwässer des Standorts eingeleitet werden eine 10-fache Verdünnung im Empfängergewässer gestattet) Maßnahmen zur Risikoeindämmung für Emissionen von Industriestandorten Vorbehandlung der Abwässer am Standort Diese werden im Allgemeinen standortintern (WWTP9) mittels Neutralisierung aufbereitet, bevor sie zur biologischen Aufbereitung in der internen Kläranlage weiterbefördert bzw. zur externen Kläranlage oder in die Gewässer abgeleitet werden. Stoffmenge in den Abwässern des Standorts, die in das Das Neutralisierungsverfahren ist extrem wirksam. Die externe Kanalisationssystem einfließen Überwachung des pH ermöglicht konstante Kontrolle der kompletten Neutralisierung und Entfernung der Substanz. Reduktion der Emissionen in die Umgebungsluft Mittels Scrubber aufbereitet. Abfallbehandlung am Standort Das Neutralisierungsverfahren der Abwässer ist extrem wirksam. Die Überwachung des pH ermöglicht konstante Kontrolle der kompletten Neutralisierung und Entfernung der Substanz. Ablaufdurchsatz der Abflüsse (aus den Kläranlagen) 2000 m3/Tag Rückgewinnung der Schlämme zur Verwendung in der Nein 9 WWTP – waste water treatment plant - Kläranlage Landwirtschaft Alle Schlämme werden gesammelt und zur Verbrennung oder Deponie befördert. Mengen der Substanz in Abfällen und Maßnahmen zur Risikoeindämmung bezüglich Abfällen Menge der Substanz in den Abwässern der in diesem 0 kg/Tag (Wert auf Grundlage spezifischer Szenario beschriebenen Verwendungen Abwasserbehandlungsverfahren) Menge der Substanz in den Abfällen, die von den n.a. Produkten stammen Abfallart (betreffende Codenummern) Entsprechende Codes aus dem Europäischen Abfallverzeichnis Art der externen Behandlung für Recycling oder Keine Rückgewinnung der Substanz Art der externen Behandlung zur Endentsorgung des Verbrennung oder Deponie Abfalls Fraktion der Substanz, die während der n.a. Abfallhandhabung in die Luft freigesetzt wird Fraktion der Substanz, die während der n.a. Abfallhandhabung in die Abwässer freigesetzt wird Fraktion der Substanz, die als Nebenabfall entsorgt wird n.a. Abschnitt 3 Expositionsbewertung 3.1 Gesundheit Beurteilung Stufe 1 (Tier 1): Die Beurteilung der inhalativen Exposition wurde unter Einsatz des Modells ECETOC TRA vorgenommen Input-Parameter für das Modell Parameter Molekulargewicht 98,08 g/ mol Dampfdruck 6 Pa Ist der Stoff fest? Nein: flüssig Staubigkeit n.a. Tätigkeitsdauer > 4 Stunden Belüftung Innenräume ohne lokale Abzugsbelüftung (LEV) Die Expositionsbewertung anhand des Modells ECETOC hat sich nicht als zufriedenstellend erwiesen und wurde als irrelevant für den Zweck der Risikocharakterisierung beurteilt. Beurteilung Stufe 2 (Tier 2): Die Beurteilung der inhalativen Exposition wurde unter Einsatz des Modells ART vorgenommen Input-Parameter für das Modell ART PROC Parameter Expositionsdauer Alle 480 Minuten Produktart Alle Flüssig (mittlere Viskosität – wie Öl) Prozesstemperatur 1, 2, 3, 4 Hohe Temperaturen (50-150°C) 8a, 8b, 9 Umgebungstemperatur (15-25°C) Dampfdruck Alle 6 Pa (der Stoff gilt als kaum flüchtig; es wurde die Exposition gegenüber Nebeln beurteilt) Gewicht Flüssigfraktion Alle 0,98 Lokalisierung der primären 1, 2 Die primäre Emissionsquelle befindet sich Emissionsquelle nicht im Atmungsbereich der Arbeitskräfte (die Arbeitskräfte sind im Kontrollraum tätig) 3, 4, 8a, 8b, 9 Die primäre Emissionsquelle befindet sich im Atmungsbereich der Arbeitskräfte (binnen 1 m) Tätigkeitsklasse Alle Umfüllen des Flüssigprodukts Eindämmung 1, 2, 3, 9 Handhabung mit reduziertem Kontakt zwischen Produkt und Umgebungsluft 4 Offener Prozess, Unterspiegelabfüllung 8a, 8b n.a. Lokale Kontrollsysteme 1, 3, 8b System zur Dampfrückgewinnung; lokale Abzugsbelüftung (LEV) 2, 4, 9 System zur Dampfrückgewinnung 8a Keine Trennung 1, 2 Komplette Trennung der Arbeitskräfte, die vom Kontrollraum aus tätig sind Quelle flüchtiger Emissionen 1, 3, 8b, 9 Vollkommen geschlossener Prozess – nicht offen für Probenahmetätigkeit 2, 4, 8a Nicht komplett geschlossen – wirksame bewährte Methoden werden angewendet Dispersion 1, 2, 8a, 8b Im Außenbereich, nicht in Gebäudenähe 3, 4 Im Außenbereich, in Gebäudenähe 9 Im Innenbereich, jegliche Raumgröße, gute natürliche Belüftung Die geschätzten, akuten und chronisch einwirkenden, inhalativen Expositionen liegen bei allen Prozesskategorien unter den jeweiligen DNEL. 3.2 Umwelt Beurteilung Stufe 1 (Tier 1): Diese wurde unter Verwendung des EUSES-Modells und Eingabe der Standard- Inputdaten und ERC vorgenommen. Bei der ersten Beurteilungsstufe (Tier 1) ergab sich eine Exposition, die als nicht realistisch eingeschätzt wurde. Beurteilung Stufe 2 (Tier 2): Diese erfolgte anhand EUSES-Modell und Eingabe von Input-Daten, die genauer der Beschreibung der Verwendungen von Schwefelsäure entsprachen. Input-Parameter für EUSES-Modell. Input-Parameter Wert Maßeinheit ERC-Standard (wo anwendbar) Molekulargewicht 98,08 g/mol Dampfdruck bei 20°C 0,1 hPa Wasserlöslichkeit mischbar mg/ml n-Octanol/Wasser-Verteilungskoeffizient -1 LogKow Verteilungskoeffizient KOC 1 Biologische Abbaubarkeit nicht biologisch abbaubar Phase des Lebenszyklus Einsatz in der Industrie Umweltfreisetzungsklasse ERC 6A Fraktion der regionalen Tonnenmenge (Tier 1) 1 STP Ja Emissionsereignisse pro Jahr bis 365 Tage 300 Freisetzung in Luft (Standardwert) 5 % 5 Freisetzung in Wasser (Standardwert) 2 % 2 Verdünnungsfaktor angewandt für Ableitung 10 (20.000 von PEC m3/Tag) Tonnenmenge Lokal: 300.000 t/Jahr Angabe für Worst Case am Einzelstandort Maßnahmen zur Risikoeindämmung und Messwerte, die für die zweite Beurteilungsstufe verwendet wurden (Tier 2). Beschreibung der Details Bei Eingabe in EUSES berücksichtigte Maßnahmen Auswirkungen Keine Freisetzung in 0 mg/l Reduktion der Konzentration in den STP- Vollständige Abwässer Abflüssen auf 0 mg/l angesichts der hohen Neutralisierung auf Effizienz des Neutralisierungsprozesses ca. pH 7 Emissionstage 365 Emissions- Erhöhung der Emissionstage um 20% kontinuierliche tage pro Jahr Verwendung Entfernung der Schlämme Schlämme wer- Konzentration im Boden durch Schlämme Keine den entfernt und auf 0 eingestellt Kontamination von an Verbrennung Ackerböden und oder Deponie Wiesen übersandt An Schornstein Worst Case für Emissionen in Luft gleich 94,9 kg/Tag Emissionen im gemessene Konzentration erfassten Worst Gasemissionen von 46 mg/m3 Case und Durchsatz 86.000 m3/h Die für alle Umweltbereiche geschätzten Emissionen liegen unterhalb der jeweiligen PNEC. Abschnitt 4 Anleitung zur Konformitätsprüfung anhand des Expositionsszenarios 4.1 Gesundheit Es ist abzusehen, dass die Expositionen die DNEL für lokale Wirkungen bei akut und chronisch einwirkender, inhalativer Aufnahme nicht übersteigen, wenn die in Abschnitt 3 erläuterten Maßnahmen bei Risikomanagement/ Betriebsbedingungen zur Anwendung kommen. Dort wo bei Risikomanagement/Betriebsbedingen andere Maßnahmen angewandt werden, haben die Verwender zu garantieren, dass die Risiken zumindest auf gleichwertigem Level gehandhabt werden. 4.2 Umwelt Es ist abzusehen, dass die Expositionen die PNEC nicht übersteigen, wenn die in Abschnitt 3 erläuterten Maßnahmen bei Risikomanagement/Betriebsbedingungen zur Anwendung kommen. Dort wo bei Risikomanagement/Betriebsbedingen andere Maßnahmen angewandt werden, haben die Verwender zu garantieren, dass die Risiken zumindest auf gleichwertigem Level gehandhabt werden. 3 Verwendung von Schwefelsäure als Hilfsstoff in Prozessen, als Katalysator, Dehydrierungsmittel, pH-Korrekturmittel Abschnitt 1: Titel des Expositionsszenarios Kurztitel: Verwendung von Schwefelsäure als Hilfsstoff in Prozessen, als Katalysator, Dehydrierungsmittel, pH- Korrekturmittel Systematischer Titel auf Grundlage der Verwendungsdeskriptoren Endverwendungssektoren (SU) 3, 4, 5, 6b, 8, 9, 11, 23 Chemikalienkategorien (PC) 20 Verfahrenskategorien (PROC) 1, 2, 3, 4, 8a, 8b, 9, 13 Umweltfreisetzungskategorien (ERC) 6b Prozesse, Aufgaben, absolvierte Tätigkeiten Schwefelsäure wird in der industriellen Produktion von organischen Chemikalien und Feinchemikalien verwendet. Dazu gehört die Verwendung großer Mengen an Schwefelsäure als Hilfsstoff in Prozessen, als Katalysator oder Dehydrierungsmittel, in chemischen Prozessen zur Erzeugung von Klebstoffen, Sprengstoffen, Säuren, organischen Salzen, Farbstoffen und Pigmenten, Biokraftstoffen, pharmazeutischen Produkten sowie in der Alkylierung von aliphatischen Kohlenwasserstoffen. Schwefelsäure kann auch als pH-Korrekturmittel in wässrigen Flüssen und als Hilfsstoff in der Industrie der Lederverarbeitung sowie der Textilindustrie zum Einsatz kommen. Beurteilungsmethode Siehe Abschnitt 3 Abschnitt 2 Betriebsbedingungen und Maßnahmen für das Risikomanagement Abschnitt 2.1 Expositionskontrolle der Arbeitskräfte Produktmerkmale Physikalischer Zustand Flüssig Dampfdruck (Pa) 6 Molekulargewicht 98,08 Konzentration des Stoffs in der 98% (üblicherweise verwendete Konzentration) Chemikalie Betriebsbedingungen Täglich pro Arbeitskraft Der Kontakt mit den Arbeitskräften ist generell sehr gering, wenn berück- (Arbeitsplatz) verwendete Menge sichtigt wird, dass der Großteil der Vorgänge über Fernsteuerung kontrolliert wird und dass Tätigkeiten wie Probenahme/Analyse von kurzer Dauer sind. Verwendungshäufigkeit 220 Tage/Jahr Verwendungsdauer 8 Stunden/Tag Andere Angaben zu Dauer, Es kann zu sporadischen Kontakten kommen Häufigkeit und Verwendungsmenge Atemvolumen unter den 10 m3/Tag (Standardwert für 8 Arbeitsstunden pro Tag) Betriebsbedingungen Fläche des Hautkontakts mit dem 480 cm2 (Standardwert ECETOC). Stoff bei den Gebrauchsbedingungen Es wird darauf verwiesen, dass angesichts der Korrosivität von Schwefelsäure die dermale Exposition als irrelevant zur Risikocharakterisierung gilt, da der Kontakt auf jeden Fall vermieden werden muss. Umgebungsluftvolumen und n.a. (irrelevant, da in kontrollierten Umgebungen ohne direkten Kontakt mit Belüftungsgeschwindigkeit den Geräten, in denen der Stoff verwendet wird, gearbeitet wird) Spezifische Maßnahmen für das Risikomanagement Eindämmungsmaßnahmen und Für das Handling von Schwefelsäure ist der Einsatz spezifischer Ausrüstung bewährte Methoden sind und kontrollierter Systeme erforderlich, bei denen die Expositionspotentiale erforderlich äußerst gering bzw. inexistent sind. Die Anlagen für Erzeugung und Lokale Absaugung, falls nötig Verwendung von Schwefelsäure befinden sich zumeist im Freien. Das aus den Behältern entnommene Gas wird aufgefangen und über Schlauchleitungen zur Bearbeitung befördert (z.B. Waschen und/oder Filterung) Persönliche Schutzausrüstung (PSA) Für das Handling von Schwefelsäure ist der Einsatz spezifischer Ausrüstung und kontrollierter Systeme erforderlich, bei denen die Expositionspotentiale äußerst gering bzw. inexistent sind. Die Anlagen für Erzeugung und Verwendung von Schwefelsäure befinden sich zumeist im Freien. Das aus den Behältern entnommene Gas wird aufgefangen und über Schlauchleitungen zur Bearbeitung befördert (z.B. Waschen und/oder Filterung). Die für Probenahme und Umfüllen der Materialien in Tankfahrzeuge zuständigen Arbeitskräfte sind für die angewandten Verfahren geschult, und der Einsatz von Schutzvorrichtungen (Tragen von Helm, Handschuhen und Säureschutzstiefeln, PSA für Gesicht und Augen sowie Schutzanzug) dient zur Minimierung von Exposition und Worst-Case-Risiken. Sonstige Maßnahmen für das Eine Notdusche ist für den Fall versehentlicher Freisetzung des Produkts in Risikomanagement der Arbeitskräfte der Nähe des Auf-/Abladebereichs erforderlich. Abschnitt 2.2 Kontrolle der Umweltexposition Produktmerkmale Molekulargewicht 98,08 Dampfdruck bei 20°C (hPa) 0,1 Wasserlöslichkeit Mischbar n-Octanol/Wasser- -1 (logKow) Verteilungskoeffizient Verteilungskoeffizient KOC 1 Biologische Abbaubarkeit Nicht biologisch abbaubar (anorganische Säuren können nicht als biologisch abbaubar gelten) Verwendete Mengen Jährliche Tonnenmenge am Standort 100.000 t/Jahr (Standort mit höchster Menge) Häufigkeit und Dauer der Verwendung Kontinuierliche Freisetzung Emissionstage (Tage/Jahr) 365 Andere Betriebsbedingungen, die sich auf die Umweltexposition auswirken Abflussvolumen der Kläranlage 2000 m3/Tag (EUSES-Standardwert für lokale STP) Verfügbarer Durchsatz des empfangenden Gewässers, in 20.000 m3/Tag (ERC-Standardwert für den Durchsatz, der das die Abwässer des Standorts eingeleitet werden eine 10-fache Verdünnung im Empfängergewässer gestattet) Maßnahmen zur Risikoeindämmung für Emissionen von Industriestandorten Vorbehandlung der Abwässer am Standort Diese werden im Allgemeinen standortintern (WWTP) mittels Neutralisierung aufbereitet, bevor sie zur biologischen Aufbereitungsstufe in der internen Kläranlage weiterbefördert bzw. zur externen Kläranlage oder in die Gewässer abgeleitet werden. Stoffmenge in den Abwässern des Standorts, die in das Das Neutralisierungsverfahren ist extrem wirksam. Die externe Kanalisationssystem einfließen Überwachung des pH ermöglicht konstante Kontrolle der kompletten Neutralisierung und Entfernung der Substanz. Reduktion der Emissionen in die Umgebungsluft Mittels Scrubber aufbereitet. In die Luft freigesetzte Stoffmenge 274 kg/Tag Abfallbehandlung am Standort Das Neutralisierungsverfahren der Abwässer ist extrem wirksam. Die Überwachung des pH ermöglicht konstante Kontrolle der kompletten Neutralisierung und Entfernung der Substanz. Ablaufdurchsatz der Abflüsse (aus den Kläranlagen) 2000 m3/Tag Rückgewinnung der Schlämme zur Verwendung in der Nein Landwirtschaft Alle Schlämme werden gesammelt und zur Verbrennung oder Deponie befördert. Mengen der Substanz in Abfällen und Maßnahmen zur Risikoeindämmung bezüglich Abfällen Menge der Substanz in den Abwässern der in diesem 0 kg/Tag (Wert auf Grundlage spezifischer Szenario beschriebenen Verwendungen Abwasserbehandlungsverfahren) Menge der Substanz in den Abfällen, die von den n.a. Produkten stammen Abfallart (betreffende Codenummern) Geeignete Codes aus dem Europäischen Abfallverzeichnis Art der externen Behandlung für Recycling oder Keine Rückgewinnung der Substanz Art der externen Behandlung zur Endentsorgung des Verbrennung oder Deponie Abfalls Fraktion der Substanz, die während der n.a. Abfallhandhabung in die Luft freigesetzt wird Fraktion der Substanz, die während der n.a. Abfallhandhabung in die Abwässer freigesetzt wird Fraktion der Substanz, die als Nebenabfall entsorgt wird n.a. Abschnitt 3 Expositionsbewertung 3.1 Gesundheit Beurteilung Stufe 1 (Tier 1): Die Beurteilung der inhalativen Exposition wurde unter Einsatz des Modells ECETOC TRA vorgenommen Input-Parameter für das Modell Parameter Molekulargewicht 98,08 g/ mol Dampfdruck 6 Pa Ist der Stoff fest? Nein: flüssig Staubigkeit n.a. Tätigkeitsdauer > 4 Stunden Belüftung Innenräume ohne lokale Abzugsbelüftung (LEV) Die Expositionsbewertung anhand des Modells ECETOC hat sich nicht als zufriedenstellend erwiesen und wurde als irrelevant für den Zweck der Risikocharakterisierung beurteilt. Beurteilung Stufe 2 (Tier 2): Die Beurteilung der inhalativen Exposition wurde unter Einsatz des Modells ART vorgenommen Input-Parameter für das Modell ART PROC Parameter Expositionsdauer Alle 480 Minuten Produktart Alle Flüssig (mittlere Viskosität – wie Öl) Prozesstemperatur 1, 2, 3, 4 Hohe Temperaturen (50-150°C) 8a, 8b, 9, 13 Umgebungstemperatur (15-25°C) Dampfdruck Alle 6 Pa (der Stoff gilt als kaum flüchtig; es wurde die Exposition gegenüber Nebeln beurteilt) Gewicht Flüssigfraktion Alle 0,98 Lokalisierung der primären 1, 2 Die primäre Emissionsquelle befindet sich Emissionsquelle nicht im Atmungsbereich der Arbeitskräfte (die Arbeitskräfte sind im Kontrollraum tätig) 3, 4, 8a, 8b, 9, 13 Die primäre Emissionsquelle befindet sich im Atmungsbereich der Arbeitskräfte (binnen 1 m) Tätigkeitsklasse 1,2,3,4,8a,8b,9 Umfüllen des Flüssigprodukts 13 Tätigkeiten mit offenen Flüssigkeitsoberflächen oder Tanks Eindämmung 1, 2, 3, 9 Handhabung mit reduziertem Kontakt zwischen Produkt und Umgebungsluft 4 Offener Prozess, Unterspiegelabfüllung 8a, 8b, 13 n.a. Lokale Kontrollsysteme 1, 2, 3, 8b System zur Dampfrückgewinnung; lokale Abzugsbelüftung (LEV) 2, 4, 9 System zur Dampfrückgewinnung 8a, 13 Keine Trennung 1, 2 Komplette Trennung der Arbeitskräfte, die vom Kontrollraum aus tätig sind Quelle flüchtiger Emissionen 1, 3, 8b, 9 Vollkommen geschlossener Prozess – nicht offen für Probenahmetätigkeit 2, 4, 8a, 13 Nicht komplett geschlossen – wirksame bewährte Methoden werden angewendet Dispersion 1, 2, 8a, 8b Im Außenbereich, nicht in Gebäudenähe 3, 4 Im Außenbereich, in Gebäudenähe 9, 13 Im Innenbereich, jegliche Raumgröße, gute natürliche Belüftung Die geschätzten, akut und chronisch einwirkenden, inhalativen Expositionen liegen bei allen Prozesskategorien unter den jeweiligen DNEL. 3.2 Umwelt Beurteilung Stufe 1 (Tier 1): Diese wurde unter Verwendung des EUSES-Modells und Eingabe der Standard- Inputdaten und ERC vorgenommen. Bei der Beurteilung auf erster Stufe (Tier 1) ergab sich eine Exposition, die als nicht realistisch eingeschätzt wurde. Beurteilung Stufe 2 (Tier 2): Diese erfolgte anhand EUSES-Modell und Eingabe von Input-Daten, die genauer der Beschreibung der Verwendungen von Schwefelsäure entsprachen. Input-Parameter für EUSES-Modell. Input-Parameter Wert Maßeinheit ERC-Standard (wo anwendbar) Molekulargewicht 98,08 g/mol Dampfdruck bei 20°C 0,1 hPa Wasserlöslichkeit mischbar mg/ml n-Octanol/Wasser-Verteilungskoeffizient -1 LogKow Verteilungskoeffizient KOC 1 Biologische Abbaubarkeit nicht biologisch abbaubar Phase des Lebenszyklus Einsatz in der Industrie Umweltfreisetzungsklasse ERC 6B Fraktion der regionalen Tonnenmenge (Tier 1) 1 STP Ja Emissionsereignisse pro Jahr 365 Tage 300 (auf Grund- lage von Ton- nenmenge und Verwendung Freisetzung in Luft (Standardwert) 0,1 % 0,1 Freisetzung in Wasser (Standardwert) 5 % 5 Verdünnungsfaktor angewandt für Ableitung 10 (20.000 von PEC m3/Tag) Tonnenmenge 100.000 t/Jahr Maßnahmen zur Risikoeindämmung und Messwerte, die für die zweite Beurteilungsstufe verwendet wurden (Tier 2). Beschreibung der Details Bei Eingabe in EUSES berücksichtigte Maßnahmen Auswirkungen Keine Freisetzung in 0 mg/l Reduktion der Konzentration in den STP- Vollständige Abwässer Abflüssen auf 0 mg/l angesichts der hohen Neutralisierung auf Effizienz des Neutralisierungsprozesses ca. pH 7 Emissionstage 365 Emissions- Erhöhung der Emissionstage um 20% kontinuierliche tage pro Jahr Verwendung Entfernung der Schlämme Schlämme wer- Konzentration im Boden durch Schlämme Keine den entfernt und auf 0 eingestellt Kontamination von an Verbrennung Ackerböden und oder Deponie Wiesen übersandt Die für alle Umweltbereiche geschätzten Emissionen liegen unterhalb der jeweiligen PNEC. Abschnitt 4 Anleitung zur Konformitätsprüfung anhand des Expositionsszenarios 4.1 Gesundheit Es ist abzusehen, dass die Expositionen die DNEL für lokale Wirkungen bei akut und chronisch einwirkender, inhalativer Aufnahme nicht übersteigen, wenn die in Abschnitt 3 erläuterten Maßnahmen bei Risikomanagement/ Betriebsbedingungen zur Anwendung kommen. Dort wo bei Risikomanagement/Betriebsbedingen andere Maßnahmen angewandt werden, haben die Verwender zu garantieren, dass die Risiken zumindest auf gleichwertigem Level gehandhabt werden. 4.2 Umwelt Es ist abzusehen, dass die Expositionen die PNEC nicht übersteigen, wenn die in Abschnitt 3 erläuterten Maßnahmen bei Risikomanagement/Betriebsbedingungen zur Anwendung kommen. Dort wo bei Risikomanagement/Betriebsbedingen andere Maßnahmen angewandt werden, haben die Verwender zu garantieren, dass die Risiken zumindest auf gleichwertigem Level gehandhabt werden. 4 Verwendung von Schwefelsäure zur Extraktion und Verarbeitung von Mineralien und Metallerzen. Abschnitt 1: Titel des Expositionsszenarios Kurztitel: Verwendung von Schwefelsäure zur Extraktion und Verarbeitung von Mineralien und Metallerzen. Systematischer Titel auf Grundlage der Verwendungsdeskriptoren Endverwendungssektoren (SU) 2a, 3, 14 Chemikalienkategorien (PC) 20, 40 Verfahrenskategorien (PROC) 2, 3, 4 Umweltfreisetzungskategorien (ERC) 04, 6b Prozesse, Aufgaben, absolvierte Tätigkeiten Zu diesem Verwendungsspektrum gehören Auslaugen, Auflösung und Anreicherung von Erzen, einschließlich derjenigen die Zink, Kupfer, Nickel und Uran enthalten. Die Entfernung der Metalle aus Sanden und Lehm und die Auslaugung des Limonits von Titan gehören ebenfalls dazu. Schwefelsäure wird für das Auslaugen und die Extraktion von Metallen aus ihrem Substrat verwendet. Die Schwefelsäure kann umgewälzt und wiederverwendet werden. Beurteilungsmethode Siehe Abschnitt 3 Abschnitt 2 Betriebsbedingungen und Maßnahmen für das Risikomanagement Abschnitt 2.1 Expositionskontrolle der Arbeitskräfte Produktmerkmale Physikalischer Zustand Flüssig Dampfdruck (Pa) 6 Molekulargewicht 98,08 Konzentration des Stoffs in der 98% (normalerweise wird anfangs konzentrierte Säure verwendet, die bei Chemikalie bestimmten Anwendungen und Formulierungen der Extraktionslösung stark verdünnt werden kann) Betriebsbedingungen Täglich pro Arbeitskraft Die Exposition der Arbeitskräfte kann dank des Rückgriffs auf spezifische (Arbeitsplatz) verwendete Menge Systeme als vernachlässigbar erachtet werden. Verwendungshäufigkeit 220 Tage/Jahr Verwendungsdauer 8 Stunden/Tag Andere Angaben zu Dauer, Es kann sporadisch zu Kontakten kommen – Die Aufgabe nimmt nur selten Häufigkeit und Verwendungsmenge den gesamten 8-stündigen Arbeitstag in Anspruch Atemvolumen unter den 10 m3/Tag (Standardwert für 8 Arbeitsstunden pro Tag) Betriebsbedingungen Fläche des Hautkontakts mit dem 480 cm2 (Standardwert ECETOC). Stoff bei den Gebrauchsbedingungen Es wird darauf verwiesen, dass angesichts der Korrosivität von Schwefelsäure die dermale Exposition als irrelevant zur Risikocharakterisierung gilt, da der Kontakt auf jeden Fall vermieden werden muss. Umgebungsluftvolumen und n.a. (irrelevant, da in kontrollierten Umgebungen ohne direkten Kontakt mit Belüftungsgeschwindigkeit den Geräten, in denen der Stoff verwendet wird, gearbeitet wird) Spezifische Maßnahmen für das Risikomanagement Eindämmungsmaßnahmen und Für das Handling von Schwefelsäure ist der Einsatz spezifischer Ausrüstung bewährte Methoden sind und hoch integrierter Systeme erforderlich, bei denen die Expositionspoten- erforderlich tiale äußerst gering bzw. inexistent sind. Die Anlagen für Erzeugung und Lokale Absaugung nicht gefordert Verwendung von Schwefelsäure befinden sich zumeist im Freien. Das aus den Behältern entnommene Gas wird aufgefangen und über Schlauchleitungen zur Bearbeitung befördert (z.B. Waschen und/oder Filterung). Im Allgemeinen erfolgt in Europa die Haldenlaugung nicht im Freien. Persönliche Schutzausrüstung (PSA) Für das Handling von Schwefelsäure ist der Einsatz spezifischer Ausrüstung und kontrollierter Systeme erforderlich, bei denen die Expositionspotentiale äußerst gering bzw. inexistent sind. Die Anlagen für Erzeugung und Verwendung von Schwefelsäure befinden sich zumeist im Freien. Die für Probenahme und Umfüllen der Materialien in Tankfahrzeuge zuständigen Arbeitskräfte sind für die angewandten Verfahren geschult, und der Einsatz von Schutzvorrichtungen (Tragen von Helm, Handschuhen und Säureschutzstiefeln, PSA für Gesicht und Augen sowie Schutzanzug) dient zur Minimierung von Exposition und Worst-Case-Risiken. Sonstige Maßnahmen für das Eine Notdusche ist für den Fall versehentlicher Freisetzung des Produkts in Risikomanagement der Arbeitskräfte der Nähe des Auf-/Abladebereichs erforderlich. Abschnitt 2.2 Kontrolle der Umweltexposition Produktmerkmale Molekulargewicht 98,08 Dampfdruck bei 20°C (hPa) 0,1 Wasserlöslichkeit Mischbar n-Octanol/Wasser- -1 (logKow) Verteilungskoeffizient Verteilungskoeffizient KOC 1 Biologische Abbaubarkeit Nicht biologisch abbaubar (anorganische Säuren können nicht als biologisch abbaubar gelten) Verwendete Mengen Jährliche Tonnenmenge am Standort 438 t/Jahr (Extraktionsstandort mit höchster Menge) Häufigkeit und Dauer der Verwendung Kontinuierliche Freisetzung Emissionstage (Tage/Jahr) 365 Andere Betriebsbedingungen, die sich auf die Umweltexposition auswirken Abflussvolumen der Kläranlage 2000 m3/Tag (EUSES-Standardwert für lokale STP) Verfügbarer Durchsatz des empfangenden Gewässers, in 20.000 m3/Tag (ERC-Standardwert für den Durchsatz, der das die Abwässer des Standorts eingeleitet werden eine 10-fache Verdünnung im Empfängergewässer gestattet) Maßnahmen zur Risikoeindämmung für Emissionen von Industriestandorten Vorbehandlung der Abwässer am Standort. Chemische Vorbehandlung oder Kläranlage am Standort. Die Abwässer werden üblicherweise standortintern mit chemischen und/oder biologischen Methoden aufbereitet, bevor sie an die externe Kläranlage oder direkt in die Gewässer weitergeleitet werden. Abfallbehandlung am Standort Alle Schlämme werden gesammelt, zur Rückgewinnung der Metalle verarbeitet und anschließend an Verbrennung oder Deponie weitergeleitet. Mengen der Substanz in Abfällen und Maßnahmen zur Risikoeindämmung bezüglich Abfällen Menge der Substanz in den Abwässern der in diesem 0 kg/Tag (Wert auf Grundlage spezifischer Szenario beschriebenen Verwendungen Abwasserbehandlungsverfahren) Menge der Substanz in den Abfällen, die von den n.a. Produkten stammen Abfallart (betreffende Codenummern) Geeignete Codes aus dem Europäischen Abfallverzeichnis Art der externen Behandlung für Recycling oder Keine Rückgewinnung der Substanz Art der externen Behandlung zur Endentsorgung des Gewinnung der Restmetalle, Verbrennung oder Deponie Abfalls Fraktion der Substanz, die während der n.a. Abfallhandhabung in die Luft freigesetzt wird Fraktion der Substanz, die während der n.a. Abfallhandhabung in die Abwässer freigesetzt wird Fraktion der Substanz, die als Nebenabfall entsorgt wird n.a. Abschnitt 3 Expositionsbewertung 3.1 Gesundheit Beurteilung Stufe 1 (Tier 1): Die Beurteilung der inhalativen Exposition wurde unter Einsatz des Modells ECETOC TRA vorgenommen Input-Parameter für das Modell Parameter Molekulargewicht 98,08 g/ mol Dampfdruck 6 Pa Ist der Stoff fest? Nein: flüssig Staubigkeit n.a. (nur im Falle fester Materialien) Tätigkeitsdauer > 4 Stunden Belüftung Innenräume ohne lokale Abzugsbelüftung (LEV) Die Expositionseinschätzung anhand des Modells ECETOC wurde durch eine zweite Beurteilungsstufe für inhalative Aufnahme (Tier 2) verfeinert, die unter Einsatz des Modells ART erfolgte. Input-Parameter für das Modell ART PROC Parameter Expositionsdauer Alle 480 Minuten Produktart Alle Flüssig (mittlere Viskosität – wie Öl) Prozesstemperatur Alle Hohe Temperaturen (50-150°C) Dampfdruck Alle 6 Pa (der Stoff gilt als kaum flüchtig; es wurde die Exposition gegenüber Nebeln beurteilt) Gewicht Flüssigfraktion Alle 0,98 Lokalisierung der primären 2 Die primäre Emissionsquelle befindet sich Emissionsquelle nicht im Atmungsbereich der Arbeitskräfte (die Arbeitskräfte sind im Kontrollraum tätig) 3, 4 Die primäre Emissionsquelle befindet sich im Atmungsbereich der Arbeitskräfte (binnen 1 m) Tätigkeitsklasse Alle Umfüllen des Flüssigprodukts Eindämmung 2, 3 Handhabung mit reduziertem Kontakt zwischen Produkt und Umgebungsluft 4 Offener Prozess, Unterspiegelabfüllung Lokale Kontrollsysteme 2 System zur Dampfrückgewinnung; lokale Abzugsbelüftung (LEV) 2, 4 System zur Dampfrückgewinnung Trennung 2 Komplette Trennung der Arbeitskräfte, die vom Kontrollraum aus tätig sind Quelle flüchtiger Emissionen 3 Vollkommen geschlossener Prozess – nicht offen für Probenahmetätigkeit 2, 4 Nicht komplett geschlossen – wirksame bewährte Methoden werden angewendet Dispersion 2 Im Außenbereich, nicht in Gebäudenähe 3, 4 Im Außenbereich, in Gebäudenähe Die geschätzten, akut und chronisch einwirkenden, inhalativen Expositionen liegen bei allen Prozesskategorien unter den jeweiligen DNEL. 3.2 Umwelt Beurteilung Stufe 1 (Tier 1): Diese wurde unter Verwendung des EUSES-Modells und Eingabe der Standard- Inputdaten und ERC vorgenommen. Die erste Beurteilungsstufe (Tier 1) wurde durch eine Beurteilung auf 2. Stufe (Tier 2) verfeinert. Beurteilung Stufe 2 (Tier 2): Diese erfolgte anhand EUSES-Modell und Eingabe von realistischeren Input-Daten zur Beschreibung der Verwendungen von Schwefelsäure. Input-Parameter für EUSES-Modell. Input-Parameter Wert Maßeinheit ERC-Standard (wo anwendbar) Molekulargewicht 98,08 g/mol Dampfdruck bei 20°C 0,1 hPa Wasserlöslichkeit mischbar mg/ml n-Octanol/Wasser-Verteilungskoeffizient -1 LogKow Verteilungskoeffizient KOC 1 Biologische Abbaubarkeit nicht biologisch abbaubar Phase des Lebenszyklus Einsatz in der Industrie Umweltfreisetzungsklasse ERC 6B und 4 Fraktion der regionalen Tonnenmenge (Tier 1) 1 STP Ja Emissionsereignisse pro Jahr 330 Tage 20 Freisetzung in Luft (Standardwert) ERC4: 95 % ERC4: 95 ERC 6B: 0,1 Freisetzung in Wasser (Standardwert) ERC4: 100 % ERC4: 100 ERC 6B: 5 Verdünnungsfaktor angewandt für Ableitung 10 (20.000 von PEC m3/Tag) Tonnenmenge 438 t/Jahr Maßnahmen zur Risikoeindämmung und Messwerte, die für die zweite Beurteilungsstufe verwendet wurden (Tier 2). Beschreibung der Details Bei Eingabe in EUSES berücksichtigte Maßnahmen Auswirkungen Keine Freisetzung in 0 mg/l Reduktion der Konzentration in den STP- Vollständige Abwässer Abflüssen auf 0 mg/l angesichts der hohen Neutralisierung auf Effizienz des Neutralisierungsprozesses ca. pH 7 Emissionstage 365 Emissions- Erhöhung der Emissionstage um 20% kontinuierliche tage pro Jahr Verwendung Entfernung der Schlämme Zur Gewinnung Konzentration im Boden durch Schlämme Keine der Restmetalle auf 0 eingestellt Kontamination von aufbereitete Ackerböden und Schlämme, Wiesen anschließend an Verbrennung oder Deponie weitergeleitet Die für alle Umweltbereiche geschätzten Emissionen liegen unterhalb der jeweiligen PNEC. Abschnitt 4 Anleitung zur Konformitätsprüfung anhand des Expositionsszenarios 4.1 Gesundheit Es ist abzusehen, dass die Expositionen die DNEL für lokale Wirkungen bei akut und chronisch einwirkender, inhalativer Aufnahme nicht übersteigen, wenn die in Abschnitt 3 erläuterten Maßnahmen bei Risikomanagement/ Betriebsbedingungen zur Anwendung kommen. Dort wo bei Risikomanagement/Betriebsbedingen andere Maßnahmen angewandt werden, haben die Verwender zu garantieren, dass die Risiken zumindest auf gleichwertigem Level gehandhabt werden. 4.2 Umwelt Es ist abzusehen, dass die Expositionen die PNEC nicht übersteigen, wenn die in Abschnitt 3 erläuterten Maßnahmen bei Risikomanagement/Betriebsbedingungen zur Anwendung kommen. Dort wo bei Risikomanagement/Betriebsbedingen andere Maßnahmen angewandt werden, haben die Verwender zu garantieren, dass die Risiken zumindest auf gleichwertigem Level gehandhabt werden. 5. Verwendung von Schwefelsäure in Verfahren zur Oberflächenbehandlung, bei Reinigung und chemischem Ätzen Abschnitt 1: Titel des Expositionsszenarios Kurztitel: Verwendung von Schwefelsäure in Verfahren zur Oberflächenbehandlung, bei Reinigung und chemischem Ätzen Systematischer Titel auf Grundlage der Verwendungsdeskriptoren Endverwendungssektoren (SU) 2a, 3, 14, 15, 16 Chemikalienkategorien (PC) 14, 15 Verfahrenskategorien (PROC) 1,2, 3, 4, 8a, 8b, 9, 13 Umweltfreisetzungskategorien (ERC) 6b Prozesse, Aufgaben, absolvierte Tätigkeiten Verwendung von Schwefelsäure zur Oberflächenbehandlung, Reinigung und zum chemischen Ätzen. Schwefelsäure wird zur Behandlung der Oberfläche vor der Elektrolyse verwendet, um Verunreinigungen, Flecken, Rost und andere anorganische Verschmutzungen zu entfernen. Die Behandlungsflüssigkeit wird anschließend neutralisiert und erfährt keine Verwendung durch Endverbraucher. Beurteilungsmethode Siehe Abschnitt 3 Abschnitt 2 Betriebsbedingungen und Maßnahmen für das Risikomanagement Abschnitt 2.1 Expositionskontrolle der Arbeitskräfte Produktmerkmale Physikalischer Zustand Flüssig Dampfdruck (Pa) 6 Molekulargewicht 98,08 Konzentration des Stoffs in der 98% (es können leicht verdünnte Lösungen verwendet werden) Chemikalie Betriebsbedingungen Täglich pro Arbeitskraft Die Exposition der Arbeitskräfte sollte sehr niedrig und genau kontrolliert (Arbeitsplatz) verwendete Menge sein. Verwendungshäufigkeit 220 Tage/Jahr Verwendungsdauer 8 Stunden/Tag Andere Angaben zu Dauer, Es kann zu sporadischen Kontakten kommen Häufigkeit und Verwendungsmenge Atemvolumen unter den 10 m3/Tag (Standardwert für 8 Arbeitsstunden pro Tag) Betriebsbedingungen Fläche des Hautkontakts mit dem 480 cm2 (Standardwert ECETOC). Stoff bei den Gebrauchsbedingungen Es wird darauf verwiesen, dass angesichts der Korrosivität von Schwefelsäure die dermale Exposition als irrelevant zur Risikocharakterisierung gilt, da der Kontakt auf jeden Fall vermieden werden muss. Umgebungsluftvolumen und n.a. (irrelevant, da in kontrollierten Umgebungen ohne direkten Kontakt mit Belüftungsgeschwindigkeit den Geräten, in denen der Stoff verwendet wird, gearbeitet wird) Spezifische Maßnahmen für das Risikomanagement Eindämmungsmaßnahmen und Für das Handling von Schwefelsäure ist der Einsatz spezifischer Ausrüstung bewährte Methoden sind und kontrollierter Systeme erforderlich, bei denen die Expositionspotentiale erforderlich äußerst gering bzw. inexistent sind. Die Anlagen für Erzeugung und Lokale Absaugung nicht gefordert Verwendung von Schwefelsäure befinden sich zumeist im Freien. Das aus den Behältern entnommene Gas wird aufgefangen und über Schlauchleitungen zur Bearbeitung befördert (z.B. Waschen und/oder Filterung) Persönliche Schutzausrüstung (PSA) Für das Handling von Schwefelsäure ist der Einsatz spezifischer Ausrüstung und kontrollierter Systeme erforderlich, bei denen die Expositionspotentiale äußerst gering bzw. inexistent sind. Die Anlagen für Erzeugung und Verwendung von Schwefelsäure befinden sich zumeist im Freien. Das aus den Behältern entnommene Gas wird aufgefangen und über Schlauchleitungen zur Bearbeitung befördert (z.B. Waschen und/oder Filterung). Die für Probenahme und Umfüllen der Materialien in Tankfahrzeuge zuständigen Arbeitskräfte sind für die angewandten Verfahren geschult, und der Einsatz von Schutzvorrichtungen (Tragen von Helm, Handschuhen und Säureschutzstiefeln, PSA für Gesicht und Augen sowie Schutzanzug) dient zur Minimierung von Exposition und Worst-Case-Risiken. Sonstige Maßnahmen für das Eine Notdusche ist für den Fall versehentlicher Freisetzung des Produkts in Risikomanagement der Arbeitskräfte der Nähe des Auf-/Abladebereichs erforderlich. Abschnitt 2.2 Kontrolle der Umweltexposition Produktmerkmale Molekulargewicht 98,08 Dampfdruck bei 20°C (hPa) 0,1 Wasserlöslichkeit Mischbar n-Octanol/Wasser- -1 (logKow) Verteilungskoeffizient Verteilungskoeffizient KOC 1 Biologische Abbaubarkeit Nicht biologisch abbaubar (anorganische Säuren können nicht als biologisch abbaubar gelten) Verwendete Mengen Jährliche Tonnenmenge am Standort 10.000 t/Jahr (Standort mit höchster Menge) Häufigkeit und Dauer der Verwendung Kontinuierliche Freisetzung Emissionstage (Tage/Jahr) 365 Andere Betriebsbedingungen, die sich auf die Umweltexposition auswirken Abflussvolumen der Kläranlage 2000 m3/Tag (EUSES-Standardwert für lokale STP) Verfügbarer Durchsatz des empfangenden Gewässers, in 20.000 m3/Tag (ERC-Standardwert für den Durchsatz, der das die Abwässer des Standorts eingeleitet werden eine 10-fache Verdünnung im Empfängergewässer gestattet) Maßnahmen zur Risikoeindämmung für Emissionen von Industriestandorten Vorbehandlung der Abwässer am Standort. Die Abwässer werden üblicherweise standortintern mit chemischen und/oder biologischen Methoden aufbereitet, bevor sie an die externe Kläranlage oder direkt in die Umwelt weitergeleitet werden. Rückgewinnung der Schlämme zur Verwendung in der Nein Landwirtschaft Weiterleiten an Verbrennung oder Deponie Mengen der Substanz in Abfällen und Maßnahmen zur Risikoeindämmung bezüglich Abfällen Menge der Substanz in den Abwässern der in diesem 0 kg/Tag (Wert auf Grundlage spezifischer Szenario beschriebenen Verwendungen Abwasserbehandlungsverfahren) Menge der Substanz in den Abfällen, die von den n.a. Produkten stammen Abfallart (betreffende Codenummern) Geeignete Codes aus dem Europäischen Abfallverzeichnis Art der externen Behandlung für Recycling oder Keine Rückgewinnung der Substanz Art der externen Behandlung zur Endentsorgung des Verbrennung oder Deponie Abfalls Fraktion der Substanz, die während der n.a. Abfallhandhabung in die Luft freigesetzt wird Fraktion der Substanz, die während der n.a. Abfallhandhabung in die Abwässer freigesetzt wird Fraktion der Substanz, die als Nebenabfall entsorgt wird n.a. Abschnitt 3 Expositionsbewertung 3.1 Gesundheit Beurteilung Stufe 1 (Tier 1): Die Beurteilung der inhalativen Exposition wurde unter Einsatz des Modells ECETOC TRA vorgenommen Input-Parameter für das Modell Parameter Molekulargewicht 98,08 g/ mol Dampfdruck 6 Pa Ist der Stoff fest? Nein: flüssig Staubigkeit n.a. Tätigkeitsdauer > 4 Stunden Belüftung Innenräume ohne lokale Abzugsbelüftung (LEV) Die Expositionseinschätzung anhand des Modells ECETOC wurde durch eine zweite Beurteilungsstufe für inhalative Aufnahme (Tier 2) verfeinert, die unter Einsatz des Modells ART erfolgte. Input-Parameter für das Modell ART PROC Parameter Expositionsdauer Alle 480 Minuten Produktart Alle Flüssig (mittlere Viskosität – wie Öl) Prozesstemperatur 1, 2, 3, 4 Hohe Temperaturen (50-150°C) 8a, 8b, 9, 13 Umgebungstemperatur (15-25°C) Dampfdruck Alle 6 Pa (der Stoff gilt als kaum flüchtig; es wurde die Exposition gegenüber Nebeln beurteilt) Gewicht Flüssigfraktion Alle 0,98 Lokalisierung der primären 1, 2 Die primäre Emissionsquelle befindet sich nicht Emissionsquelle im Atmungsbereich der Arbeitskräfte (die Arbeitskräfte sind im Kontrollraum tätig) 3, 4, 8a, 8b, 9, 13 Die primäre Emissionsquelle befindet sich im Atmungsbereich der Arbeitskräfte (binnen 1 m) Tätigkeitsklasse 1,2,3,4,8a,8b,9 Umfüllen des Flüssigprodukts 13 Tätigkeiten mit offenen Flüssigkeitsoberflächen oder Tanks Eindämmung 1, 2, 3, 9 Handhabung mit reduziertem Kontakt zwischen Produkt und Umgebungsluft 4 Offener Prozess, Unterspiegelabfüllung 8a, 8b, 13 n.a. Lokale Kontrollsysteme 1, 2, 3, 8b System zur Dampfrückgewinnung; lokale Abzugsbelüftung (LEV) 2, 4, 9 System zur Dampfrückgewinnung 8a, 13 Keine Trennung 1, 2 Komplette Trennung der Arbeitskräfte, die vom Kontrollraum aus tätig sind Quelle flüchtiger Emissionen 1, 3, 8b, 9 Vollkommen geschlossener Prozess – nicht offen für Probenahmetätigkeit 2, 4, 8a, 13 Nicht komplett geschlossen – wirksame bewährte Methoden werden angewendet Dispersion 1, 2, 8a, 8b Im Außenbereich, nicht in Gebäudenähe 3, 4 Im Außenbereich, in Gebäudenähe 9, 13 Im Innenbereich, jegliche Raumgröße, gute natürliche Belüftung Die geschätzten, akut und chronisch einwirkenden, inhalativen Expositionen liegen bei allen Prozesskategorien unter den jeweiligen DNEL. 3.2 Umwelt Beurteilung Stufe 1 (Tier 1): Diese wurde unter Verwendung des EUSES-Modells und Eingabe der Standard- Inputdaten und ERC vorgenommen. Bei der ersten Beurteilungsstufe (Tier 1) ergab sich eine Exposition, die als nicht realistisch eingeschätzt wurde. Beurteilung Stufe 2 (Tier 2): Diese erfolgte anhand EUSES-Modell und Eingabe von Input-Daten, die genauer der Beschreibung der Verwendungen von Schwefelsäure entsprachen. Input-Parameter für EUSES-Modell. Input-Parameter Wert Maßeinheit ERC-Standard (wo anwendbar) Molekulargewicht 98,08 g/mol Dampfdruck bei 20°C 0,1 hPa Wasserlöslichkeit mischbar mg/ml n-Octanol/Wasser-Verteilungskoeffizient -1 LogKow Verteilungskoeffizient KOC 1 Biologische Abbaubarkeit nicht biologisch abbaubar Phase des Lebenszyklus Einsatz in der Industrie Umweltfreisetzungsklasse ERC 6B Fraktion der regionalen Tonnenmenge (Tier 1) 1 STP Ja Emissionsereignisse pro Jahr 365 Tage 20 Freisetzung in Luft (Standardwert) 0,1 % 0,1 Freisetzung in Wasser (Standardwert) 5 % 5 Verdünnungsfaktor angewandt für Ableitung 10 (20.000 von PEC m3/Tag) Tonnenmenge 10.000 t/Jahr Maßnahmen zur Risikoeindämmung und Messwerte, die zur 2. Beurteilungsstufe verwendet wurden (Tier 2). Beschreibung der Details Bei Eingabe in EUSES berücksichtigte Maßnahmen Auswirkungen Keine Freisetzung in 0 mg/l Reduktion der Konzentration in den STP- Vollständige Abwässer Abflüssen auf 0 mg/l angesichts der hohen Neutralisierung auf Effizienz des Neutralisierungsprozesses ca. pH 7 Emissionstage 365 Emissions- Erhöhung der Emissionstage um 20% kontinuierliche tage pro Jahr Verwendung Entfernung der Schlämme Schlämme wer- Konzentration im Boden durch Schlämme Keine den entfernt und auf 0 eingestellt Kontamination von an Verbrennung Ackerböden und oder Deponie Wiesen übersandt Die für alle Umweltbereiche geschätzten Emissionen liegen unterhalb der jeweiligen PNEC. Abschnitt 4 Anleitung zur Konformitätsprüfung anhand des Expositionsszenarios 4.1 Gesundheit Es ist abzusehen, dass die Expositionen die DNEL für lokale Wirkungen bei akut und chronisch einwirkender, inhalativer Aufnahme nicht übersteigen, wenn die in Abschnitt 3 erläuterten Maßnahmen bei Risikomanagement/ Betriebsbedingungen zur Anwendung kommen. Dort wo bei Risikomanagement/Betriebsbedingen andere Maßnahmen angewandt werden, haben die Verwender zu garantieren, dass die Risiken zumindest auf gleichwertigem Level gehandhabt werden. 4.2 Umwelt Es ist abzusehen, dass die Expositionen die PNEC nicht übersteigen, wenn die in Abschnitt 3 erläuterten Maßnahmen bei Risikomanagement/Betriebsbedingungen zur Anwendung kommen. Dort wo bei Risikomanagement/Betriebsbedingen andere Maßnahmen angewandt werden, haben die Verwender zu garantieren, dass die Risiken zumindest auf gleichwertigem Level gehandhabt werden. 6 Verwendung von Schwefelsäure in Elektrolyseverfahren Abschnitt 1: Titel des Expositionsszenarios Kurztitel: Verwendung von Schwefelsäure in Elektrolyseverfahren Systematischer Titel auf Grundlage der Verwendungsdeskriptoren Endverwendungssektoren (SU) 3, 14, 15, 17 Chemikalienkategorien (PC) 14, 20 Verfahrenskategorien (PROC) 1, 2, 8b, 9, 13 Umweltfreisetzungskategorien (ERC) 05, 6b Prozesse, Aufgaben, absolvierte Tätigkeiten Die Verwendung umfasst die Raffination von Metallen, die Elektroplattierung von Zink und die Galvanotechnik von Eisen und Stahl. Die elektrolytischen Verfahren laufen in einer eigens konstruierten Anlage ab, die ein Schwefelsäure-Lösungsbad enthält. Zwei Elektroden an den beiden Seiten des Bads führen einen elektrischen Strom durch den Elektrolyt, um die Elektrolyse zu erzeugen. Beurteilungsmethode Siehe Abschnitt 3 Abschnitt 2 Betriebsbedingungen und Maßnahmen für das Risikomanagement Abschnitt 2.1 Expositionskontrolle der Arbeitskräfte Produktmerkmale Physikalischer Zustand Flüssig Dampfdruck (Pa) 6 Molekulargewicht 98,08 Konzentration des Stoffs in der 95-98% (aus diesen Konzentrationen wird die verdünnte Elektrolyselösung Chemikalie hergestellt). Betriebsbedingungen Täglich pro Arbeitskraft Die Exposition der Arbeitskräfte kann dank des Rückgriffs auf spezifische (Arbeitsplatz) verwendete Menge Systeme als vernachlässigbar erachtet werden. Verwendungshäufigkeit 220 Tage/Jahr Verwendungsdauer 8 Stunden/Tag Andere Angaben zu Dauer, Es kann zu sporadischen Kontakten kommen Häufigkeit und Verwendungsmenge Atemvolumen unter den 10 m3/Tag (Standardwert für 8 Arbeitsstunden pro Tag) Betriebsbedingungen Fläche des Hautkontakts mit dem 480 cm2 (Standardwert ECETOC). Stoff bei den Gebrauchsbedingungen Es wird darauf verwiesen, dass angesichts der Korrosivität von Schwefelsäure die dermale Exposition als irrelevant zur Risikocharakterisierung gilt, da der Kontakt auf jeden Fall vermieden werden muss. Umgebungsluftvolumen und n.a. (irrelevant, da in kontrollierten Umgebungen ohne direkten Kontakt mit Belüftungsgeschwindigkeit den Geräten, in denen der Stoff verwendet wird, gearbeitet wird) Spezifische Maßnahmen für das Risikomanagement Eindämmungsmaßnahmen und Für das Handling von Schwefelsäure ist der Einsatz spezifischer Ausrüstung bewährte Methoden sind und hoch integrierter Systeme erforderlich, bei denen die erforderlich Expositionspotentiale äußerst gering bzw. inexistent sind. Die Anlagen für Lokale Absaugung nicht gefordert Erzeugung und Verwendung von Schwefelsäure befinden sich zumeist im Freien. Die Elektrolyse erfolgt normalerweise im Freien. Das aus den Behältern entnommene Gas wird aufgefangen und über Schlauchleitungen zur Bearbeitung befördert (z.B. Waschen und/oder Filterung). Persönliche Schutzausrüstung (PSA) Für das Handling von Schwefelsäure ist der Einsatz spezifischer Ausrüstung und kontrollierter Systeme erforderlich, bei denen die Expositionspotentiale äußerst gering bzw. inexistent sind. Die Anlagen für Erzeugung und Verwendung von Schwefelsäure befinden sich zumeist im Freien. Die Elektrolyse erfolgt normalerweise im Freien. Das aus den Behältern entnommene Gas wird aufgefangen und über Schlauchleitungen zur Bearbeitung befördert (z.B. Waschen und/oder Filterung). Die für Probenahme und Umfüllen der Materialien in Tankfahrzeuge zuständigen Arbeitskräfte sind für die angewandten Verfahren geschult, und der Einsatz von Schutzvorrichtungen (Tragen von Helm, Handschuhen und Säureschutzstiefeln, PSA für Gesicht und Augen sowie Schutzanzug) dient zur Minimierung von Exposition und Worst-Case-Risiken. Für PROC 13 ist eine Atemschutzmaske mit Wirksamkeit von mindestens 95% zu tragen. Sonstige Maßnahmen für das Es sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich. Risikomanagement der Arbeitskräfte Abschnitt 2.2 Kontrolle der Umweltexposition Produktmerkmale Molekulargewicht 98,08 Dampfdruck bei 20°C (hPa) 0,1 Wasserlöslichkeit Mischbar n-Octanol/Wasser- -1 (logKow) Verteilungskoeffizient Verteilungskoeffizient KOC 1 Biologische Abbaubarkeit Nicht biologisch abbaubar (anorganische Säuren können nicht als biologisch abbaubar gelten) Verwendete Mengen Jährliche Tonnenmenge am Standort 2.306 t/Jahr (Extraktionsstandort mit höchster Menge) Regionale Tonnenmenge (t/Jahr) n.v. Häufigkeit und Dauer der Verwendung Kontinuierliche Freisetzung Emissionstage (Tage/Jahr) 365 Andere Betriebsbedingungen, die sich auf die Umweltexposition auswirken Abflussvolumen der Kläranlage 2000 m3/Tag (EUSES-Standardwert für lokale STP) Verfügbarer Durchsatz des empfangenden Gewässers, in 20.000 m3/Tag (ERC-Standardwert für den Durchsatz, der das die Abwässer des Standorts eingeleitet werden eine 10-fache Verdünnung im Empfängergewässer gestattet) Maßnahmen zur Risikoeindämmung für Emissionen von Industriestandorten Vorbehandlung der Abwässer am Standort. Chemische Vorbehandlung oder Kläranlage am Standort. Die Abwässer werden üblicherweise standortintern mit chemischen und/oder biologischen Methoden aufbereitet, bevor sie an die externe Kläranlage oder direkt in die Gewässer weitergeleitet werden. Rückgewinnung der Schlämme zur Verwendung in der Nein Landwirtschaft Rückgewinnung der Metalle, anschließend Übergabe an Verbrennung oder Deponie. Mengen der Substanz in Abfällen und Maßnahmen zur Risikoeindämmung bezüglich Abfällen Menge der Substanz in den Abwässern der in diesem 0 kg/Tag (Wert auf Grundlage spezifischer Szenario beschriebenen Verwendungen Abwasserbehandlungsverfahren) Menge der Substanz in den Abfällen, die von den n.a. Produkten stammen Abfallart (betreffende Codenummern) Geeignete Codes aus dem Europäischen Abfallverzeichnis Art der externen Behandlung für Recycling oder Rückgewinnung der Metalle, anschließend Übergabe an Rückgewinnung der Substanz Verbrennung oder Deponie Art der externen Behandlung zur Endentsorgung des Gewinnung der Restmetalle, Verbrennung oder Deponie Abfalls Fraktion der Substanz, die während der n.a. Abfallhandhabung in die Luft freigesetzt wird Fraktion der Substanz, die während der n.a. Abfallhandhabung in die Abwässer freigesetzt wird Fraktion der Substanz, die als Nebenabfall entsorgt wird n.a. Abschnitt 3 Expositionsbewertung 3.1 Gesundheit Beurteilung Stufe 1 (Tier 1): Die Beurteilung der inhalativen Exposition wurde unter Einsatz des Modells ECETOC TRA vorgenommen Input-Parameter für das Modell Parameter Molekulargewicht 98,08 g/ mol Dampfdruck 6 Pa Ist der Stoff fest? Nein: flüssig Staubigkeit n.a. (nur im Falle fester Materialien) Tätigkeitsdauer > 4 Stunden Belüftung Innenräume ohne lokale Abzugsbelüftung (LEV) Die Expositionsbewertung anhand des Modells ECETOC hat sich nicht als zufriedenstellend erwiesen und wurde als irrelevant für den Zweck der Risikocharakterisierung beurteilt. Beurteilung Stufe 2 (Tier 2): Die Beurteilung der inhalativen Exposition wurde unter Einsatz des Modells ART vorgenommen Input-Parameter für das Modell ART PROC Parameter Expositionsdauer Alle 480 Minuten Produktart Alle Flüssig (mittlere Viskosität – wie Öl) Prozesstemperatur 1,2 Heißverfahren (50-150°C) 8b, 9, 13 Umgebungstemperatur (15-25 °C) Dampfdruck Alle 6 Pa (der Stoff gilt als kaum flüchtig; es wurde die Exposition gegenüber Nebeln beurteilt) Gewicht Flüssigfraktion Alle 0,98 Lokalisierung der primären 1,2 Die primäre Emissionsquelle befindet sich Emissionsquelle nicht im Atmungsbereich der Arbeitskräfte (die Arbeitskräfte sind im Kontrollraum tätig) 8b, 9, 13 Die primäre Emissionsquelle befindet sich im Atmungsbereich der Arbeitskräfte (binnen 1 m) Tätigkeitsklasse 1, 2, 8b, 9 Umfüllen des Flüssigprodukts 13 Tätigkeiten mit offenen Flüssigkeitsoberflächen oder Tanks Eindämmung 1, 2, 9 Handhabung mit reduziertem Kontakt zwischen Produkt und Umgebungsluft 8b, 13 n.a. Lokale Kontrollsysteme 1, 8b System zur Dampfrückgewinnung; lokale Abzugsbelüftung (LEV) 2, 9 System zur Dampfrückgewinnung 13 Örtliche Absaugung Trennung 1, 2 Komplette Trennung der Arbeitskräfte, die vom Kontrollraum aus tätig sind Quelle flüchtiger Emissionen 1, 8b, 9 Vollkommen geschlossener Prozess – nicht offen für Probenahmetätigkeit 2, 13 Nicht komplett geschlossen – wirksame bewährte Methoden werden angewendet Dispersion 1, 2, 8a, 8b Im Außenbereich, nicht in Gebäudenähe 39, 13 Im Innenbereich bei jeder Art von Raumgröße, lediglich gute natürliche Belüftung (LEV wird bei Bedarf verwendet) Die geschätzten, akut und chronisch einwirkenden, inhalativen Expositionen liegen für alle Verfahrenskategorien unter den jeweiligen DNEL, ausgenommen PROC 13, bei der eine Atemwegschutzmaske mit Wirksamkeit von mindestens 95% zu tragen ist. 3.2 Umwelt Beurteilung Stufe 1 (Tier 1): Diese wurde unter Verwendung des EUSES-Modells und Eingabe der Standard- Inputdaten und ERC vorgenommen. Die Beurteilung auf Stufe 1 (Tier 1) wurde durch eine zweite Beurteilungsstufe (Tier 2) verfeinert. Beurteilung Stufe 2 (Tier 2): Diese erfolgte anhand EUSES-Modell und Eingabe von realistischeren Input-Daten zur Beschreibung der Verwendungen von Schwefelsäure. Input-Parameter für EUSES-Modell. Input-Parameter Wert Maßeinheit ERC-Standard (wo anwendbar) Molekulargewicht 98,08 g/mol Dampfdruck bei 20°C 0,1 hPa Wasserlöslichkeit mischbar mg/ml n-Octanol/Wasser-Verteilungskoeffizient -1 LogKow Verteilungskoeffizient KOC 1 Biologische Abbaubarkeit nicht biologisch abbaubar Phase des Lebenszyklus Einsatz in der Industrie Umweltfreisetzungsklasse ERC 6B und 5 Fraktion der regionalen Tonnenmenge (Tier 1) 1 STP Ja Emissionsereignisse pro Jahr 365 Tage 100 Freisetzung in Luft (Standardwert) ERC 6b: 0,1 % ERC 6b: 0,1 ERC 5: 50 Freisetzung in Wasser (Standardwert) ERC 6b: 5 % ERC 6b: 5 ERC 5: 50 Verdünnungsfaktor angewandt für Ableitung 10 (20.000 von PEC m3/Tag) Tonnenmenge 2.306 t/Jahr Maßnahmen zur Risikoeindämmung und Messwerte, die für die 2. Beurteilungsstufe verwendet wurden (Tier 2). Beschreibung der Details Bei Eingabe in EUSES berücksichtigte Maßnahmen Auswirkungen Keine Freisetzung in 0 mg/l Reduktion der Konzentration in den STP- Vollständige Abwässer Abflüssen auf 0 mg/l angesichts der hohen Neutralisierung auf Effizienz des Neutralisierungsprozesses ca. pH 7 Emissionstage 365 Emissions- Erhöhung der Emissionstage um 20% kontinuierliche tage pro Jahr Verwendung Entfernung der Schlämme Zur Gewinnung Konzentration im Boden durch Schlämme Keine der Restmetalle auf 0 eingestellt Kontamination von aufbereitete Ackerböden und Schlämme, Wiesen anschließend an Verbrennung oder Deponie weitergeleitet Die für alle Umweltbereiche geschätzten Emissionen liegen unterhalb der jeweiligen PNEC. Abschnitt 4 Anleitung zur Konformitätsprüfung anhand des Expositionsszenarios 4.1 Gesundheit Es ist abzusehen, dass die Expositionen die DNEL für lokale Wirkungen bei akut und chronisch einwirkender, inhalativer Aufnahme nicht übersteigen, wenn die in Abschnitt 3 erläuterten Maßnahmen bei Risikomanagement/ Betriebsbedingungen zur Anwendung kommen. Dort wo bei Risikomanagement/Betriebsbedingen andere Maßnahmen angewandt werden, haben die Verwender zu garantieren, dass die Risiken zumindest auf gleichwertigem Level gehandhabt werden. 4.2 Umwelt Es ist abzusehen, dass die Expositionen die PNEC nicht übersteigen, wenn die in Abschnitt 3 erläuterten Maßnahmen bei Risikomanagement/Betriebsbedingungen zur Anwendung kommen. Dort wo bei Risikomanagement/Betriebsbedingen andere Maßnahmen angewandt werden, haben die Verwender zu garantieren, dass die Risiken zumindest auf gleichwertigem Level gehandhabt werden. 7 Verwendung von Schwefelsäure bei Reinigung und Wäsche von Gasen und bei der Wäsche von Abgasen Abschnitt 1: Titel des Expositionsszenarios Kurztitel: Verwendung von Schwefelsäure bei Reinigung und Wäsche von Gasen und bei der Wäsche von Abgasen Systematischer Titel auf Grundlage der Verwendungsdeskriptoren Endverwendungssektoren (SU) 3, 8 Chemikalienkategorien (PC) 20 Verfahrenskategorien (PROC) 1, 2, 8b Umweltfreisetzungskategorien (ERC) 07 Prozesse, Aufgaben, absolvierte Tätigkeiten Die Verwendung umfasst Reinigungsprozesse von Gasen, einschließlich Wäsche von Gasen und Abgasen. Die Hauptanwendung besteht in der Reinigung von Kokereigasen und der Reinigung und Trocknung von industriellen Gasen, die bei der Produktion anderer Stoffe anfallen. Beurteilungsmethode Siehe Abschnitt 3 Abschnitt 2 Betriebsbedingungen und Maßnahmen für das Risikomanagement Abschnitt 2.1 Expositionskontrolle der Arbeitskräfte Produktmerkmale Physikalischer Zustand Flüssig Dampfdruck (Pa) 6 Molekulargewicht 98,08 Konzentration des Stoffs in der 98% Chemikalie Betriebsbedingungen Täglich pro Arbeitskraft Die Exposition der Arbeitskräfte sollte sehr niedrig und genau kontrolliert (Arbeitsplatz) verwendete Menge sein. Verwendungshäufigkeit 220 Tage/Jahr Verwendungsdauer 8 Stunden/Tag Andere Angaben zu Dauer, Es kann zu sporadischen Kontakten kommen Häufigkeit und Verwendungsmenge Atemvolumen unter den 10 m3/Tag (Standardwert für 8 Arbeitsstunden pro Tag) Betriebsbedingungen Fläche des Hautkontakts mit dem 480 cm2 (Standardwert ECETOC). Stoff bei den Gebrauchsbedingungen Es wird darauf verwiesen, dass angesichts der Korrosivität von Schwefelsäure die dermale Exposition als irrelevant zur Risikocharakterisierung gilt, da der Kontakt auf jeden Fall vermieden werden muss. Umgebungsluftvolumen und n.a. (irrelevant, da in kontrollierten Umgebungen ohne direkten Kontakt mit Belüftungsgeschwindigkeit den Geräten, in denen der Stoff verwendet wird, gearbeitet wird) Spezifische Maßnahmen für das Risikomanagement Eindämmungsmaßnahmen und Für das Handling von Schwefelsäure ist der Einsatz spezifischer Ausrüstung bewährte Methoden sind und kontrollierter Systeme erforderlich, bei denen die Expositionspotentiale erforderlich äußerst gering bzw. inexistent sind. Die Anlagen für Erzeugung und Lokale Absaugung nicht gefordert Verwendung von Schwefelsäure befinden sich zumeist im Freien. Das aus den Behältern entnommene Gas wird aufgefangen und über Schlauchleitungen zur Bearbeitung befördert (z.B. Waschen und/oder Filterung) Persönliche Schutzausrüstung (PSA) Für das Handling von Schwefelsäure ist der Einsatz spezifischer Ausrüstung und kontrollierter Systeme erforderlich, bei denen die Expositionspotentiale äußerst gering bzw. inexistent sind. Die Anlagen für Erzeugung und Verwendung von Schwefelsäure befinden sich zumeist im Freien. Das aus den Behältern entnommene Gas wird aufgefangen und über Schlauchleitungen zur Bearbeitung befördert (z.B. Waschen und/oder Filterung). Die für Probenahme und Umfüllen der Materialien in Tankfahrzeuge zuständigen Arbeitskräfte sind für die angewandten Verfahren geschult, und der Einsatz von Schutzvorrichtungen (Tragen von Helm, Handschuhen und Säureschutzstiefeln, PSA für Gesicht und Augen sowie Schutzanzug) dient zur Minimierung von Exposition und Worst-Case-Risiken. Sonstige Maßnahmen für das Eine Notdusche ist für den Fall versehentlicher Freisetzung des Produkts in Risikomanagement der Arbeitskräfte der Nähe des Auf-/Abladebereichs erforderlich. Abschnitt 2.2 Kontrolle der Umweltexposition Produktmerkmale Molekulargewicht 98,08 Dampfdruck bei 20°C (hPa) 0,1 Wasserlöslichkeit Mischbar n-Octanol/Wasser- -1 (logKow) Verteilungskoeffizient Verteilungskoeffizient KOC 1 Biologische Abbaubarkeit Nicht biologisch abbaubar (anorganische Säuren können nicht als biologisch abbaubar gelten) Verwendete Mengen Jährliche Tonnenmenge am Standort 30.000 t/Jahr (Standort mit der größten Menge; ferner hat ein Standort Emissionen in Oberflächengewässer nach der Kontaminationsabscheidung von 1,5 t/Tag erklärt) Häufigkeit und Dauer der Verwendung Kontinuierliche Freisetzung Emissionstage (Tage/Jahr) 365 Andere Betriebsbedingungen, die sich auf die Umweltexposition auswirken Abflussvolumen der Kläranlage 2000 m3/Tag (EUSES-Standardwert für lokale STP) Verfügbarer Durchsatz des empfangenden Gewässers, in 20.000 m3/Tag (ERC-Standardwert für den Durchsatz, der das die Abwässer des Standorts eingeleitet werden eine 10-fache Verdünnung im Empfängergewässer gestattet) Maßnahmen zur Risikoeindämmung für Emissionen von Industriestandorten Vorbehandlung der Abwässer am Standort Üblicherweise erfolgt die Aufbereitung standortintern mit chemischen und/oder biologischen Methoden, vor der Weiterleitung an externe Kläranlage oder direkt in Gewässer. Aufgebrauchte Schwefelsäurelösungen werden vor dem Ablassen neutralisiert. Rückgewinnung der Schlämme zur Verwendung in der Nein Landwirtschaft Weiterleiten an Verbrennung oder Deponie Mengen der Substanz in Abfällen und Maßnahmen zur Risikoeindämmung bezüglich Abfällen Menge der Substanz in den Abwässern der in diesem 0 kg/Tag (Wert auf Grundlage spezifischer Szenario beschriebenen Verwendungen Abwasserbehandlungsverfahren) Menge der Substanz in den Abfällen, die von den n.a. Produkten stammen Abfallart (betreffende Codenummern) Geeignete Codes aus dem Europäischen Abfallverzeichnis Art der externen Behandlung für Recycling oder Keine Rückgewinnung der Substanz Art der externen Behandlung zur Endentsorgung des Verbrennung oder Deponie Abfalls Fraktion der Substanz, die während der n.a. Abfallhandhabung in die Luft freigesetzt wird Fraktion der Substanz, die während der n.a. Abfallhandhabung in die Abwässer freigesetzt wird Fraktion der Substanz, die als Nebenabfall entsorgt wird n.a. Abschnitt 3 Expositionsbewertung 3.1 Gesundheit Beurteilung Stufe 1 (Tier 1): Die Beurteilung der inhalativen Exposition wurde unter Einsatz des Modells ECETOC TRA vorgenommen Input-Parameter für das Modell Parameter Molekulargewicht 98,08 g/ mol Dampfdruck 6 Pa Ist der Stoff fest? Nein: flüssig Staubigkeit n.a. Tätigkeitsdauer > 4 Stunden Belüftung Innenräume ohne lokale Abzugsbelüftung (LEV) Die Expositionseinschätzung anhand von ECETOC hat sich als nicht zufriedenstellend erwiesen und wurde als irrelevant zum Zwecke der Risikocharakterisierung beurteilt. Beurteilung Stufe 2 (Tier 2): Die Beurteilung der inhalativen Exposition wurde unter Einsatz des Modells ART vorgenommen Input-Parameter für das Modell ART PROC Parameter Expositionsdauer Alle 480 Minuten Produktart Alle Flüssig (mittlere Viskosität – wie Öl) Prozesstemperatur Alle Hohe Temperaturen (50-150°C) Dampfdruck Alle 6 Pa (der Stoff gilt als kaum flüchtig; es wurde die Exposition gegenüber Nebeln beurteilt) Gewicht Flüssigfraktion Alle 0,98 Lokalisierung der primären 1, 2 Die primäre Emissionsquelle befindet sich Emissionsquelle nicht im Atmungsbereich der Arbeitskräfte (die Arbeitskräfte sind im Kontrollraum tätig) 8b Die primäre Emissionsquelle befindet sich im Atmungsbereich der Arbeitskräfte (binnen 1 m) Tätigkeitsklasse Alle Umfüllen des Flüssigprodukts Eindämmung 1, 2 Handhabung mit reduziertem Kontakt zwischen Produkt und Umgebungsluft 8b n.a. Lokale Kontrollsysteme 1, 8b System zur Dampfrückgewinnung; lokale Abzugsbelüftung (LEV) 2 System zur Dampfrückgewinnung Trennung 1, 2 Komplette Trennung der Arbeitskräfte, die vom Kontrollraum aus tätig sind Quelle flüchtiger Emissionen 1, 8b Vollkommen geschlossener Prozess – nicht offen für Probenahmetätigkeit 2 Nicht komplett geschlossen – wirksame bewährte Methoden werden angewendet Dispersion 1, 2, 8b Im Außenbereich, nicht in Gebäudenähe Die geschätzten, akut und chronisch einwirkenden, inhalativen Expositionen liegen bei allen Prozesskategorien unter den jeweiligen DNEL. 3.2 Umwelt Beurteilung Stufe 1 (Tier 1): Diese wurde unter Verwendung des EUSES-Modells und Eingabe der Standard- Inputdaten und ERC vorgenommen. Die Beurteilung wurde durch eine zweite Beurteilungsstufe (Tier 2) verfeinert. Beurteilung Stufe 2 (Tier 2): Diese erfolgte anhand EUSES-Modell und Eingabe von realistischeren Input-Daten zur Beschreibung der Verwendungen von Schwefelsäure. Input-Parameter für EUSES-Modell. Input-Parameter Wert Maßeinheit ERC-Standard (wo anwendbar) Molekulargewicht 98,08 g/mol Dampfdruck bei 20°C 0,1 hPa Wasserlöslichkeit mischbar mg/ml n-Octanol/Wasser-Verteilungskoeffizient -1 LogKow Verteilungskoeffizient KOC 1 Biologische Abbaubarkeit nicht biologisch abbaubar Phase des Lebenszyklus Einsatz in der Industrie Umweltfreisetzungsklasse ERC 7 Fraktion der regionalen Tonnenmenge (Tier 1) 1 STP Ja Emissionsereignisse pro Jahr 365 Tage 300 Freisetzung in Luft (Standardwert) 5 % 5 Freisetzung in Wasser (Standardwert) 5 % 5 Verdünnungsfaktor angewandt für Ableitung 10 (20.000 von PEC m3/Tag) Tonnenmenge 30.000 (560 t/Jahr t/Jahr Emissionen von einem Standort in Gewässer) Maßnahmen zur Risikoeindämmung und Messwerte, die für die zweite Beurteilungsstufe verwendet wurden (Tier 2). Beschreibung der Details Bei Eingabe in EUSES berücksichtigte Maßnahmen Auswirkungen Keine Freisetzung in 0 mg/l Reduktion der Konzentration in den STP- Vollständige Abwässer (ein spezifischer Abflüssen auf 0 mg/l angesichts der hohen Neutralisierung auf Fall: Ableiten in Effizienz des Neutralisierungsprozesses ca. pH 7 großen Fluss, pH (spezifischer Fall qualitativ behandelt) (spezifischer Fall: 8 und Durchsatz man rechnet mit 2.000 m3/s) ausreichender Verdünnungskapa- zität des Flusses) Emissionstage 365 Emissions- Erhöhung der Emissionstage um 20% kontinuierliche tage pro Jahr Verwendung Entfernung der Schlämme Bescheidene Konzentration im Boden durch Schlämme Keine Menge von auf 0 eingestellt Kontamination von Schlämmen Ackerböden und entfernt und an Wiesen Verbrennung oder Deponie weitergeleitet Die für alle Umweltbereiche geschätzten Emissionen liegen unterhalb der jeweiligen PNEC. Abschnitt 4 Anleitung zur Konformitätsprüfung anhand des Expositionsszenarios 4.1 Gesundheit Es ist abzusehen, dass die Expositionen die DNEL für lokale Wirkungen bei akut und chronisch einwirkender, inhalativer Aufnahme nicht übersteigen, wenn die in Abschnitt 3 erläuterten Maßnahmen bei Risikomanagement/ Betriebsbedingungen zur Anwendung kommen. Dort wo bei Risikomanagement/Betriebsbedingen andere Maßnahmen angewandt werden, haben die Verwender zu garantieren, dass die Risiken zumindest auf gleichwertigem Level gehandhabt werden. 4.2 Umwelt Es ist abzusehen, dass die Expositionen die PNEC nicht übersteigen, wenn die in Abschnitt 3 erläuterten Maßnahmen bei Risikomanagement/Betriebsbedingungen zur Anwendung kommen. Dort wo bei Risikomanagement/Betriebsbedingen andere Maßnahmen angewandt werden, haben die Verwender zu garantieren, dass die Risiken zumindest auf gleichwertigem Level gehandhabt werden. 8 Verwendung von Schwefelsäure bei der Erzeugung von schwefelsäurehaltigen Batterien Abschnitt 1: Titel des Expositionsszenarios Kurztitel: Verwendung von Schwefelsäure bei der Erzeugung von Blei-Säure-Batterien Systematischer Titel auf Grundlage der Verwendungsdeskriptoren Endverwendungssektoren (SU) 3 Chemikalienkategorien (PC) 0 Verfahrenskategorien (PROC) 2, 3, 4, 9 Umweltfreisetzungskategorien (ERC) 02, 05 Prozesse, Aufgaben, absolvierte Tätigkeiten Die Schwefelsäure wird bei der Zubereitung des Elektrolyts zum Einbringen in Blei-Säure-Batterien verwendet. Beurteilungsmethode Siehe Abschnitt 3 Abschnitt 2 Betriebsbedingungen und Maßnahmen für das Risikomanagement Abschnitt 2.1 Expositionskontrolle der Arbeitskräfte Produktmerkmale Physikalischer Zustand Flüssig Dampfdruck (Pa) 6 Molekulargewicht 98,08 Konzentration des Stoffs in der 98% (anfängliche Konzentration; die Elektrolytlösung enthält normalerweise Chemikalie verdünnte Schwefelsäure mit Konzentrationen zwischen 25% und 40%). Betriebsbedingungen Täglich pro Arbeitskraft Die Exposition gilt angesichts der Tatsache, dass der Erzeugungsprozess in (Arbeitsplatz) verwendete Menge geschlossenen spezialisierten Systemen abläuft, als vernachlässigbar. Verwendungshäufigkeit 220 Tage/Jahr Verwendungsdauer 8 Stunden/Tag Andere Angaben zu Dauer, Es kann zu sporadischen Kontakten kommen Häufigkeit und Verwendungsmenge Atemvolumen unter den 10 m3/Tag (Standardwert für 8 Arbeitsstunden pro Tag) Betriebsbedingungen Fläche des Hautkontakts mit dem 480 cm2 (Standardwert ECETOC). Stoff bei den Es wird darauf verwiesen, dass angesichts der Korrosivität von Schwefelsäure Gebrauchsbedingungen die dermale Exposition als irrelevant zur Risikocharakterisierung gilt, da der Kontakt auf jeden Fall vermieden werden muss. Umgebungsluftvolumen und n.a. (irrelevant, da in kontrollierten Umgebungen ohne direkten Kontakt mit Belüftungsgeschwindigkeit den Geräten, in denen der Stoff verwendet wird, gearbeitet wird) Spezifische Maßnahmen für das Risikomanagement Eindämmungsmaßnahmen und Für das Handling von Schwefelsäure ist der Einsatz spezifischer Ausrüstung und bewährte Methoden sind kontrollierter Systeme erforderlich, bei denen die Expositionspotentiale äußerst erforderlich gering bzw. inexistent sind. Die Anlagen für Erzeugung und Verwendung von Lokale Absaugung nicht gefordert Schwefelsäure befinden sich zumeist im Freien. Das aus den Behältern entnommene Gas wird aufgefangen und über Schlauchleitungen zur Bearbeitung befördert (z.B. Waschen und/oder Filterung) Persönliche Schutzausrüstung Für das Handling von Schwefelsäure ist der Einsatz spezifischer Ausrüstung und (PSA) kontrollierter Systeme erforderlich, bei denen die Expositionspotentiale äußerst gering bzw. inexistent sind. Die Anlagen für Erzeugung und Verwendung von Schwefelsäure befinden sich zumeist im Freien. Das aus den Behältern entnommene Gas wird aufgefangen und über Schlauchleitungen zur Bearbeitung befördert (z.B. Waschen und/oder Filterung). Die für Probenahme und Umfüllen der Materialien in Tankfahrzeuge zuständigen Arbeitskräfte sind für die angewandten Verfahren geschult, und der Einsatz von Schutzvorrichtungen (Tragen von Helm, Handschuhen und Säureschutzstiefeln, PSA für Gesicht und Augen sowie Schutzanzug) dient zur Minimierung von Exposition und Worst-Case-Risiken. Sonstige Maßnahmen für das Eine Notdusche ist für den Fall versehentlicher Freisetzung des Produkts in der Risikomanagement der Nähe des Auf-/Abladebereichs erforderlich. Arbeitskräfte Abschnitt 2.2 Kontrolle der Umweltexposition Produktmerkmale Molekulargewicht 98,08 Dampfdruck bei 20°C (hPa) 0,1 Wasserlöslichkeit Mischbar n-Octanol/Wasser- -1 (logKow) Verteilungskoeffizient Verteilungskoeffizient KOC 1 Biologische Abbaubarkeit Nicht biologisch abbaubar (anorganische Säuren können nicht als biologisch abbaubar gelten) Verwendete Mengen Jährliche Tonnenmenge am Standort 2.500 t/Jahr (Standort mit höchster Menge) Häufigkeit und Dauer der Verwendung Kontinuierliche Freisetzung Emissionstage (Tage/Jahr) 365 Andere Betriebsbedingungen, die sich auf die Umweltexposition auswirken Abflussvolumen der Kläranlage 2000 m3/Tag (EUSES-Standardwert für lokale STP) Verfügbarer Durchsatz des empfangenden Gewässers, in 20.000 m3/Tag (ERC-Standardwert für den Durchsatz, der das die Abwässer des Standorts eingeleitet werden eine 10-fache Verdünnung im Empfängergewässer gestattet) Maßnahmen zur Risikoeindämmung für Emissionen von Industriestandorten Vorbehandlung der Abwässer am Standort. Die Aufbereitung erfolgt üblicherweise standortintern (mit chemischen und/oder biologischen Methoden), vor der Weiterleitung an externe Kläranlage oder direkt in Gewässer. Menge des Stoffs in den Abwässern des Standorts Es wurde die Entfernung mittels Neutralisierung berücksichtigt. Rückgewinnung der Schlämme zur Verwendung in der Nein Landwirtschaft Weiterleiten an Verbrennung oder Deponie Mengen der Substanz in Abfällen und Maßnahmen zur Risikoeindämmung bezüglich Abfällen Menge der Substanz in den Abwässern der in diesem 0 kg/Tag (Wert auf Grundlage spezifischer Szenario beschriebenen Verwendungen Abwasserbehandlungsverfahren) Menge der Substanz in den Abfällen, die von den n.a. Produkten stammen Abfallart (betreffende Codenummern) Geeignete Codes aus dem Europäischen Abfallverzeichnis Art der externen Behandlung für Recycling oder Keine Rückgewinnung der Substanz Art der externen Behandlung zur Endentsorgung des Verbrennung oder Deponie Abfalls Fraktion der Substanz, die während der n.a. Abfallhandhabung in die Luft freigesetzt wird Fraktion der Substanz, die während der n.a. Abfallhandhabung in die Abwässer freigesetzt wird Fraktion der Substanz, die als Nebenabfall entsorgt wird n.a. Abschnitt 3 Expositionsbewertung 3.1 Gesundheit Beurteilung Stufe 1 (Tier 1): Die Beurteilung der inhalativen Exposition wurde unter Einsatz des Modells ECETOC TRA vorgenommen Input-Parameter für das Modell Parameter Molekulargewicht 98,08 g/ mol Dampfdruck 6 Pa (214 Pa für verdünnte Elektrolytlösung) Ist der Stoff fest? Nein: flüssig Staubigkeit n.a. Tätigkeitsdauer > 4 Stunden Belüftung Innenräume ohne lokale Abzugsbelüftung (LEV) Die Expositionseinschätzung anhand des Modells ECETOC wurde durch eine zweite Beurteilungsstufe für inhalative Aufnahme (Tier 2) verfeinert, die unter Einsatz des Modells ART erfolgte. Input-Parameter für das Modell ART PROC Parameter Expositionsdauer Alle 480 Minuten Produktart 2, 3 Flüssig (mittlere Viskosität – wie Öl) 4, 9 Flüssig (niedrige Viskosität – wie Wasser) Prozesstemperaturen Alle Umgebungstemperatur (15-25°C) Dampfdruck Alle 6 Pa (der Stoff gilt als kaum flüchtig; es wurde die Exposition gegenüber Nebeln beurteilt) Gewicht Flüssigfraktion 2, 3 0,98 4, 9 0,25 Lokalisierung der primären Alle Die primäre Emissionsquelle befindet sich im Atmungsbereich Emissionsquelle der Arbeitskräfte (binnen 1 m) Tätigkeitsklasse Alle Umfüllen des Flüssigprodukts Eindämmung Alle Handhabung mit reduziertem Kontakt zwischen Produkt und Umgebungsluft Lokale Kontrollsysteme Alle Lokale Abzugsbelüftung (LEV) Trennung n.v. Quelle flüchtiger Emissionen 2 Vollkommen geschlossener Prozess – nicht offen für Probenahmetätigkeit 3, 4, 9 Nicht komplett geschlossen – wirksame bewährte Methoden werden angewendet Dispersion Alle Im Innenbereich, jegliche Raumgröße, gute natürliche Belüftung Die geschätzten, akut und chronisch einwirkenden, inhalativen Expositionen liegen bei allen Prozesskategorien unter den jeweiligen DNEL. 3.2 Umwelt Beurteilung Stufe 1 (Tier 1): Diese wurde unter Verwendung des EUSES-Modells und Eingabe der Standard- Inputdaten und ERC vorgenommen. Bei der ersten Beurteilungsstufe (Tier 1) ergab sich eine Exposition, die als nicht realistisch eingeschätzt wurde. Beurteilung Stufe 2 (Tier 2): Diese erfolgte anhand EUSES-Modell und Eingabe von Input-Daten, die genauer der Beschreibung der Verwendungen von Schwefelsäure entsprachen. Input-Parameter für EUSES-Modell. Input-Parameter Wert Maßeinheit ERC-Standard (wo anwendbar) Molekulargewicht 98,08 g/mol Dampfdruck bei 20°C 0,1 hPa Wasserlöslichkeit mischbar mg/ml n-Octanol/Wasser-Verteilungskoeffizient -1 LogKow Verteilungskoeffizient KOC 1 Biologische Abbaubarkeit nicht biologisch abbaubar Phase des Lebenszyklus Einsatz in der Industrie Umweltfreisetzungsklasse ERC2, 5 Fraktion der regionalen Tonnenmenge (Tier 1) 1 STP Ja Emissionsereignisse pro Jahr 365 Tage 20 Freisetzung in Luft (Standardwert) ERC2: 2,5 % ERC2: 2,5 ERC5: 5,0 Freisetzung in Wasser (Standardwert) ERC2: 2 % ERC2: 2 ERC5: 50 Verdünnungsfaktor angewandt für Ableitung 10 (20.000 von PEC m3/Tag) Tonnenmenge 2.500 t/Jahr Maßnahmen zur Risikoeindämmung und Messwerte, die für die 2. Beurteilungsstufe verwendet wurden (Tier 2). Beschreibung der Details Bei Eingabe in EUSES berücksichtigte Maßnahmen Auswirkungen Keine Freisetzung in 0 mg/l Reduktion der Konzentration in den Vollständige Abwässer STP-Abflüssen auf 0 mg/l angesichts Neutralisierung auf ca. der hohen Effizienz des pH 7 Neutralisierungsprozesses Emissionstage 365 Emissions- Erhöhung der Emissionstage um 20% kontinuierliche tage pro Jahr Verwendung Entfernung der Schlämme Schlämme wer- Konzentration im Boden durch Keine Kontamination den entfernt und Schlämme auf 0 eingestellt von Ackerböden und an Verbrennung Wiesen oder Deponie übersandt Die für alle Umweltbereiche geschätzten Emissionen liegen unterhalb der jeweiligen PNEC. Abschnitt 4 Anleitung zur Konformitätsprüfung anhand des Expositionsszenarios 4.1 Gesundheit Es ist abzusehen, dass die Expositionen die DNEL für lokale Wirkungen bei akut und chronisch einwirkender, inhalativer Aufnahme nicht übersteigen, wenn die in Abschnitt 3 erläuterten Maßnahmen bei Risikomanagement/ Betriebsbedingungen zur Anwendung kommen. Dort wo bei Risikomanagement/Betriebsbedingen andere Maßnahmen angewandt werden, haben die Verwender zu garantieren, dass die Risiken zumindest auf gleichwertigem Level gehandhabt werden. 4.2 Umwelt Es ist abzusehen, dass die Expositionen die PNEC nicht übersteigen, wenn die in Abschnitt 3 erläuterten Maßnahmen bei Risikomanagement/Betriebsbedingungen zur Anwendung kommen. Dort wo bei Risikomanagement/Betriebsbedingen andere Maßnahmen angewandt werden, haben die Verwender zu garantieren, dass die Risiken zumindest auf gleichwertigem Level gehandhabt werden. 9. Verwendung von Schwefelsäure bei der Wartung von schwefelsäurehaltigen Batterien Abschnitt 1: Titel des Expositionsszenarios Kurztitel: Verwendung von Schwefelsäure bei der Wartung von Blei-Säure-Batterien Systematischer Titel auf Grundlage der Verwendungsdeskriptoren Endverwendungssektoren (SU) 22 Chemikalienkategorien (PC) 0 Verfahrenskategorien (PROC) 19 Umweltfreisetzungskategorien (ERC) 8b, 9b Prozesse, Aufgaben, absolvierte Tätigkeiten Die Schwefelsäure wird bei der Wartung von Blei-Säure-Batterien verwendet. Beurteilungsmethode Siehe Abschnitt 3 Abschnitt 2 Betriebsbedingungen und Maßnahmen für das Risikomanagement Abschnitt 2.1 Expositionskontrolle der Arbeitskräfte Produktmerkmale Physikalischer Zustand Flüssig Dampfdruck (Pa) 214 (für verdünnte Elektrolytlösung unter Berücksichtigung der Lösung mit der geringsten Konzentration) Molekulargewicht 98,08 Konzentration des Stoffs in der Von 25% bis 40% Chemikalie Betriebsbedingungen Täglich pro Arbeitskraft Die Exposition wird dank der spezialisierten Systeme als vernachlässigbar (Arbeitsplatz) verwendete Menge erachtet. Verwendungshäufigkeit 220 Tage/Jahr Verwendungsdauer 8 Stunden/Tag Andere Angaben zu Dauer, Es kann sporadisch zu Kontakten kommen – Da die Batterien geschlossene Häufigkeit und Verwendungsmenge Systeme mit einer langen Lebenserwartung sind, ist die Tätigkeit der Batteriewartung eher selten. Die Tätigkeit wird selten über 8 Stunden/Tag ausgeführt, es wurde jedoch vom Worst Case ausgegangen. Atemvolumen unter den 10 m3/Tag (Standardwert für 8 Arbeitsstunden pro Tag) Betriebsbedingungen Fläche des Hautkontakts mit dem 480 cm2 (Standardwert ECETOC). Stoff bei den Gebrauchsbedingungen Es wird darauf verwiesen, dass angesichts der Korrosivität von Schwefelsäure die dermale Exposition als irrelevant zur Risikocharakterisierung gilt, da der Kontakt auf jeden Fall vermieden werden muss. Umgebungsluftvolumen und n.a. (das Umfüllen von Schwefelsäure aus den Behältern zur Verwendung bei Belüftungsgeschwindigkeit der Batteriewartung erfolgt normalerweise im Freien) Spezifische Maßnahmen für das Risikomanagement Eindämmungsmaßnahmen und n.a. (das Umfüllen von Schwefelsäure aus den Behältern zur Verwendung bei bewährte Methoden sind der Batteriewartung erfolgt normalerweise im Freien) erforderlich Lokale Absaugung nicht gefordert Persönliche Schutzausrüstung (PSA) Die Arbeitskräfte tragen Helm, Handschuhe und Säureschutzstiefel, PSA für den Schutz von Gesicht und Augen sowie Schutzanzug. Die Batteriewartung wird üblicherweise von geschulten Werkstechnikern unter Einhaltung von Prozeduren zur Expositionseindämmung und Abfallbehandlung vorgenommen. Sonstige Maßnahmen für das Eine Notdusche ist für den Fall versehentlicher Freisetzung in der Nähe des Risikomanagement der Arbeitskräfte Arbeitsbereichs erforderlich. Abschnitt 2.2 Kontrolle der Umweltexposition Produktmerkmale Molekulargewicht 98,08 Dampfdruck bei 20°C (hPa) 0,1 Wasserlöslichkeit Mischbar n-Octanol/Wasser- -1 (logKow) Verteilungskoeffizient Verteilungskoeffizient KOC 1 Biologische Abbaubarkeit Nicht biologisch abbaubar (anorganische Säuren können nicht als biologisch abbaubar gelten) Verwendete Mengen Jährliche Tonnenmenge am Standort 2.500 t/Jahr (Standort mit höchster Menge) Häufigkeit und Dauer der Verwendung Kontinuierliche Freisetzung Emissionstage (Tage/Jahr) 365 Andere Betriebsbedingungen, die sich auf die Umweltexposition auswirken Abflussvolumen der Kläranlage 2000 m3/Tag (EUSES-Standardwert für lokale STP) Verfügbarer Durchsatz des empfangenden Gewässers, in 20.000 m3/Tag (ERC-Standardwert für den Durchsatz, der das die Abwässer des Standorts eingeleitet werden eine 10-fache Verdünnung im Empfängergewässer gestattet) Maßnahmen zur Risikoeindämmung für Emissionen von Industriestandorten Es sind keine Maßnahmen zum Beleg des sicheren Gebrauchs erforderlich. Mengen der Substanz in Abfällen und Maßnahmen zur Risikoeindämmung bezüglich Abfällen Menge der Substanz in den Abwässern der in diesem 342 kg/Tag (Wert auf Grundlage von Worst-Case- Szenario beschriebenen Verwendungen Annahme für Gewässerimmissionen) Menge der Substanz in den Abfällen, die von den n.a. Produkten stammen Abfallart (betreffende Codenummern) Geeignete EWC10-Codes Art der externen Behandlung für Recycling oder Keine – In den Kläranlagen dissoziiert Schwefelsäure in Rückgewinnung der Substanz die Ionen, aus denen sie sich zusammensetzt, die nicht gefährlich sind. Art der externen Behandlung zur Endentsorgung des Verbrennung oder Deponie Abfalls Fraktion der Substanz, die während der n.a. Abfallhandhabung in die Luft freigesetzt wird Fraktion der Substanz, die während der n.a. Abfallhandhabung in die Abwässer freigesetzt wird Fraktion der Substanz, die als Nebenabfall entsorgt wird n.a. Abschnitt 3 Expositionsbewertung 3.1 Gesundheit Beurteilung Stufe 1 (Tier 1): Die Beurteilung der inhalativen Exposition wurde unter Einsatz des Modells ECETOC TRA vorgenommen Input-Parameter für das Modell Parameter Molekulargewicht 98,08 g/ mol Dampfdruck 214 Pa (für verdünnte Elektrolytlösung unter Berücksichtigung der Lösung mit der geringsten 10 EWC – European Waste Catalogue – Europäischer Abfallkatalog Konzentration) Ist der Stoff fest? Nein: flüssig Staubigkeit n.a. Tätigkeitsdauer > 4 Stunden Belüftung Innenräume mit lokaler Abzugsbelüftung (LEV) Die Expositionseinschätzung anhand von ECETOC wurde mithilfe einer 2. Beurteilungsstufe für inhalative Aufnahme (Tier 2) verfeinert, die unter Einsatz des Modells ART erfolgte, woraus sich realistischere Resultate ergaben. Input-Parameter für das Modell ART PROC Parameter Expositionsdauer 19 240 Minuten Exposition – 240 Minuten Nicht-Exposition Produktart 19 Flüssig (niedrige Viskosität – wie Wasser) Prozesstemperaturen 19 Umgebungstemperatur (15-25°C) Dampfdruck 19 Die Substanz gilt als kaum flüchtig, es wird die Exposition gegenüber Nebeln berücksichtigt Gewicht Flüssigfraktion 19 0,25 Lokalisierung der primären 19 Die primäre Emissionsquelle befindet sich Emissionsquelle im Atmungsbereich der Arbeitskräfte (binnen 1 m) Tätigkeitsklasse 19 Handling kontaminierter Objekte Eindämmung 19 n.v. Lokale Kontrollsysteme 19 Keine Trennung 19 n.v. Quelle flüchtiger Emissionen 19 Nicht komplett geschlossen – wirksame bewährte Methoden werden angewendet Dispersion 19 Im Innenbereich, jegliche Raumgröße, gute natürliche Belüftung Die geschätzten, akut und chronisch einwirkenden, inhalativen Expositionen liegen bei allen Prozesskategorien unter den jeweiligen DNEL. 3.2 Umwelt Beurteilung Stufe 1 (Tier 1): Diese wurde unter Verwendung des EUSES-Modells und Eingabe der Standard- Inputdaten und ERC vorgenommen. Es war keine zweite Beurteilungsstufe erforderlich. Input-Parameter für EUSES-Modell. Input-Parameter Wert Maßeinheit ERC-Standard (wo anwendbar) Molekulargewicht 98,08 g/mol Dampfdruck bei 20°C 0,1 hPa Wasserlöslichkeit mischbar mg/ml n-Octanol/Wasser-Verteilungskoeffizient -1 LogKow Verteilungskoeffizient KOC 1 Biologische Abbaubarkeit nicht biologisch abbaubar Phase des Lebenszyklus Weiträumig im Gebiet verteilter Gebrauch Umweltfreisetzungsklasse ERC8b und 9b Fraktion der regionalen Tonnenmenge (Tier 1) 1 STP Ja Emissionsereignisse pro Jahr 356 (unter Berücksichti- Tage 365 gung, dass Wartungsvor- gänge an den meisten Ta- gen an irgendeinem Stand- ort der betroffenen Region durchgeführt werden) Freisetzung in Luft (Standardwert) ERC8b: 0,1 % ERC8b: 0,1 ERC9b: 5,0 Freisetzung in Wasser (Standardwert) ERC2: 2 % ERC2: 2 ERC5: 5 Verdünnungsfaktor angewandt für Ableitung 25*10^9 von PEC m3/Jahr (großräumige Verteilung) Tonnenmenge 2.500 t/Jahr Schätzung der Verwendung an Einzelstandort Maßnahmen zur Risikoeindämmung und Messwerte, die für die zweite Beurteilungsstufe verwendet wurden (Tier 2). (Nicht anwendbar: eine 2. Beurteilungsstufe war nicht erforderlich) Die für alle Umweltbereiche geschätzten Emissionen liegen unterhalb der jeweiligen PNEC. Abschnitt 4 Anleitung zur Konformitätsprüfung anhand des Expositionsszenarios 4.1 Gesundheit Es ist abzusehen, dass die Expositionen die DNEL für lokale Wirkungen bei akut und chronisch einwirkender, inhalativer Aufnahme nicht übersteigen, wenn die in Abschnitt 3 erläuterten Maßnahmen bei Risikomanagement/ Betriebsbedingungen zur Anwendung kommen. Dort wo bei Risikomanagement/Betriebsbedingen andere Maßnahmen angewandt werden, haben die Verwender zu garantieren, dass die Risiken zumindest auf gleichwertigem Level gehandhabt werden. 4.2 Umwelt Es ist abzusehen, dass die Expositionen die PNEC nicht übersteigen, wenn die in Abschnitt 3 erläuterten Maßnahmen bei Risikomanagement/Betriebsbedingungen zur Anwendung kommen. Dort wo bei Risikomanagement/Betriebsbedingen andere Maßnahmen angewandt werden, haben die Verwender zu garantieren, dass die Risiken zumindest auf gleichwertigem Level gehandhabt werden. 10. Verwendung von Schwefelsäure beim Recycling von schwefelsäurehaltigen Batterien Abschnitt 1: Titel des Expositionsszenarios Kurztitel: Verwendung von Schwefelsäure beim Recycling von schwefelsäurehaltigen Batterien Systematischer Titel auf Grundlage der Verwendungsdeskriptoren Endverwendungssektoren (SU) 3 Chemikalienkategorien (PC) 0 Verfahrenskategorien (PROC) 2, 4, 5, 8a Umweltfreisetzungskategorien (ERC) 01 Prozesse, Aufgaben, absolvierte Tätigkeiten Die Verwendung umfasst die Handhabung der als Elektrolyt in der Batterie enthaltenen Schwefelsäure bei deren Recycling. Der Recyclingvorgang zielt darauf ab, das Blei der Batterien zurückzugewinnen und die schwefelsäurehaltige Elektrolytlösung zu entfernen. Die Batterien werden mechanisch zerkleinert, z.B. mithilfe einer hydraulischen Presse und der Elektrolyt wird abgelassen und aufgefangen. Die so wiedergewonnene Säure kann für andere Anwendungen wiederverwendet oder neutralisiert, durch Entfernung der Kontaminationsstoffe aufbereitet und anschließend entsorgt werden. Beurteilungsmethode Siehe Abschnitt 3 Abschnitt 2 Betriebsbedingungen und Maßnahmen für das Risikomanagement Abschnitt 2.1 Expositionskontrolle der Arbeitskräfte Produktmerkmale Physikalischer Zustand Flüssig Dampfdruck (Pa) 214 (verdünnte Elektrolytlösung, unter Berücksichtigung der geringsten Konzentration) Molekulargewicht 98,08 Konzentration des Stoffs in der Von 25% bis 40% Chemikalie Betriebsbedingungen Täglich pro Arbeitskraft Die Exposition wird dank der spezialisierten Systeme als vernachlässigbar (Arbeitsplatz) verwendete Menge erachtet. Verwendungshäufigkeit 220 Tage/Jahr Verwendungsdauer 8 Stunden/Tag Andere Angaben zu Dauer, Es kann sporadisch zu Kontakten kommen – Da die Batterien geschlossene Häufigkeit und Verwendungsmenge Systeme mit einer langen Lebenserwartung sind, ist die Tätigkeit des Recyclings eher selten. Die Tätigkeit wird selten über 8 Stunden/Tag ausgeführt, es wurde jedoch vom Worst Case ausgegangen. Atemvolumen unter den 10 m3/Tag (Standardwert für 8 Arbeitsstunden pro Tag) Betriebsbedingungen Fläche des Hautkontakts mit dem 480 cm2 (Standardwert ECETOC). Stoff bei den Gebrauchsbedingungen Es wird darauf verwiesen, dass angesichts der Korrosivität von Schwefelsäure die dermale Exposition als irrelevant zur Risikocharakterisierung gilt, da der Kontakt auf jeden Fall vermieden werden muss. Umgebungsluftvolumen und n.a. (die Tätigkeit erfolgt üblicherweise im Freien) Belüftungsgeschwindigkeit Spezifische Maßnahmen für das Risikomanagement Eindämmungsmaßnahmen und Die Tätigkeit erfolgt üblicherweise im Freien. Die Arbeitskräfte tragen bewährte Methoden sind Schutzkleidung (Schutz für Gesicht und Augen, Helm, Handschuhe und erforderlich Säureschutzstiefel sowie Schutzanzug). Lokale Absaugung nicht gefordert Persönliche Schutzausrüstung (PSA) Die Arbeitskräfte tragen Schutzkleidung (Schutz für Gesicht und Augen, Helm, Handschuhe und Säureschutzstiefel sowie Schutzanzug). Sonstige Maßnahmen für das Eine Notdusche ist für den Fall versehentlicher Freisetzung in der Nähe des Risikomanagement der Arbeitskräfte Arbeitsbereichs erforderlich. Abschnitt 2.2 Kontrolle der Umweltexposition Produktmerkmale Molekulargewicht 98,08 Dampfdruck bei 20°C (hPa) 0,1 Wasserlöslichkeit Mischbar n-Octanol/Wasser- -1 (logKow) Verteilungskoeffizient Verteilungskoeffizient KOC 1 Biologische Abbaubarkeit Nicht biologisch abbaubar (anorganische Säuren können nicht als biologisch abbaubar gelten) Verwendete Mengen Jährliche Tonnenmenge am Standort 2.500 t/Jahr (Standort mit höchster Menge) Häufigkeit und Dauer der Verwendung Kontinuierliche Freisetzung Emissionstage (Tage/Jahr) 365 Andere Betriebsbedingungen, die sich auf die Umweltexposition auswirken Abflussvolumen der Kläranlage 2000 m3/Tag (EUSES-Standardwert für lokale STP) Verfügbarer Durchsatz des empfangenden Gewässers, in 20.000 m3/Tag (ERC-Standardwert für den Durchsatz, der das die Abwässer des Standorts eingeleitet werden eine 10-fache Verdünnung im Empfängergewässer gestattet) Maßnahmen zur Risikoeindämmung für Emissionen von Industriestandorten Vorbehandlung der Abwässer am Standort. Chemische Vorbehandlung oder standortinterne Kläranlage, üblicherweise mit chemischen und/oder biologischen Methoden vor der Weiterleitung an externe Kläranlage oder direkt in Gewässer. Die recycelte Schwefelsäure kann aufgefangen und wiederverwendet werden. Rückgewinnung der Schlämme zur Verwendung in der Nein - Die Schlämme werden gesammelt und zur Landwirtschaft Verbrennung oder Deponie befördert. Maßnahmen zur Eindämmung der Risiken in Verbindung mit den Abfällen Menge der Substanz in den Abwässern der in diesem 0 kg/Tag (Wert auf Grundlage spezifischer Szenario beschriebenen Verwendungen Abwasserbehandlungsverfahren) Menge der Substanz in den Abfällen, die von den n.a. Produkten stammen Abfallart (betreffende Codenummern) Geeignete Codes aus dem Europäischen Abfallverzeichnis Art der externen Behandlung für Recycling oder Keine Rückgewinnung der Substanz Art der externen Behandlung zur Endentsorgung des Verbrennung oder Deponie Abfalls Fraktion der Substanz, die während der n.a. Abfallhandhabung in die Luft freigesetzt wird Fraktion der Substanz, die während der n.a. Abfallhandhabung in die Abwässer freigesetzt wird Fraktion der Substanz, die als Nebenabfall entsorgt wird n.a. Abschnitt 3 Expositionsbewertung 3.1 Gesundheit Beurteilung Stufe 1 (Tier 1): Die Beurteilung der inhalativen Exposition wurde unter Einsatz des Modells ECETOC TRA vorgenommen Input-Parameter für das Modell Parameter Molekulargewicht 98,08 g/ mol Dampfdruck 214 Pa (für verdünnte Elektrolytlösung unter Berücksichtigung der Lösung mit der geringsten Konzentration) Ist der Stoff fest? Nein: flüssig Staubigkeit n.a. Tätigkeitsdauer > 4 Stunden Belüftung Innenräume ohne lokale Abzugsbelüftung (LEV) Die Expositionseinschätzung anhand von ECETOC wurde mithilfe einer zweiten Beurteilungsstufe für inhalative Aufnahme (Tier 2) verfeinert, die unter Einsatz des Modells ART erfolgte, woraus sich realistischere Resultate ergaben. Input-Parameter für das Modell ART PROC Parameter Expositionsdauer Alle 480 Minuten Produktart Alle Flüssig (niedrige Viskosität – wie Wasser) Prozesstemperaturen Alle Umgebungstemperatur (15-25°C) Dampfdruck Alle Die Substanz gilt als kaum flüchtig, es wird die Exposition gegenüber Nebeln berücksichtigt Gewicht Flüssigfraktion Alle 0,25 Lokalisierung der primären Alle Die primäre Emissionsquelle befindet sich Emissionsquelle im Atmungsbereich der Arbeitskräfte (binnen 1 m) Tätigkeitsklasse 2, 4 Handling von Flüssigprodukten 2, 4, 8a Handling von Flüssigprodukten – Absickernde Flüssigkeiten, 1-10 l/min 5 Tätigkeiten mit offenen Oberflächen Eindämmung 2 Handhabung mit reduziertem Kontakt zwischen Produkt und Umgebungsluft 8a Handhabung mit reduziertem Kontakt zwischen Produkt und Umgebungsluft – Unterspiegelabfüllung 4 Offener Prozess - Unterspiegelabfüllung 5 n/a Lokale Kontrollsysteme Alle LEV Quelle flüchtiger Emissionen Alle Nicht komplett geschlossen – wirksame bewährte Methoden werden angewendet Dispersion Alle Im Innenbereich, jegliche Raumgröße, gute natürliche Belüftung Die geschätzten, akut und chronisch einwirkenden, inhalativen Expositionen liegen bei allen Prozesskategorien unter den jeweiligen DNEL. 3.2 Umwelt Beurteilung Stufe 1 (Tier 1): Diese wurde unter Verwendung des EUSES-Modells und Eingabe der Standard- Inputdaten und ERC vorgenommen. Beurteilung Stufe 2 (Tier 2): Diese erfolgte anhand EUSES-Modell und Eingabe von Input-Daten, die genauer der Beschreibung der Verwendungen von Schwefelsäure entsprachen. Input-Parameter für EUSES-Modell. Input-Parameter Wert Maßeinheit ERC-Standard (wo anwendbar) Molekulargewicht 98,08 g/mol Dampfdruck bei 20°C 0,1 hPa Wasserlöslichkeit mischbar mg/ml n-Octanol/Wasser-Verteilungskoeffizient -1 LogKow Verteilungskoeffizient KOC 1 Biologische Abbaubarkeit nicht biologisch abbaubar Phase des Lebenszyklus Industrielle Verwendung (Recycling) Umweltfreisetzungsklasse ERC1 Fraktion der regionalen Tonnenmenge (Tier 1) 1 STP Ja Emissionsereignisse pro Jahr 365 Tage 100 Freisetzung in Luft (Standardwert) 5 % 5 Freisetzung in Wasser (Standardwert) 6 % 6 Verdünnungsfaktor angewandt für Ableitung 10 (20.000 von PEC m3/Tag) Tonnenmenge 2.500 t/Jahr Schätzung der Verwendung an Einzelstandort Maßnahmen zur Risikoeindämmung und Messwerte, die für die zweite Beurteilungsstufe verwendet wurden (Tier 2). Beschreibung der Details Bei Eingabe in EUSES berücksichtigte Maßnahmen Auswirkungen Keine Freisetzung in 0 mg/l Reduktion der Konzentration in den STP- Vollständige Abwässer Abflüssen auf 0 mg/l angesichts der hohen Neutralisierung auf Effizienz des Neutralisierungsprozesses ca. pH 7 Emissionstage 365 Emissions- Erhöhung der Emissionstage um 20% kontinuierliche tage pro Jahr Verwendung Entfernung der Schlämme Schlämme wer- Konzentration im Boden durch Schlämme Keine den entfernt und auf 0 eingestellt Kontamination von an Verbrennung Ackerböden und oder Deponie Wiesen übersandt Die für alle Umweltbereiche geschätzten Emissionen liegen unterhalb der jeweiligen PNEC. Abschnitt 4 Anleitung zur Konformitätsprüfung anhand des Expositionsszenarios 4.1 Gesundheit Es ist abzusehen, dass die Expositionen die DNEL für lokale Wirkungen bei akut und chronisch einwirkender, inhalativer Aufnahme nicht übersteigen, wenn die in Abschnitt 3 erläuterten Maßnahmen bei Risikomanagement/ Betriebsbedingungen zur Anwendung kommen. Dort wo bei Risikomanagement/Betriebsbedingen andere Maßnahmen angewandt werden, haben die Verwender zu garantieren, dass die Risiken zumindest auf gleichwertigem Level gehandhabt werden. 4.2 Umwelt Es ist abzusehen, dass die Expositionen die PNEC nicht übersteigen, wenn die in Abschnitt 3 erläuterten Maßnahmen 11. Verwendung von schwefelsäurehaltigen Batterien Abschnitt 1: Titel des Expositionsszenarios Kurztitel: Verwendung von schwefelsäurehaltigen Batterien Systematischer Titel auf Grundlage der Verwendungsdeskriptoren Endverwendungssektoren (SU) 21 Chemikalienkategorien (PC) AC3 Verfahrenskategorien (PROC) Kein Verfahren – als Worst Case wird PROC 19 angenommen Umweltfreisetzungskategorien (ERC) 09b Prozesse, Aufgaben, absolvierte Tätigkeiten Verwendung von Schwefelsäure bei der Wartung von Batterien durch den Verbraucher in der Form eines Wartungssets zum „Do it yourself“. Beurteilungsmethode Siehe Abschnitt 3 Abschnitt 2 Betriebsbedingungen und Maßnahmen für das Risikomanagement Abschnitt 2.1 Expositionskontrolle der Arbeitskräfte Produktmerkmale Physikalischer Zustand Flüssig Dampfdruck (Pa) 214 (für die verdünnte Elektrolytlösung) Molekulargewicht 98,08 Konzentration des Stoffs in der Von 25% bis 40% Chemikalie Betriebsbedingungen Täglich pro Arbeitskraft n/a – Tätigkeit, die nur sporadisch vom Verbraucher vorgenommen wird (Arbeitsplatz) verwendete Menge Verwendungshäufigkeit 220 Tage/Jahr Verwendungsdauer 8 Stunden/Tag Andere Angaben zu Dauer, Es kann sporadisch zu Kontakten kommen – Da die Batterien geschlossene Häufigkeit und Verwendungsmenge Systeme mit einer langen Lebenserwartung sind, ist die Tätigkeit der Wartung eher selten. Atemvolumen unter den 10 m3/Tag (Standardwert für 8 Arbeitsstunden pro Tag) Betriebsbedingungen Fläche des Hautkontakts mit dem 480 cm2 (Standardwert ECETOC). Stoff bei den Gebrauchsbedingungen Es wird darauf verwiesen, dass angesichts der Korrosivität von Schwefelsäure die dermale Exposition als irrelevant zur Risikocharakterisierung gilt, da der Kontakt auf jeden Fall vermieden werden muss. Umgebungsluftvolumen und n.a. (die Tätigkeit erfolgt üblicherweise im Freien) Belüftungsgeschwindigkeit Spezifische Maßnahmen für das Risikomanagement Eindämmungsmaßnahmen und Die Tätigkeit wird üblicherweise im Freien ausgeführt. Dem Verbraucher wird bewährte Methoden nicht das Tragen von Schutzkleidung empfohlen, die ungünstigste Annahme ist erforderlich jedoch, dass keinerlei lokale Kontrolle erfolgt. Lokale Absaugung nicht gefordert Persönliche Schutzausrüstung (PSA) Die Tätigkeit wird üblicherweise im Freien ausgeführt. Dem Verbraucher wird das Tragen von Schutzkleidung empfohlen, die ungünstigste Annahme ist jedoch, dass keinerlei lokale Kontrolle erfolgt. Sonstige Maßnahmen für das Es sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich. Risikomanagement der Arbeitskräfte Abschnitt 2.2 Kontrolle der Umweltexposition Produktmerkmale Molekulargewicht 98,08 Dampfdruck bei 20°C (hPa) 0,1 Wasserlöslichkeit Mischbar n-Octanol/Wasser- -1 (logKow) Verteilungskoeffizient Verteilungskoeffizient KOC 1 Biologische Abbaubarkeit Nicht biologisch abbaubar (anorganische Säuren können nicht als biologisch abbaubar gelten) Verwendete Mengen Jährliche Tonnenmenge am Standort 2.500 t/Jahr (Worst Case) Häufigkeit und Dauer der Verwendung Kontinuierliche Freisetzung Emissionstage (Tage/Jahr) 365 Andere Betriebsbedingungen, die sich auf die Umweltexposition auswirken Abflussvolumen der Kläranlage 2000 m3/Tag (EUSES-Standardwert für lokale STP) Verfügbarer Durchsatz des empfangenden Gewässers, in 20.000 m3/Tag (ERC-Standardwert für den Durchsatz, der das die Abwässer des Standorts eingeleitet werden eine 10-fache Verdünnung im Empfängergewässer gestattet) Maßnahmen zur Risikoeindämmung für Emissionen von Industriestandorten Für diese räumlich stark verteilte Verwendung sind keine besonderen Maßnahmen für das Risikomanagement für den Beleg einer im Hinblick auf die Umwelt sicheren Verwendung erforderlich. Maßnahmen zur Eindämmung der Risiken in Verbindung mit den Abfällen Menge der Substanz in den Abwässern der in diesem 34,2 kg/Tag (auf den identifizierten Worst Case Szenario beschriebenen Verwendungen gestützter Wert) Menge der Substanz in den Abfällen, die von den n.a. Produkten stammen Abfallart (betreffende Codenummern) Geeignete Codes aus dem Europäischen Abfallverzeichnis Art der externen Behandlung für Recycling oder Keine Rückgewinnung der Substanz Art der externen Behandlung zur Endentsorgung des Dissoziation in die (nicht gefährlichen) Ionen in einer Abfalls Kläranlage. Fraktion der Substanz, die während der n.a. Abfallhandhabung in die Luft freigesetzt wird Fraktion der Substanz, die während der n.a. Abfallhandhabung in die Abwässer freigesetzt wird Fraktion der Substanz, die als Nebenabfall entsorgt wird n.a. Abschnitt 3 Expositionsbewertung 3.1 Gesundheit Beurteilung Stufe 1 (Tier 1): Die Beurteilung der inhalativen Exposition wurde unter Einsatz des Modells ECETOC TRA vorgenommen Input-Parameter für das Modell Parameter Molekulargewicht 98,08 g/ mol Dampfdruck 214 Pa (für verdünnte Elektrolytlösung unter Berücksichtigung der Lösung mit der geringsten Konzentration) Ist der Stoff fest? Nein: flüssig Staubigkeit n.a. Tätigkeitsdauer von 15 Minuten bis 1 Stunde Belüftung Innenräume ohne lokale Abzugsbelüftung (LEV) Die Expositionseinschätzung anhand von ECETOC wurde mithilfe einer Beurteilung auf Stufe 2 für inhalative Aufnahme (Tier 2) verfeinert, die unter Einsatz des Modells ART erfolgte, woraus sich realistischere Resultate ergaben. Input-Parameter für das Modell ART PROC Parameter Expositionsdauer 19 240 Minuten Exposition – 240 Minuten Nicht-Exposition Produktart 19 Flüssig (niedrige Viskosität – wie Wasser) Prozesstemperaturen 19 Umgebungstemperatur (15-25°C) Dampfdruck 19 6 Pa - Die Substanz gilt als kaum flüchtig, es wird die Exposition gegenüber Nebeln berücksichtigt Gewicht Flüssigfraktion 19 0,25 Lokalisierung der primären 19 Die primäre Emissionsquelle befindet sich Emissionsquelle im Atmungsbereich der Arbeitskräfte (binnen 1 m) Tätigkeitsklasse 19 Handling kontaminierter Objekte Lokale Kontrollsysteme Alle Keine Quelle flüchtiger Emissionen Alle Nicht komplett geschlossen – wirksame bewährte Methoden werden angewendet Dispersion Alle Im Innenbereich, jegliche Raumgröße, gute natürliche Belüftung Die geschätzten, akut und chronisch einwirkenden, inhalativen Expositionen liegen bei allen Prozesskategorien unter den jeweiligen DNEL. 3.2 Umwelt Beurteilung Stufe 1 (Tier 1): Diese wurde unter Verwendung des EUSES-Modells und Eingabe der Standard- Inputdaten und ERC vorgenommen. Input-Parameter für EUSES-Modell. Input-Parameter Wert Maßeinheit ERC-Standard (wo anwendbar) Molekulargewicht 98,08 g/mol Dampfdruck bei 20°C 0,1 hPa Wasserlöslichkeit mischbar mg/ml n-Octanol/Wasser-Verteilungskoeffizient -1 LogKow Verteilungskoeffizient KOC 1 Biologische Abbaubarkeit nicht biologisch abbaubar Phase des Lebenszyklus Weit verbreitete Verwendung Umweltfreisetzungsklasse ERC9b Fraktion der regionalen Tonnenmenge (Tier 1) 1 STP Ja Emissionsereignisse pro Jahr 365 (es gilt als wahrschein- Tage 365 lich, dass die Aktivität an irgendeinem Standort in der Region an den meisten Tagen stattfindet aufgrund des geringen Ausmaßes mit extrem großer Streuung dieser Art der Verwendung) Freisetzung in Luft (Standardwert) 5 % 5 Freisetzung in Wasser (Standardwert) 5 % 5 Verdünnungsfaktor angewandt für Ableitung 25 * 109 von PEC m3/Jahr Tonnenmenge 2.500 t/Jahr Schätzung der Verwendung an Einzelstandort Keine Beurteilung auf Stufe 2 (Tier 2) vorgenommen Die für alle Umweltbereiche geschätzten Emissionen liegen unterhalb der jeweiligen PNEC. Abschnitt 4 Anleitung zur Konformitätsprüfung anhand des Expositionsszenarios 4.1 Gesundheit Es ist abzusehen, dass die Expositionen die DNEL für lokale Wirkungen bei akut und chronisch einwirkender, inhalativer Aufnahme nicht übersteigen, wenn die in Abschnitt 3 erläuterten Maßnahmen bei Risikomanagement/ Betriebsbedingungen zur Anwendung kommen. Dort wo bei Risikomanagement/Betriebsbedingen andere Maßnahmen angewandt werden, haben die Verwender zu garantieren, dass die Risiken zumindest auf gleichwertigem Level gehandhabt werden. 4.2 Umwelt Es ist abzusehen, dass die Expositionen die PNEC nicht übersteigen, wenn die in Abschnitt 3 erläuterten Maßnahmen bei Risikomanagement/Betriebsbedingungen zur Anwendung kommen. Dort wo bei Risikomanagement/Betriebsbedingen andere Maßnahmen angewandt werden, haben die Verwender zu garantieren, dass die Risiken zumindest auf gleichwertigem Level gehandhabt werden. 12. Verwendung von Schwefelsäure als Laborchemikalie Abschnitt 1: Titel des Expositionsszenarios Kurztitel: Verwendung von Schwefelsäure als Laborchemikalie Systematischer Titel auf Grundlage der Verwendungsdeskriptoren Endverwendungssektoren (SU) 22 Chemikalienkategorien (PC) 21 Verfahrenskategorien (PROC) 15 Umweltfreisetzungskategorien (ERC) 8a, 8b Prozesse, Aufgaben, absolvierte Tätigkeiten Schwefelsäure wird als Chemikalie in Labors verwendet. Die Verwendung erfolgt üblicherweise in geringen Mengen (im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungstätigkeit) und umfasst den Gebrauch in Pufferlösungen und Reagenzien zur Analyse von Proteinen sowie als Säuerungsmittel. Beurteilungsmethode Siehe Abschnitt 3 Abschnitt 2 Betriebsbedingungen und Maßnahmen für das Risikomanagement Abschnitt 2.1 Expositionskontrolle der Arbeitskräfte Produktmerkmale Physikalischer Zustand Flüssig Dampfdruck (Pa) 6 Molekulargewicht 98,08 Konzentration des Stoffs in der 98% Chemikalie Betriebsbedingungen Täglich pro Arbeitskraft Die Exposition wird dank geschlossener und spezialisierten Systeme als (Arbeitsplatz) verwendete Menge vernachlässigbar erachtet. Verwendungshäufigkeit 220 Tage/Jahr Verwendungsdauer 8 Stunden/Tag Andere Angaben zu Dauer, Es können sporadisch Kontakte auftreten – die Tätigkeiten nehmen nur Häufigkeit und Verwendungsmenge selten 8 Stunden pro Tag in Anspruch Atemvolumen unter den 10 m3/Tag (Standardwert für 8 Arbeitsstunden pro Tag) Betriebsbedingungen Fläche des Hautkontakts mit dem 480 cm2 (Standardwert ECETOC). Stoff bei den Gebrauchsbedingungen Es wird darauf verwiesen, dass angesichts der Korrosivität von Schwefelsäure die dermale Exposition als irrelevant zur Risikocharakterisierung gilt, da der Kontakt auf jeden Fall vermieden werden muss. Umgebungsluftvolumen und n.a. Die Verwendung erfolgt normalerweise in geringen Mengen unter stark Belüftungsgeschwindigkeit eindämmenden Bedingungen. Spezifische Maßnahmen für das Risikomanagement Eindämmungsmaßnahmen und Die Verwendung erfolgt normalerweise in geringen Mengen unter stark bewährte Methoden sind eindämmenden Bedingungen. Die Arbeitskräfte sind für die Anwendung der erforderlich Prozeduren geschult und die Schutzkleidung zielt darauf, die Exposition im Lokale Absaugung nicht gefordert Worst Case zu minimieren. Persönliche Schutzausrüstung (PSA) Die Verwendung erfolgt normalerweise in geringen Mengen unter stark eindämmenden Bedingungen. Die Arbeitskräfte sind für die Anwendung der Prozeduren geschult und die Schutzkleidung zielt darauf, die Exposition im Worst Case zu minimieren. Abschnitt 2.2 Kontrolle der Umweltexposition Produktmerkmale Molekulargewicht 98,08 Dampfdruck bei 20°C (hPa) 0,1 Wasserlöslichkeit Mischbar n-Octanol/Wasser- -1 (logKow) Verteilungskoeffizient Verteilungskoeffizient KOC 1 Biologische Abbaubarkeit Nicht biologisch abbaubar (anorganische Säuren können nicht als biologisch abbaubar gelten) Verwendete Mengen Jährliche Tonnenmenge am Standort 5.000 t/Jahr (ungünstigste Annahme) Regionale Tonnenmenge (t/Jahr) n.v. Häufigkeit und Dauer der Verwendung Kontinuierliche Freisetzung Emissionstage (Tage/Jahr) 365 (Annahme auf Grundlage kontinuierlicher Verwendung an mindestens einem Standort pro Tag – räumlich stark verteilte Verwendung) Andere Betriebsbedingungen, die sich auf die Umweltexposition auswirken Abflussvolumen der Kläranlage 2000 m3/Tag (EUSES-Standardwert für lokale STP) Verfügbarer Durchsatz des empfangenden Gewässers, in 20.000 m3/Tag (ERC-Standardwert für den Durchsatz, der das die Abwässer des Standorts eingeleitet werden eine 10-fache Verdünnung im Empfängergewässer gestattet) Maßnahmen zur Risikoeindämmung für Emissionen von Industriestandorten Es sind keine Maßnahmen zum Beweis der sicheren Verwendung erforderlich. Mengen der Substanz in Abfällen und Maßnahmen zur Risikoeindämmung bezüglich Abfällen Menge der Substanz in den Abwässern der in diesem 1.370 kg/Tag (auf den identifizierten Worst Case Szenario beschriebenen Verwendungen gestützter Wert) Menge der Substanz in den Abfällen, die von den n.a. Produkten stammen Abfallart (betreffende Codenummern) Zuteilung geeigneter Codes aus dem Europäischen Abfallverzeichnis Art der externen Behandlung für Recycling oder Keine Rückgewinnung der Substanz Art der externen Behandlung zur Endentsorgung des Verbrennung oder Deponie Abfalls Fraktion der Substanz, die während der n.a. Abfallhandhabung in die Luft freigesetzt wird Fraktion der Substanz, die während der n.a. Abfallhandhabung in die Abwässer freigesetzt wird Fraktion der Substanz, die als Nebenabfall entsorgt wird n.a. Abschnitt 3 Expositionsbewertung 3.1 Gesundheit Beurteilung Stufe 1 (Tier 1): Die Beurteilung der inhalativen Exposition wurde unter Einsatz des Modells ECETOC TRA vorgenommen. Input-Parameter für das Modell Parameter Molekulargewicht 98,08 g/ mol Dampfdruck 6 Pa Ist der Stoff fest? Nein: flüssig Staubigkeit n.a. Tätigkeitsdauer > 4 Stunden Belüftung Innenräume ohne lokale Abzugsbelüftung (LEV) Die Expositionseinschätzung anhand des Modells ECETOC wurde durch eine zweite Beurteilungsstufe für inhalative Aufnahme (Tier 2) verfeinert, die unter Einsatz des Modells ART erfolgte. Input-Parameter für das Modell ART PROC Parameter Expositionsdauer 15 240 Minuten Exposition/Tag – 240 Minuten Nicht-Exposition/Tag Produktart 15 Flüssig (mittlere Viskosität – wie Öl) Prozesstemperaturen 15 Umgebungstemperatur (15-25°C) Dampfdruck 15 der Stoff gilt als kaum flüchtig; es wurde die Exposition gegenüber Nebeln eingeschätzt Gewicht Flüssigfraktion 15 0,98 Lokalisierung der primären 15 Die primäre Emissionsquelle befindet sich Emissionsquelle im Atmungsbereich der Arbeitskräfte (binnen 1 m) Tätigkeitsklasse 15 Umfüllen des Flüssigprodukts Lokale Kontrollsysteme 15 Lokale Abzugsbelüftung (LEV) Quelle flüchtiger Emissionen 15 Vollkommen geschlossener Prozess – nicht offen für Probenahmetätigkeit 15 Nicht komplett geschlossen – wirksame bewährte Methoden werden angewendet Dispersion 15 Im Innenbereich, jegliche Raumgröße, gute natürliche Belüftung Die geschätzten, akut und chronisch einwirkenden, inhalativen Expositionen liegen bei allen Prozesskategorien unter den jeweiligen DNEL. 3.2 Umwelt Beurteilung Stufe 1 (Tier 1): Diese wurde unter Verwendung des EUSES-Modells und Eingabe der Standard- Inputdaten und ERC vorgenommen. Beurteilung Stufe 2 (Tier 2): Diese erfolgte anhand EUSES-Modell und Eingabe von Input-Daten, die genauer der Beschreibung der Verwendungen von Schwefelsäure entsprachen. Input-Parameter für EUSES-Modell. Input-Parameter Wert Maßeinheit ERC-Standard (wo anwendbar) Molekulargewicht 98,08 g/mol Dampfdruck bei 20°C 0,1 hPa Wasserlöslichkeit mischbar mg/ml n-Octanol/Wasser-Verteilungskoeffizient -1 LogKow Verteilungskoeffizient KOC 1 Biologische Abbaubarkeit nicht biologisch abbaubar Phase des Lebenszyklus Formulierung Umweltfreisetzungsklasse ERC 8A und 8B Fraktion der regionalen Tonnenmenge (Tier 1) 1 STP Ja Emissionsereignisse pro Jahr 330 Tage 20 Freisetzung in Luft (Standardwert) ERC8A: 100 % ERC8A: 100 ERC8B: 0,1 Freisetzung in Wasser (Standardwert) ERC8A: 100 % ERC8A: 100 ERC8B: 2 Verdünnungsfaktor angewandt für Ableitung 10 (20.000 von PEC m3/Tag) Tonnenmenge 5.000 t/Jahr Maßnahmen zur Risikoeindämmung und Messwerte, die für die 2. Beurteilungsstufe verwendet wurden (Tier 2): Keine Maßnahmen zum Beweis sicherer Verwendung erforderlich. Die für alle Umweltbereiche geschätzten Emissionen liegen unterhalb der jeweiligen PNEC. Abschnitt 4 Anleitung zur Konformitätsprüfung anhand des Expositionsszenarios 4.1 Gesundheit Es ist abzusehen, dass die Expositionen die DNEL für lokale Wirkungen bei akut und chronisch einwirkender, inhalativer Aufnahme nicht übersteigen, wenn die in Abschnitt 3 erläuterten Maßnahmen bei Risikomanagement/ Betriebsbedingungen zur Anwendung kommen. Dort wo bei Risikomanagement/Betriebsbedingen andere Maßnahmen angewandt werden, haben die Verwender zu garantieren, dass die Risiken zumindest auf gleichwertigem Level gehandhabt werden. 4.2 Umwelt Es ist abzusehen, dass die Expositionen die PNEC nicht übersteigen, wenn die in Abschnitt 3 erläuterten Maßnahmen bei Risikomanagement/Betriebsbedingungen zur Anwendung kommen. Dort wo bei Risikomanagement/Betriebsbedingen andere Maßnahmen angewandt werden, haben die Verwender zu garantieren, dass die Risiken zumindest auf gleichwertigem Level gehandhabt werden. 13. Verwendung von Schwefelsäure für die industrielle Reinigung Abschnitt 1: Titel des Expositionsszenarios Kurztitel: Verwendung von Schwefelsäure für die industrielle Reinigung Systematischer Titel auf Grundlage der Verwendungsdeskriptoren Endverwendungssektoren (SU) 3 Chemikalienkategorien (PC) 35 Verfahrenskategorien (PROC) 2, 5, 8a, 8b, 9, 10, 13 Umweltfreisetzungskategorien (ERC) 8a, 8b Prozesse, Aufgaben, absolvierte Tätigkeiten Schwefelsäure wird als Komponente oder Ausgangsmaterial in Reinigungsmitteln für die industrielle Reinigung verwendet. Dieser Einsatz sollte nicht sehr häufig auftreten und sollte auf die Fälle schwerer industrieller Reinigungsprozesse beschränkt sein. Beurteilungsmethode Siehe Abschnitt 3 Abschnitt 2 Betriebsbedingungen und Maßnahmen für das Risikomanagement Abschnitt 2.1 Expositionskontrolle der Arbeitskräfte Produktmerkmale Physikalischer Zustand Flüssig Dampfdruck (Pa) 214 Pa (für verdünnte Lösungen, auf Grundlage der Daten für die am stärksten verdünnte Lösung) Molekulargewicht 98,08 Konzentration des Stoffs in der 10% (annähernde Konzentration in Reinigungsprodukten) Chemikalie Betriebsbedingungen Täglich pro Arbeitskraft Die Reinigung mit Schwefelsäure dürfte nicht allzu häufig vorgenommen (Arbeitsplatz) verwendete Menge werden. Die verwendete Menge hängt von den Erfordernissen und der Anlage ab, sollte jedoch erheblich geringer sein als die in industriellen Verfahren eingesetzten Mengen. Verwendungshäufigkeit 220 Tage/Jahr Verwendungsdauer 8 Stunden/Tag Andere Angaben zu Dauer, Es können sporadisch Kontakte auftreten – die Tätigkeiten nehmen nur Häufigkeit und Verwendungsmenge selten 8 Stunden pro Tag in Anspruch Atemvolumen unter den 10 m3/Tag (Standardwert für 8 Arbeitsstunden pro Tag) Betriebsbedingungen Fläche des Hautkontakts mit dem 480 cm2 (Standardwert ECETOC). Stoff bei den Gebrauchsbedingungen Es wird darauf verwiesen, dass angesichts der Korrosivität von Schwefelsäure die dermale Exposition als irrelevant zur Risikocharakterisierung gilt, da der Kontakt auf jeden Fall vermieden werden muss. Umgebungsluftvolumen und n.a. Die verwendete Menge hängt von den Erfordernissen und der Anlage ab, Belüftungsgeschwindigkeit sollte jedoch erheblich geringer sein als die in industriellen Verfahren eingesetzten Mengen. Spezifische Maßnahmen für das Risikomanagement Eindämmungsmaßnahmen und Die Arbeitskräfte tragen Helm, Handschuhe und Säureschutzstiefel, PSA für bewährte Methoden sind den Schutz von Gesicht und Augen sowie Schutzanzug. erforderlich Die Tätigkeit wird üblicherweise von geschulten Arbeitskräften an Lokale Absaugung nicht gefordert spezialisierten Standorten vorgenommen. Eine Notdusche ist für den Fall versehentlicher Freisetzung in der Nähe des Arbeitsbereichs erforderlich. Persönliche Schutzausrüstung (PSA) Die Arbeitskräfte tragen Helm, Handschuhe und Säureschutzstiefel, PSA für den Schutz von Gesicht und Augen sowie Schutzanzug. Die Tätigkeit wird üblicherweise von geschulten Arbeitskräften an spezialisierten Standorten vorgenommen. Eine Notdusche ist für den Fall versehentlicher Freisetzung in der Nähe des Arbeitsbereichs erforderlich. Abschnitt 2.2 Kontrolle der Umweltexposition Produktmerkmale Molekulargewicht 98,08 Dampfdruck bei 20°C (hPa) 0,1 Wasserlöslichkeit Mischbar n-Octanol/Wasser- -1 (logKow) Verteilungskoeffizient Verteilungskoeffizient KOC 1 Biologische Abbaubarkeit Nicht biologisch abbaubar (anorganische Säuren können nicht als biologisch abbaubar gelten) Verwendete Mengen Jährliche Tonnenmenge am Standort 5.000 t/Jahr (ungünstigste Annahme) Regionale Tonnenmenge (t/Jahr) n.v. Häufigkeit und Dauer der Verwendung Kontinuierliche Freisetzung Emissionstage (Tage/Jahr) 365 (Schätzung auf Grundlage der Annahme einer räumlich stark verteilten Verwendung) Andere Betriebsbedingungen, die sich auf die Umweltexposition auswirken Abflussvolumen der Kläranlage 2000 m3/Tag (EUSES-Standardwert für lokale STP) Verfügbarer Durchsatz des empfangenden Gewässers, in 20.000 m3/Tag (ERC-Standardwert für den Durchsatz, der das die Abwässer des Standorts eingeleitet werden eine 10-fache Verdünnung im Empfängergewässer gestattet) Maßnahmen zur Risikoeindämmung für Emissionen von Industriestandorten Es sind keine besonderen Maßnahmen zum Risikomanagement für den Beweis einer umwelttechnisch sicheren Verwendung erforderlich. Mengen der Substanz in Abfällen und Maßnahmen zur Risikoeindämmung bezüglich Abfällen Menge der Substanz in den Abwässern der in diesem 1.370 kg/Tag (auf den identifizierten Worst Case Szenario beschriebenen Verwendungen gestützter Wert) Menge der Substanz in den Abfällen, die von den n.a. Produkten stammen Abfallart (betreffende Codenummern) Zuteilung geeigneter Codes aus dem Europäischen Abfallverzeichnis Art der externen Behandlung für Recycling oder Keine Rückgewinnung der Substanz Art der externen Behandlung zur Endentsorgung des Verbrennung oder Deponie Abfalls Fraktion der Substanz, die während der n.a. Abfallhandhabung in die Luft freigesetzt wird Fraktion der Substanz, die während der n.a. Abfallhandhabung in die Abwässer freigesetzt wird Fraktion der Substanz, die als Nebenabfall entsorgt wird n.a. Abschnitt 3 Expositionsbewertung 3.1 Gesundheit Beurteilung Stufe 1 (Tier 1): Die Beurteilung der inhalativen Exposition wurde unter Einsatz des Modells ECETOC TRA vorgenommen Input-Parameter für das Modell Parameter Molekulargewicht 98,08 g/ mol Dampfdruck 6 Pa Ist der Stoff fest? Nein: flüssig Staubigkeit n.a. Tätigkeitsdauer > 4 Stunden Belüftung Innenräume mit lokaler Abzugsbelüftung (LEV) Stoffe in der Zubereitung 1 - 5% (erwartungsgemäße Verdünnung in den Produkten) Die Expositionseinschätzung anhand des Modells ECETOC wurde durch eine zweite Beurteilungsstufe für inhalative Aufnahme (Tier 2) verfeinert, die unter Einsatz des Modells ART erfolgte. Input-Parameter für das Modell ART PROC Parameter Expositionsdauer Alle 480 Minuten Produktart Alle Flüssig (niedrige Viskosität – wie Wasser) Prozesstemperaturen Alle Umgebungstemperatur (15-25°C) Dampfdruck Alle der Stoff gilt als kaum flüchtig; es wird Exposition gegenüber Nebeln eingeschätzt Gewicht Flüssigfraktion Alle 0,1 Lokalisierung der primären Alle Die primäre Emissionsquelle befindet sich Emissionsquelle im Atmungsbereich der Arbeitskräfte (binnen 1 m) Tätigkeitsklasse 2, 8a, 8b, 9 Umfüllen des Flüssigprodukts 5, 13 Tätigkeiten mit offenen Flüssigkeitsoberflächen oder Tanks 10 Dispersion von Flüssigprodukten Eindämmung 2, 8a, 9 Handhabung mit reduziertem Kontakt zwischen Produkt und Umgebungsluft 5, 8b,10, 13 n/a Lokale Kontrollsysteme 2, 5 Lokale Abzugsbelüftung (LEV) 8a, 8b, 9, 10, 13 keine Quelle flüchtiger Emissionen Alle Nicht komplett geschlossen – wirksame bewährte Methoden werden angewendet Dispersion Alle Im Innenbereich, jegliche Raumgröße, gute natürliche Belüftung Die geschätzten, akut und chronisch einwirkenden, inhalativen Expositionen liegen bei allen Prozesskategorien unter den jeweiligen DNEL. Für PROC 10 ist Schutz der Atemwege erforderlich (Abfilterung von mindestens 95%) sowohl für die Exposition gegenüber akuten Wirkungen als auch für die Exposition gegenüber Langzeitwirkungen. Für PROC 5 ist Schutz der Atemwege erforderlich (Abfilterung von mindestens 95%) für die Exposition gegenüber Langzeitwirkungen. 3.2 Umwelt Beurteilung Stufe 1 (Tier 1): Diese wurde unter Verwendung des EUSES-Modells und Eingabe der Standard- Inputdaten und ERC vorgenommen. Beurteilung Stufe 2 (Tier 2): Diese erfolgte anhand EUSES-Modell und Eingabe von Input-Daten, die genauer der Beschreibung der Verwendungen von Schwefelsäure entsprachen. Input-Parameter für EUSES-Modell. Input-Parameter Wert Maßeinheit ERC-Standard (wo anwendbar) Molekulargewicht 98,08 g/mol Dampfdruck bei 20°C 0,1 hPa Wasserlöslichkeit mischbar mg/ml n-Octanol/Wasser-Verteilungskoeffizient -1 LogKow Verteilungskoeffizient KOC 1 Biologische Abbaubarkeit nicht biologisch abbaubar Phase des Lebenszyklus Formulierung Umweltfreisetzungsklasse ERC 8A und 8B Fraktion der regionalen Tonnenmenge (Tier 1) 1 STP Ja Emissionsereignisse pro Jahr 330 Tage 20 Freisetzung in Luft (Standardwert) ERC8A: 100 % ERC8A: 100 ERC8B: 0,1 Freisetzung in Wasser (Standardwert) ERC8A: 100 % ERC8A: 100 ERC8B: 2 Verdünnungsfaktor angewandt für Ableitung 10 (20.000 von PEC m3/Tag) Tonnenmenge 5.000 t/Jahr Maßnahmen zur Risikoeindämmung und Messwerte, die für die zweite Beurteilungsstufe verwendet wurden (Tier 2): Keine Maßnahmen zum Beweis sicherer Verwendung erforderlich. Die für alle Umweltbereiche geschätzten Emissionen liegen unterhalb der jeweiligen PNEC. Abschnitt 4 Anleitung zur Konformitätsprüfung anhand des Expositionsszenarios 4.1 Gesundheit Es ist abzusehen, dass die Expositionen die DNEL für lokale Wirkungen bei akut und chronisch einwirkender, inhalativer Aufnahme nicht übersteigen, wenn die in Abschnitt 3 erläuterten Maßnahmen bei Risikomanagement/ Betriebsbedingungen zur Anwendung kommen. Dort wo bei Risikomanagement/Betriebsbedingen andere Maßnahmen angewandt werden, haben die Verwender zu garantieren, dass die Risiken zumindest auf gleichwertigem Level gehandhabt werden. 4.2 Umwelt Es ist abzusehen, dass die Expositionen die PNEC nicht übersteigen, wenn die in Abschnitt 3 erläuterten Maßnahmen bei Risikomanagement/Betriebsbedingungen zur Anwendung kommen. Dort wo bei Risikomanagement/Betriebsbedingen andere Maßnahmen angewandt werden, haben die Verwender zu garantieren, dass die Risiken zumindest auf gleichwertigem Level gehandhabt werden. 14. Mischung, Zubereitung und Umpackung von Schwefelsäure Abschnitt 1: Titel des Expositionsszenarios Kurztitel: Mischung, Zubereitung und Umpackung von Schwefelsäure Systematischer Titel auf Grundlage der Verwendungsdeskriptoren Endverwendungssektoren (SU) 3, 10 Chemikalienkategorien (PC) n/a Verfahrenskategorien (PROC) 1, 3, 5, 8a, 8b, 9 Umweltfreisetzungskategorien (ERC) 02 Prozesse, Aufgaben, absolvierte Tätigkeiten Die Mischung, Zubereitung und Umpackung von Schwefelsäure bei der Herstellung von Oleum. Oleum wird unter Verwendung von Schwefeltrioxid, das in konzentrierter Schwefelsäure gelöst wird, erzeugt. Beurteilungsmethode Siehe Abschnitt 3 Abschnitt 2 Betriebsbedingungen und Maßnahmen für das Risikomanagement Abschnitt 2.1 Expositionskontrolle der Arbeitskräfte Produktmerkmale Physikalischer Zustand Flüssig Dampfdruck (Pa) 6 Molekulargewicht 98,08 Konzentration des Stoffs in der 98% Chemikalie Betriebsbedingungen Täglich pro Arbeitskraft Die Exposition wird dank der spezialisierten Systeme als vernachlässigbar (Arbeitsplatz) verwendete Menge erachtet. Verwendungshäufigkeit 220 Tage/Jahr Verwendungsdauer 8 Stunden/Tag Andere Angaben zu Dauer, Es können sporadisch Kontakte auftreten - Die Aufgabe wird selten über 8 Häufigkeit und Verwendungsmenge Stunden/Tag ausgeführt. Atemvolumen unter den 10 m3/Tag (Standardwert für 8 Arbeitsstunden pro Tag) Betriebsbedingungen Fläche des Hautkontakts mit dem 480 cm2 (Standardwert ECETOC). Stoff bei den Gebrauchsbedingungen Es wird darauf verwiesen, dass angesichts der Korrosivität von Schwefelsäure die dermale Exposition als irrelevant zur Risikocharakterisierung gilt, da der Kontakt auf jeden Fall vermieden werden muss. Umgebungsluftvolumen und n.a. (irrelevant, da in kontrollierten Umgebungen ohne direkten Kontakt mit Belüftungsgeschwindigkeit den Geräten, in denen der Stoff verwendet wird, gearbeitet wird) Spezifische Maßnahmen für das Risikomanagement Eindämmungsmaßnahmen und Für Erzeugung und Handling von Schwefelsäure ist der Einsatz spezifischer bewährte Methoden sind Ausrüstung und hoch integrierter geschlossener Systeme erforderlich, bei erforderlich denen die Expositionspotentiale äußerst gering bzw. inexistent sind. Die Lokale Absaugung nicht gefordert Anlagen für Erzeugung und Verwendung von Schwefelsäure befinden sich zumeist im Freien. Persönliche Schutzausrüstung (PSA) Für Erzeugung und Handling von Schwefelsäure ist der Einsatz spezifischer Ausrüstung und hoch integrierter geschlossener Systeme erforderlich, bei denen die Expositionspotentiale äußerst gering bzw. inexistent sind. Die Anlagen für Erzeugung und Verwendung von Schwefelsäure befinden sich zumeist im Freien. Die für Probenahme und Umfüllen der Materialien in Tankfahrzeuge zuständigen Arbeitskräfte sind für die angewandten Verfahren geschult, und der Einsatz von Schutzvorrichtungen (Tragen von Helm, Handschuhen und Säureschutzstiefeln, PSA für Gesicht und Augen sowie Schutzanzug) dient zur Minimierung von Exposition und Worst-Case- Risiken. Sonstige Maßnahmen für das Eine Notdusche ist für den Fall versehentlicher Freisetzung des Produkts in Risikomanagement der Arbeitskräfte der Nähe des Auf-/Abladebereichs erforderlich. Abschnitt 2.2 Kontrolle der Umweltexposition Produktmerkmale Molekulargewicht 98,08 Dampfdruck bei 20°C (hPa) 0,1 Wasserlöslichkeit Mischbar n-Octanol/Wasser- -1 (logKow) Verteilungskoeffizient Verteilungskoeffizient KOC 1 Biologische Abbaubarkeit Nicht biologisch abbaubar (anorganische Säuren können nicht als biologisch abbaubar gelten) Verwendete Mengen Jährliche Tonnenmenge am Standort 300.000 t/Jahr Regionale Tonnenmenge (t/Jahr) 3.000.000 t/Jahr Häufigkeit und Dauer der Verwendung Kontinuierliche Freisetzung Emissionstage (Tage/Jahr) 365 Andere Betriebsbedingungen, die sich auf die Umweltexposition auswirken Abflussvolumen der Kläranlage 2000 m3/Tag (EUSES-Standardwert für lokale STP) Verfügbarer Durchsatz des empfangenden Gewässers, in 20.000 m3/Tag (ERC-Standardwert für den Durchsatz, der das die Abwässer des Standorts eingeleitet werden eine 10-fache Verdünnung im Empfängergewässer gestattet) Maßnahmen zur Risikoeindämmung für Emissionen von Industriestandorten Vorbehandlung der Abwässer am Standort. Üblicherweise standortinterne Aufbereitung durch chemische Neutralisierung, vor Weiterleitung an externe Kläranlage oder direkt in Gewässer. Stoffmenge in den Abwässern des Standorts, die in das Variabel je nach System. Das Neutralisierungsverfahren externe Kanalisationssystem einfließen ist extrem wirksam. Die Überwachung des pH ermöglicht konstante Kontrolle der kompletten Neutralisierung und Entfernung der Substanz. Reduktion der Emissionen in die Umgebungsluft Mittels Scrubber aufbereitet. In die Luft freigesetzte Stoffmenge 1% - 99% des Gases wird bei der Wäsche in den Scrubbers abgeschieden. Abfallbehandlung am Standort Das Neutralisierungsverfahren der Abwässer ist extrem wirksam. Die Überwachung des pH ermöglicht konstante Kontrolle der kompletten Neutralisierung und Entfernung der Substanz. Ablaufdurchsatz der Abflüsse (aus den Kläranlagen) 2000 m3/Tag Rückgewinnung der Schlämme zur Verwendung in der Nein Landwirtschaft Alle Schlämme werden gesammelt und zur Verbrennung oder Deponie befördert. Mengen der Substanz in Abfällen und Maßnahmen zur Risikoeindämmung bezüglich Abfällen Menge der Substanz in den Abwässern der in diesem 0 kg/Tag (Wert auf Grundlage spezifischer Szenario beschriebenen Verwendungen Abwasserbehandlungsverfahren) Menge der Substanz in den Abfällen, die von den n.a. Produkten stammen Abfallart (betreffende Codenummern) Geeignete Codes aus dem Europäischen Abfallverzeichnis Art der externen Behandlung für Recycling oder Keine Rückgewinnung der Substanz Art der externen Behandlung zur Endentsorgung des Verbrennung oder Deponie Abfalls Fraktion der Substanz, die während der n.a. Abfallhandhabung in die Luft freigesetzt wird Fraktion der Substanz, die während der n.a. Abfallhandhabung in die Abwässer freigesetzt wird Fraktion der Substanz, die als Nebenabfall entsorgt wird n.a. Abschnitt 3 Expositionsbewertung 3.1 Gesundheit Beurteilung Stufe 1 (Tier 1): Die Beurteilung der inhalativen Exposition wurde unter Einsatz des Modells ECETOC TRA vorgenommen Input-Parameter für das Modell Parameter Molekulargewicht 98,08 g/ mol Dampfdruck 6 Pa Ist der Stoff fest? Nein: flüssig Staubigkeit n.a. Tätigkeitsdauer > 4 Stunden Belüftung Innenräume ohne lokale Abzugsbelüftung (LEV) Die Expositionsbewertung anhand des Modells ECETOC hat sich nicht als zufriedenstellend erwiesen und wurde als irrelevant für den Zweck der Risikocharakterisierung beurteilt. Beurteilung Stufe 2 (Tier 2): Die Beurteilung der inhalativen Exposition wurde unter Einsatz des Modells ART vorgenommen Input-Parameter für das Modell ART PROC Parameter Expositionsdauer Alle 480 Minuten Produktart Alle Flüssig (mittlere Viskosität – wie Öl) Prozesstemperatur 1, 3 Heißverfahren (50-150°C) 5, 8a, 8b, 9 Umgebungstemperatur (15-25°C) Dampfdruck Alle der Stoff gilt als kaum flüchtig; es wurde die Exposition gegenüber Nebeln eingeschätzt Gewicht Flüssigfraktion Alle 0,98 Lokalisierung der primären 1 Die primäre Emissionsquelle befindet sich Emissionsquelle nicht im Atmungsbereich der Arbeitskräfte (die Arbeitskräfte sind im Kontrollraum tätig) 3, 5, 8a, 8b, 9 Die primäre Emissionsquelle befindet sich im Atmungsbereich der Arbeitskräfte (binnen 1 m) Tätigkeitsklasse 1, 3, 5, 8a, 8b, 9 Umfüllen des Flüssigprodukts Eindämmung 1, 3, 9 Handhabung mit reduziertem Kontakt zwischen Produkt und Umgebungsluft 5, 8a, 8b n.a. Lokale Kontrollsysteme 1, 3, 8b System zur Dampfrückgewinnung; lokale Abzugsbelüftung (LEV) 2, 9 System zur Dampfrückgewinnung 8a Keine 5 LEV Trennung 1 Komplette Trennung der Arbeitskräfte, die vom Kontrollraum aus tätig sind Quelle flüchtiger Emissionen 1, 3, 8b, 9 Vollkommen geschlossener Prozess – nicht offen für Probenahmetätigkeit 5, 8a Nicht komplett geschlossen – wirksame bewährte Methoden werden angewendet Dispersion 1, 8a, 8b Im Außenbereich, nicht in Gebäudenähe 3 Im Außenbereich, in Gebäudenähe 5, 9 Im Innenbereich, jegliche Raumgröße, gute natürliche Belüftung Die geschätzten, akut und chronisch einwirkenden, inhalativen Expositionen liegen bei allen Prozesskategorien unter den jeweiligen DNEL. 3.2 Umwelt Beurteilung Stufe 1 (Tier 1): Diese wurde unter Verwendung des EUSES-Modells und Eingabe der Standard- Inputdaten und ERC vorgenommen. Beurteilung Stufe 2 (Tier 2): Diese erfolgte anhand EUSES-Modell und Eingabe von Input-Daten, die genauer der Beschreibung der Verwendungen von Schwefelsäure entsprachen. Input-Parameter für EUSES-Modell. Input-Parameter Wert Maßeinheit ERC-Standard (wo anwendbar) Molekulargewicht 98,08 g/mol Dampfdruck bei 20°C 0,1 hPa Wasserlöslichkeit mischbar mg/ml n-Octanol/Wasser-Verteilungskoeffizient -1 LogKow Verteilungskoeffizient KOC 1 Biologische Abbaubarkeit nicht biologisch abbaubar Phase des Lebenszyklus Industrielle Produktion und Verwendung Umweltfreisetzungsklasse ERC 2 Fraktion der regionalen Tonnenmenge (Tier 1) 1 STP Ja Emissionsereignisse pro Jahr 330 Tage 20 Freisetzung in Luft (Standardwert) 2,5 % 2,5 Freisetzung in Wasser (Standardwert) 2 % 2 Verdünnungsfaktor angewandt für Ableitung 10 (20.000 von PEC m3/Tag) Regionale Tonnenmenge 3.000.000 t/Jahr Tonnenmenge Lokal: 300.000 t/Jahr Angabe für Worst Case am Einzelstandort Maßnahmen zur Risikoeindämmung und Messwerte, die für die zweite Beurteilungsstufe verwendet wurden (Tier 2). Beschreibung der Details Bei Eingabe in EUSES berücksichtigte Maßnahmen Auswirkungen Keine Freisetzung in 0 mg/l Reduktion der Konzentration in den STP- Vollständige Abwässer Abflüssen auf 0 mg/l angesichts der hohen Neutralisierung auf Effizienz des Neutralisierungsprozesses ca. pH 7 Emissionstage 365 Emissions- Erhöhung der Emissionstage um 20% Kontinuierliche tage pro Jahr Produktion Entfernung der Schlämme Schlämme wer- Konzentration im Boden durch Schlämme Keine den entfernt und auf 0 eingestellt Kontamination von an Verbrennung Ackerböden und oder Deponie Wiesen übersandt Gaswäsche mittels Abscheidung von Reduktion der Immissionen in die Auf Grundlage der Scrubber über 99% der Umgebungsluft Abscheidung durch ausgegebenen Scrubber, mit Schwefeloxide konservativen Daten Die für alle Umweltbereiche geschätzten Emissionen liegen unterhalb der jeweiligen PNEC. Abschnitt 4 Anleitung zur Konformitätsprüfung anhand des Expositionsszenarios 4.1 Gesundheit Es ist abzusehen, dass die Expositionen die DNEL für lokale Wirkungen bei akut und chronisch einwirkender, inhalativer Aufnahme nicht übersteigen, wenn die in Abschnitt 3 erläuterten Maßnahmen bei Risikomanagement/ Betriebsbedingungen zur Anwendung kommen. Dort wo bei Risikomanagement/Betriebsbedingen andere Maßnahmen angewandt werden, haben die Verwender zu garantieren, dass die Risiken zumindest auf gleichwertigem Level gehandhabt werden. 4.2 Umwelt Es ist abzusehen, dass die Expositionen die PNEC nicht übersteigen, wenn die in Abschnitt 3 erläuterten Maßnahmen bei Risikomanagement/Betriebsbedingungen zur Anwendung kommen. Dort wo bei Risikomanagement/Betriebsbedingen andere Maßnahmen angewandt werden, haben die Verwender zu garantieren, dass die Risiken zumindest auf gleichwertigem Level gehandhabt werden. 15. Verwendung von Schwefelsäure für die Reinigung großer Abflussrohre Abschnitt 1: Titel des Expositionsszenarios Kurztitel: Verwendung von Schwefelsäure für die Reinigung von Abflussrohren Systematischer Titel auf Grundlage der Verwendungsdeskriptoren Endverwendungssektoren (SU) 22 Chemikalienkategorien (PC) 35 Verfahrenskategorien (PROC) 8a Umweltfreisetzungskategorien (ERC) 8a Prozesse, Aufgaben, absolvierte Tätigkeiten Verwendung von Schwefelsäure als Wirkstoff für die Reinigung verstopfter Abflussrohre mit chemisch abbaubaren Verstopfungen. Es wird davon ausgegangen, dass die Verwendung der angegebenen Produktmenge durch Eingießen des gleichen aus einem Behälter (Flasche) ohne die Verwendung von Druck oder Öffnungen, die die Bildung von Aerosolen erlauben, durchgeführt wird. In konservativer Richtung ist der schlimmste Fall betrachtet, in dem die Verwendung des Produkts in einer geschlossenen Umgebung ohne Luftwechsel stattfindet. Beurteilungsmethode Siehe Abschnitt 3 Abschnitt 2 Betriebsbedingungen und Maßnahmen für das Risikomanagement Abschnitt 2.1 Expositionskontrolle der Arbeitskräfte/Anwender Produktmerkmale Physikalischer Zustand Flüssig Dampfdruck (Pa) 6 (für konzentrierten Wirkstoff) Molekulargewicht 98,08 Konzentration des Stoffs in der 98% (vor dem Einbringen in den Abfluss) Chemikalie Betriebsbedingungen Täglich pro Arbeitskraft n/a – Tätigkeit, die nur sporadisch vom Verbraucher vorgenommen wird (Arbeitsplatz) verwendete Menge Verwendungshäufigkeit 220 Tage/Jahr (Standardanzahl, die Werktage in einem Jahr) Verwendungsdauer 8 Stunden/Tag (in konservativer Richtung ist die Standardarbeitsstunden pro Tag betrachtet) Andere Angaben zu Dauer, Es kann zu sporadischen Kontakten kommen – Die Abflussreinigung mit Häufigkeit und Verwendungsmenge Schwefelsäure wird selten durchgeführt. Atemvolumen unter den 10 m3/Tag (Standardwert für 8 Arbeitsstunden pro Tag) Betriebsbedingungen Fläche des Hautkontakts mit dem Es wird darauf verwiesen, dass angesichts der Korrosivität von Schwefelsäure Stoff bei den Gebrauchsbedingungen die dermale Exposition als irrelevant zur Risikocharakterisierung gilt, da der Kontakt auf jeden Fall vermieden werden muss. Umgebungsluftvolumen und Die Tätigkeit wird normalerweise in geschlossenen Räumen mit Belüftungsgeschwindigkeit Standardabmessungen durchgeführt. Es ist kein spezifisches Luftabzugssystem erforderlich Spezifische Maßnahmen für das Risikomanagement Lokale Absaugung nicht gefordert Die Tätigkeit wird normalerweise in geschlossenen Räumen mit Standardabmessungen durchgeführt. Es ist kein spezifisches Luftabzugssystem erforderlich Persönliche Schutzausrüstung (PSA) Es wird nur ein Schutz für die Haut verlangt – Es empfiehlt sich, geeignete Kleidung zu tragen, die Augen zu schützen und Handschuhe zu verwenden, um jeglicher Exposition beim Gießen der Flüssigkeit vorzubeugen. Sonstige Maßnahmen zum Es sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich. Risikomanagement der Arbeitskräfte/Anwender Abschnitt 2.2 Kontrolle der Umweltexposition Produktmerkmale Molekulargewicht 98,08 Dampfdruck bei 20°C (hPa) 0,1 Wasserlöslichkeit Mischbar n-Octanol/Wasser- -1 (logKow) Verteilungskoeffizient Verteilungskoeffizient KOC 1 Biologische Abbaubarkeit Nicht biologisch abbaubar (anorganische Säuren können nicht als biologisch abbaubar gelten) Verwendete Mengen Jährliche Tonnenmenge am Standort 1 kg pro Anwendung Häufigkeit und Dauer der Verwendung Kontinuierliche Freisetzung Emissionstage (Tage/Jahr) 365 – Es ist wahrscheinlich, dass die Tätigkeit selten erfolgt; daher wird die Wirkung eines Einsatzes von 1 kg pro Tag über 365 Tage berücksichtigt, der in eine einzelne Kläranlage einströmt. Andere Betriebsbedingungen, die sich auf die Umweltexposition auswirken Abflussvolumen der Kläranlage 2000 m3/Tag (EUSES-Standardwert für lokale STP) Verfügbarer Durchsatz des empfangenden Gewässers, in 20.000 m3/Tag (ERC-Standardwert für den Durchsatz, der das die Abwässer des Standorts eingeleitet werden eine 10-fache Verdünnung im Empfängergewässer gestattet) Maßnahmen zur Risikoeindämmung für Emissionen von Industriestandorten Es sind keine besonderen Maßnahmen für das Risikomanagement erforderlich, abgesehen von den Details zur Verwendung und Funktion, die für das Produkt vorgesehen sind. Maßnahmen zur Eindämmung der Risiken in Verbindung mit den Abfällen Stoffmenge in den Abwässern des Standorts, die in das 1 kg/Tag externe Kanalisationssystem einfließen Menge der Substanz in den Abfällen, die von den n.a. Produkten stammen Abfallart (betreffende Codenummern) Geeignete Codes aus dem Europäischen Abfallverzeichnis Art der externen Behandlung für Recycling oder Keine Rückgewinnung der Substanz Art der externen Behandlung zur Endentsorgung des Keine (Immission in Abflusssystem) Abfalls Fraktion der Substanz, die während der n.a. Abfallhandhabung in die Luft freigesetzt wird Fraktion der Substanz, die während der n.a. Abfallhandhabung in die Abwässer freigesetzt wird Fraktion der Substanz, die als Nebenabfall entsorgt wird n.a. Abschnitt 3 Expositionsbewertung 3.1 Gesundheit Die Expositionsabschätzung wurde durch Stichproben auf Basis der möglichen Szenarien für die Verwendung von Schwefelsäure als Abflussreiniger durchgeführt. Daher wurde die Dispersion von Dämpfen während der Verwendung unter verschiedenen Bedingungen und verschiedener Umfang der Nutzung durch die NIOSH 7903 Methode mit effektiven Ergebnissen, wie vom Hersteller des Abflussreinigers empfohlen, gemessen. Konservativer Probenahme-Parameter verwendet Parameter Molekulargewicht 98,08 g/ mol Dampfdruck 6 Pa (für konzentrierten Wirkstoff) Ist der Stoff fest? Nein: flüssig Tätigkeitsdauer Bis zu 25 Minuten im Waschbecken; bis zu 30 Minuten im WC. Umgebung Lokale mit speziellen Dienstprogrammen zum Einsatz und zwischen 7,5 und 9 m3 breit. Belüftung Innenräume ohne lokale Abzugsbelüftung (LEV) und ohne Fenster. Menge Bis zu 250 ml im Waschbecken; bis zu 750 ml im WC. Die gemessenen inhalativen Expositionen liegen unter den chronischen und akuten DNEL, daher ist kein Atemschutz für diese Verwendung erforderlich. 3.2 Umwelt Beurteilung Stufe 1 (Tier 1): Diese wurde unter Verwendung des EUSES-Modells und Eingabe der Standard- Inputdaten und ERC vorgenommen. Beurteilung Stufe 2 (Tier 2): Diese erfolgte anhand EUSES-Modell und Eingabe von Input-Daten, die genauer der Beschreibung der Verwendungen von Schwefelsäure entsprachen. Input-Parameter für EUSES-Modell. Input-Parameter Wert Maßeinheit ERC-Standard (wo anwendbar) Molekulargewicht 98,08 g/mol Dampfdruck bei 20°C 0,1 hPa Wasserlöslichkeit mischbar mg/ml n-Octanol/Wasser-Verteilungskoeffizient -1 LogKow Verteilungskoeffizient KOC 1 Biologische Abbaubarkeit nicht biologisch abbaubar Phase des Lebenszyklus Räumlich verteilte Verwendung Umweltfreisetzungsklasse ERC8a Fraktion der regionalen Tonnenmenge (Tier 1) 1 STP Ja Emissionsereignisse pro Jahr 365 Tage 100 Freisetzung in Luft (Standardwert) 0 % 100 Freisetzung in Wasser (Standardwert) 100 % 100 Verdünnungsfaktor angewandt für Ableitung 10 (20.000 von PEC m3/Tag) Tonnenmenge EU: 1.800 t/Jahr Für diesen Regional: 10% räumlich stark verteilten Ge- brauch wurde die bedeutsam- ste lokale Fraktion auf 0,2% eingestellt Maßnahmen zur Risikoeindämmung und Messwerte, die für die zweite Beurteilungsstufe verwendet wurden (Tier 2): Es sind keine besonderen Maßnahmen für das Risikomanagement erforderlich, abgesehen von den Details zur Verwendung und Funktion, die für das Produkt vorgesehen sind. Die für alle Umweltbereiche geschätzten Emissionen liegen unterhalb der jeweiligen PNEC. Abschnitt 4 Anleitung zur Konformitätsprüfung anhand des Expositionsszenarios 4.1 Gesundheit Es ist abzusehen, dass die Expositionen die DNEL für lokale Wirkungen bei akut und chronisch einwirkender, inhalativer Aufnahme nicht übersteigen, wenn die in Abschnitt 3 erläuterten Maßnahmen bei Risikomanagement/ Betriebsbedingungen zur Anwendung kommen. Dort wo bei Risikomanagement/Betriebsbedingen andere Maßnahmen angewandt werden, haben die Verwender zu garantieren, dass die Risiken zumindest auf gleichwertigem Level gehandhabt werden. 4.2 Umwelt Es ist abzusehen, dass die Expositionen die PNEC nicht übersteigen, wenn die in Abschnitt 3 erläuterten Maßnahmen bei Risikomanagement/Betriebsbedingungen zur Anwendung kommen. Dort wo bei Risikomanagement/Betriebsbedingen andere Maßnahmen angewandt werden, haben die Verwender zu garantieren, dass die Risiken zumindest auf gleichwertigem Level gehandhabt werden. 16. Verwendung von Schwefelsäure für die Reinigung großer Abflussrohre (Endverbraucher) Abschnitt 1: Titel des Expositionsszenarios Kurztitel: Verwendung von Schwefelsäure für die Reinigung von Abflussrohren Systematischer Titel auf Grundlage der Verwendungsdeskriptoren Endverwendungssektoren (SU) 21 Chemikalienkategorien (PC) 35 Verfahrenskategorien (PROC) n.a. Umweltfreisetzungskategorien (ERC) 8a Prozesse, Aufgaben, absolvierte Tätigkeiten Verwendung von Schwefelsäure als Wirkstoff für die Reinigung verstopfter Abflussrohre mit chemisch abbaubaren Verstopfungen. Es wird davon ausgegangen, dass die Verwendung der angegebenen Produktmenge durch Eingießen des gleichen aus einem Behälter (Flasche) ohne die Verwendung von Druck oder Öffnungen, die die Bildung von Aerosolen erlauben, durchgeführt wird. In konservativer Richtung ist der schlimmste Fall betrachtet, in dem die Verwendung des Produkts in einer geschlossenen Umgebung ohne Luftwechsel stattfindet. Beurteilungsmethode Siehe Abschnitt 3 Abschnitt 2 Betriebsbedingungen und Maßnahmen für das Risikomanagement Abschnitt 2.1 Expositionskontrolle der Arbeitskräfte/Anwender Produktmerkmale Physikalischer Zustand Flüssig Dampfdruck (Pa) 6 (für konzentrierten Wirkstoff) Molekulargewicht 98,08 Konzentration des Stoffs in der 98% (vor dem Einbringen in den Abfluss) Chemikalie Betriebsbedingungen Täglich pro Arbeitskraft n/a – Tätigkeit, die nur sporadisch vom Verbraucher vorgenommen wird (Arbeitsplatz) verwendete Menge Verwendungshäufigkeit Wenige Tage im Jahr (Tätigkeiten sehr sporadisch vom Verbraucher durchgeführt) Verwendungsdauer Weniger als 1 Stunde pro Tag (Tätigkeiten sehr sporadisch vom Verbraucher durchgeführt) Andere Angaben zu Dauer, Es kann zu sporadischen Kontakten kommen – Die Abflussreinigung mit Häufigkeit und Verwendungsmenge Schwefelsäure wird selten durchgeführt. Atemvolumen unter den 10 m3/Tag (Standardwert für 8 Arbeitsstunden pro Tag) Betriebsbedingungen Fläche des Hautkontakts mit dem Es wird darauf verwiesen, dass angesichts der Korrosivität von Schwefelsäure Stoff bei den Gebrauchsbedingungen die dermale Exposition als irrelevant zur Risikocharakterisierung gilt, da der Kontakt auf jeden Fall vermieden werden muss. Umgebungsluftvolumen und Die Tätigkeit wird normalerweise in geschlossenen Räumen mit Belüftungsgeschwindigkeit Standardabmessungen durchgeführt. Es ist kein spezifisches Luftabzugssystem erforderlich Spezifische Maßnahmen für das Risikomanagement Lokale Absaugung nicht gefordert Die Tätigkeit wird normalerweise in geschlossenen Räumen mit Standardabmessungen durchgeführt. Es ist kein spezifisches Luftabzugssystem erforderlich Persönliche Schutzausrüstung (PSA) Es wird nur ein Schutz für die Haut verlangt – Es empfiehlt sich, geeignete Kleidung zu tragen, die Augen zu schützen und Handschuhe zu verwenden, um jeglicher Exposition beim Gießen der Flüssigkeit vorzubeugen. Sonstige Maßnahmen zum Es sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich. Risikomanagement der Arbeitskräfte/Anwender Abschnitt 2.2 Kontrolle der Umweltexposition Produktmerkmale Molekulargewicht 98,08 Dampfdruck bei 20°C (hPa) 0,1 Wasserlöslichkeit Mischbar n-Octanol/Wasser- -1 (logKow) Verteilungskoeffizient Verteilungskoeffizient KOC 1 Biologische Abbaubarkeit Nicht biologisch abbaubar (anorganische Säuren können nicht als biologisch abbaubar gelten) Verwendete Mengen Jährliche Tonnenmenge am Standort 1 kg pro Anwendung Häufigkeit und Dauer der Verwendung Kontinuierliche Freisetzung Emissionstage (Tage/Jahr) 365 – Es ist wahrscheinlich, dass die Tätigkeit selten erfolgt; daher wird die Wirkung eines Einsatzes von 1 kg pro Tag über 365 Tage berücksichtigt, der in eine einzelne Kläranlage einströmt. Andere Betriebsbedingungen, die sich auf die Umweltexposition auswirken Abflussvolumen der Kläranlage 2000 m3/Tag (EUSES-Standardwert für lokale STP) Verfügbarer Durchsatz des empfangenden Gewässers, in 20.000 m3/Tag (ERC-Standardwert für den Durchsatz, der das die Abwässer des Standorts eingeleitet werden eine 10-fache Verdünnung im Empfängergewässer gestattet) Maßnahmen zur Risikoeindämmung für Emissionen von Industriestandorten Es sind keine besonderen Maßnahmen für das Risikomanagement erforderlich, abgesehen von den Details zur Verwendung und Funktion, die für das Produkt vorgesehen sind. Maßnahmen zur Eindämmung der Risiken in Verbindung mit den Abfällen Stoffmenge in den Abwässern des Standorts, die in das 1 kg/Tag externe Kanalisationssystem einfließen Menge der Substanz in den Abfällen, die von den n.a. Produkten stammen Abfallart (betreffende Codenummern) Geeignete Codes aus dem Europäischen Abfallverzeichnis Art der externen Behandlung für Recycling oder Keine Rückgewinnung der Substanz Art der externen Behandlung zur Endentsorgung des Keine (Immission in Abflusssystem) Abfalls Fraktion der Substanz, die während der n.a. Abfallhandhabung in die Luft freigesetzt wird Fraktion der Substanz, die während der n.a. Abfallhandhabung in die Abwässer freigesetzt wird Fraktion der Substanz, die als Nebenabfall entsorgt wird n.a. Abschnitt 3 Expositionsbewertung 3.1 Gesundheit Die Expositionsabschätzung wurde durch Stichproben durchgeführt, basierend auf mögliche Szenarien für die Verwendung von Schwefelsäure als Abflussreiniger. Daher wurde die Dispersion von Dämpfen während der Verwendung unter verschiedenen Bedingungen und verschiedener Umfang der Nutzung durch die NIOSH 7903 Methode mit effektiven Ergebnissen, wie vom Hersteller des Abflussreinigers empfohlen, gemessen. Konservativer Probenahme-Parameter verwendet Parameter Molekulargewicht 98,08 g/ mol Dampfdruck 6 Pa (für konzentrierten Wirkstoff) Ist der Stoff fest? Nein: flüssig Staubigkeit n.a. Tätigkeitsdauer Bis zu 25 Minuten im Waschbecken; bis zu 30 Minuten im WC. Umgebung Lokale mit speziellen Dienstprogrammen zum Einsatz und zwischen 7,5 und 9 m3 breit. Belüftung Innenräume ohne lokale Abzugsbelüftung (LEV) und ohne Fenster. Menge Bis zu 250 ml im Waschbecken; bis zu 750 ml im WC. Die gemessenen inhalativen Expositionen liegen unter den chronischen und akuten DNEL, daher ist kein Atemschutz für diese Verwendung erforderlich. 3.2 Umwelt Beurteilung Stufe 1 (Tier 1): Diese wurde unter Verwendung des EUSES-Modells und Eingabe der Standard- Inputdaten und ERC vorgenommen. Beurteilung Stufe 2 (Tier 2): Diese erfolgte anhand EUSES-Modell und Eingabe von Input-Daten, die genauer der Beschreibung der Verwendungen von Schwefelsäure entsprachen. Input-Parameter für EUSES-Modell. Input-Parameter Wert Maßeinheit ERC-Standard (wo anwendbar) Molekulargewicht 98,08 g/mol Dampfdruck bei 20°C 0,1 hPa Wasserlöslichkeit mischbar mg/ml n-Octanol/Wasser-Verteilungskoeffizient -1 LogKow Verteilungskoeffizient KOC 1 Biologische Abbaubarkeit nicht biologisch abbaubar Phase des Lebenszyklus Räumlich verteilte Verwendung Umweltfreisetzungsklasse ERC8a Fraktion der regionalen Tonnenmenge (Tier 1) 1 STP Ja Emissionsereignisse pro Jahr 365 Tage 100 Freisetzung in Luft (Standardwert) 0 % 100 Freisetzung in Wasser (Standardwert) 100 % 100 Verdünnungsfaktor angewandt für Ableitung 10 (20.000 von PEC m3/Tag) Tonnenmenge EU: 1.800 t/Jahr Für diesen Regional: 10% räumlich stark verteilten Ge- brauch wurde die bedeutsam- ste lokale Fraktion auf 0,2% eingestellt Maßnahmen zur Risikoeindämmung und Messwerte, die für die zweite Beurteilungsstufe verwendet wurden (Tier 2): Es sind keine besonderen Maßnahmen für das Risikomanagement erforderlich, abgesehen von den Details zur Verwendung und Funktion, die für das Produkt vorgesehen sind. Die für alle Umweltbereiche geschätzten Emissionen liegen unterhalb der jeweiligen PNEC. Abschnitt 4 Anleitung zur Konformitätsprüfung anhand des Expositionsszenarios 4.1 Gesundheit Es ist abzusehen, dass die Expositionen die DNEL für lokale Wirkungen bei akut und chronisch einwirkender, inhalativer Aufnahme nicht übersteigen, wenn die in Abschnitt 3 erläuterten Maßnahmen bei Risikomanagement/ Betriebsbedingungen zur Anwendung kommen. Dort wo bei Risikomanagement/Betriebsbedingen andere Maßnahmen angewandt werden, haben die Verwender zu garantieren, dass die Risiken zumindest auf gleichwertigem Level gehandhabt werden. 4.2 Umwelt Es ist abzusehen, dass die Expositionen die PNEC nicht übersteigen, wenn die in Abschnitt 3 erläuterten Maßnahmen bei Risikomanagement/Betriebsbedingungen zur Anwendung kommen. Dort wo bei Risikomanagement/Betriebsbedingen andere Maßnahmen angewandt werden, haben die Verwender zu garantieren, dass die Risiken zumindest auf gleichwertigem Level gehandhabt werden.

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